Audi e-tron Production at the CO2-neutral plant of Audi Brussels

In neuen Batteriemodulen könnten künftig recycelte Materialien verbaut werden. Bild: Audi

| von Fabian Pertschy

Zusammen mit dem Recycling-Spezialisten Umicore wollen die Ingolstädter ab Januar die beiden Batterie-Rohstoffe aus gebrauchten Zellmodulen wiedergewinnen und in neue Batteriezellen einsetzen. Für das Closed-Loop-Pilotprojekt sollen zunächst alte Module aus Entwicklungsfahrzeugen des Modells E-Tron verwendet werden.

Das daraus gewonnene Kobalt und Nickel verarbeitet Umicore wieder zu sogenanntem Precursor- und Kathodenmaterial. Am Ende entstehen neue Batteriezellen, die recycelte Rohstoffe enthalten. „Ein geschlossener Kreislauf für Batterie-Rohstoffe ist technologisch ein großer Sprung. Wir sparen wertvolle Ressourcen und reduzieren CO2-Emissionen“, sagt Bernd Martens, Audi-Vorstand für Beschaffung und IT.

Audi hat für sich den Anspruch formuliert, bei der Entwicklung und dem Bau von vollelektrischen E-Autos ressourceneffizient zu wirtschaften. „Das schließt die Beschäftigung mit dem sogenannten „end of life“ ebenso ein wie eine ressourcenschonende Entwicklung unserer Produkte“, so Martens. Perspektivisch will die Volkswagen-Marke weitere Recyclingkompetenzen aufbauen.