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Mithilfe von Radarsignalen soll die Navigation für autonome Autos verbessert werden. Bild: Bosch

| von Yannick Tiedemann

Bosch und Navigationsspezialist TomTom haben in der Entwicklung von hochauflösenden Karten für einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht: Beiden Unternehmen ist nach eigenen Angaben gelungen, eine für solche Karten unverzichtbare Lokalisierungsschicht auf Basis von Radarsignalen zu erstellen. Bisher wurden hierfür Videodaten genutzt.

Die „Radar Road Signature“ setzt sich aus Milliarden von einzelnen Reflexpunkten zusammen. Sie entstehen überall dort, wo Radarsignale auf Leitplanken oder Verkehrsschilder treffen und so den Verlauf der Straße nachbilden. Damit sollen beispielsweise selbstfahrende Autos sich bis auf wenige Zentimeter genau  in der Fahrspur lokalisieren können.

Die Vorteile dieser Lokalisierungsvariante gegenüber Karten auf Basis von Videodaten liegen laut Bosch in der Funktionstüchtigkeit auch bei schlechter Sicht oder nachts sowie in der Datenübertragungsmenge. Denn die Radarkarte soll pro Kilometer nur fünf Kilobyte Daten an eine Cloud übertragen – fast doppelt so viel Datenvolumen wird bei einer Videokarte transportiert. 

Spätestens 2020 sollen in Europa und den USA erste Fahrzeuge Daten für die „Radar Road Signature“ liefern. An dem System arbeiten TomTom und Bosch seit Juli 2015, der Start der Kooperation zwischen beiden Technologieunternehmen.

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