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Die digitale Sonnenblende von Bosch passt den Schatten mit Hilfe einer Innenraumkamera an. Bild: Bosch

| von Fabian Pertschy

Mit einer Neuentwicklung will Bosch die Sicherheit beim Autofahren erhöhen. Laut Statistischem Bundesamt entstanden im Jahr 2018 rund 3.800 Unfälle durch blendendes Sonnenlicht, Abhilfe schaffen bisher nur herkömmliche Sonnenblenden, die einen Großteil des Sichtfelds versperren. Der Virtual Visor von Bosch soll dies ändern: Auf der CES 2020 in Las Vegas feierte die Lösung ihre Weltpremiere.

Die Aufzeichnungen einer Innenraumkamera sollen dabei durch intelligente Algorithmen auf Basis von künstlicher Intelligenz auswerten, wohin der Fahrer gerade blickt. Die Analyse der Gesichtspartien und des Schattenwurfs ermöglicht es, nur einen kleinen Bereich auf dem Sonnenblenden-Display zu verdunkeln. So sollen nur die Augen vor störendem Licht geschützt werden.

 „Besonders wenn Autofahrer morgens und abends von der tiefstehenden Sonne geblendet werden, geraten klassische Sonnenblenden an ihre Grenzen“, erklärt der Vorsitzende des Bereichsvorstands des Bosch-Geschäftsbereichs Car Multimedia, Steffen Berns, die Beweggründe für die Innovation.

Im sehr frühen Entwicklungsstadium arbeitete des Ingenieursteam mit geringem Budget und leistete zunächst Überzeugungsarbeit für die weitere Finanzierung: „Der erste Prototyp, den wir zur Präsentation unseres Konzeptes genutzt haben, entstand aus einem alten LCD-Bildschirm, den wir in einer Recyclingtonne gefunden hatten“, erzählt Jason Zink, Technikexperte bei Bosch in Nordamerika und einer der Miterfinder des Virtual Visor.

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