Autokäufer meiden E-Fahrzeuge

Das Interesse an Elektrofahrzeugen steigt. Die Unsicherheit über Batterie und Lademöglichkeiten hält viele potenzielle Kunden aber am Ende von einem Kauf ab. Bild: BMW

| von Claas Berlin

Für mehr als ein Drittel dieser Kunden (36 Prozent) waren die empfundener Unsicherheit über Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Batterie sowie fehlenden Lademöglichkeiten das Hauptargument gegen den Kauf eines Stromers. 27 Prozent nennen die höheren Anschaffungskosten als Grund. Die Reichweite (16 Prozent) und mangelnde Modellauswahl (8 Prozent) spielen eine untergeordnete Rolle.

Als Pluspunkte nennen Interessierte und tatsächliche Käufer von E-Autos vor allem Fahreigenschaften wie die Beschleunigung – für ein Drittel ist dies der hauptsächliche Mehrwert. Auch Anreize wie Kaufprämien, Steuervorteile und kostenloses Parken (25 Prozent) sowie geringere Gesamtbetriebskosten (22 Prozent) fallen für die Befragten ins Gewicht.

„2020 könnte das Jahr der Elektromobilität werden“, sagt Andreas Tschiesner, Leiter der europäischen Automobilberatung von McKinsey und Co-Autor der Studie. „Die Ladeinfrastruktur wird massiv ausgebaut, die Batterie- und damit die Fahrzeugpreise sinken und die Hersteller strengen sich mit einer Modelloffensive an, um die strengen CO2-Vorgaben in der Europäischen Union einzuhalten.“

Nach Tschiesners Einschätzung müssten die Autohändler jedoch die größten Bedenken der Kunden – die Qualität der Batterien sowie die Frage nach den Lademöglichkeiten – ernst nehmen und vor Ort noch besser aufklären. Ohnehin sollten nach Meinung des Experten, E-Auto-Interessenten in den Verkaufsräumen anders angesprochen werden: Sie sind im Schnitt fünf Jahre jünger als Käufer von Verbrennern, wohnen eher in großen Städten und haben ein um 30 Prozent höheres Einkommen.

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