Audi networks with traffic lights in Europe

Mit Hilfe eines neuen Services sollen Audi-Fahrer künftig auf der grünen Welle surfen können. Bild: Audi

| von Pascal Nagel

Über den Service „Ampelinformation” wird dem Fahrer im Cockpit angezeigt, mit welcher Geschwindigkeit er die nächste Grünphase erwischt (GLOSA –Green Light Optimized Speed Advisory). Sollte das unter geltendem Tempolimit nicht möglich sein, zählt ein Countdown die Zeit bis zur nächsten Grünphase runter (Time-to-Green).

„Mit dem Dienst Ampelinformation ist der Fahrer souveräner unterwegs: Er fährt entspannter und effizienter, weil er auch hunderte Meter vor der Ampel weiß, ob er sie bei Grün erreicht“, sagt Andre Hainzlmaier, Leiter Entwicklung Apps, Connected Services und Smart City bei Audi. „In Zukunft können die anonymisierten Daten unserer Autos dabei helfen, Ampeln in Städten besser zu schalten und den Verkehrsfluss zu optimieren.“ 

Der Dienst wird zunächst in Ingolstadt in ausgewählten Fahrzeugen des Modelljahrs 2020 verfügbar sein. Weitere Städte in Europa sollen im kommenden Jahr folgen. In den USA ist der Dienst bereits seit Ende 2016 verfügbar.

Die zeitliche Verzögerung der Einführung liegt in der unterschiedlichen Infrastruktur in den USA und Europa begründet. „Während urbane Ampelsysteme dort großflächig und einheitlich geplant wurden, hat sich die Verkehrsinfrastruktur in Europa eher lokal und dezentral entwickelt – mit sehr unterschiedlicher Verkehrstechnik“, erklärt Hainzlmaier. 

In Zukunft sind auf Basis des Dienstes noch weitere Szenarien denkbar, etwa das Einbinden der „Grünen Welle“ in die optimale Routenführung. Auch möglich: Audi e-tron-Modelle nutzen beim Ausrollen an der roten Ampel verstärkt die Bremsenergie zum Laden der Batterie. Gekoppelt mit der prädiktiven Adaptive Cruise Control (pACC) könnten die Autos vor der roten Ampel sogar automatisch abbremsen.

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