Modell der E-Maschine des Audi Q7 e-tron quattro

Audi ist in Deutschland führend bei Patenten für Elektroantriebe. Bild: Audi

| von Götz Fuchslocher

Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge 2019 insgesamt 660 Patentanmeldungen mit Wirkung allein für Deutschland angemeldet. Audi nimmt dabei Bezug auf eine Auswertung des Deutschen Patent- und Markenamtes und des Europäischen Patentamtes (EPA). Diese Anmeldungen würden sich nur auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb beziehen. Im Vergleich zu 2017 entspreche dies einer Steigerung von 42 Prozent. Man habe dabei mit 57 Patentanmeldungen für Plug-in-Hybride und die Modelle des vollelektrischen Audi e-tron den ersten Platz belegt . "Das zeigt den großen Innovationsgeist unserer Entwickler", sagt Roman Straßer, Leitung Entwicklung Leistungselektronik und Ladesysteme.

Für 2019 meldet der Hersteller über 1.200 Patentanmeldungen - mehr als drei an jedem Tag des Jahres. Entsprechend dem Wandel im gesellschaftlichen Bewusstsein würden sich die Themen und der Fokus der Patente ändern, teilt das Unternehmen mit. Hätten in früheren Jahren hauptsächlich Ideen und Erfindungen aus den Bereichen Fahrwerk, klassische Motortechnologie und Getriebe die Schwerpunkte gebildet, stünden aktuell Digitalisierung und Elektromobilität ganz oben. Insgesamt hält Audi eigenen Angaben zufolge derzeit weltweit rund 13.000 Patentfamilien, was etwa 23.000 Einzelpatenten und Patentanmeldungen enstpreche. Für die aufwendigen Prozeduren beschäftige man eigens spezialisierte Patentanwälte. „Wir sichern die Ideen und Erfindungen unserer Ingenieure und damit unseren ‚Vorsprung durch Technik‘“, erklärt Jama Askaryar, verantwortlicher Patentanwalt für Elektro- und Hybridantriebe.

Zu den Technik-Highlights aus dem Unternehmen zählt etwa der schnelllaufende permanente Allradantrieb quattro, den Audi nach drei Jahren Entwicklungszeit auf dem Genfer Salon 1980 im Ur-quattro präsentierte. Zu den jüngeren Patentanmeldungen aus dem Bereich Elektroantrieb zählt unter anderem das Verfahren zum Betreiben der Elektromaschinen des Audi e-tron, das zwei Audi-Ingenieuere erfunden haben. Ihre Funktion zur prädiktiven Bestromung der E-Maschinen über eine intelligente und innovative Leistungselektronik steigere die Fahrdynamik, gleichzeitig minimiere sie den Stromverbrauch, indem sie die gewünschten Fahrbefehle mitdenke und vorausahnend einleite.

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