| von Gert Reiling

Wie digitale Signalverarbeitung störungsfreie Kommunikation im Auto auch bei hoher Geschwindigkeit möglich macht, demonstriert Peiker auf der IAA.

Egal, ob bei geöffneten Fenstern oder bei 160 km/h auf der Autobahn – jeder kennt die vielen Geräusche, die uns im Fahrzeug begegnen. Was uns aus Gewohnheit meist kaum noch auffällt, wird spätestens dann zur Herausforderung, wenn wir im Fahrzeug über eine Freisprecheinrichtung telefonieren wollen.  Damit die Sprachqualität beim Telefonieren im Fahrzeug erhalten bleibt, rückt man den äußeren akustischen Einflüssen mit der digitalen Signalverarbeitung zu Leibe.

Zu unterscheiden sind dabei zwei Arten von Störgeräuschen: Nicht stationäre Störquellen, wie beispielsweise entgegenkommende Fahrzeuge, können durch das so genannte „Beamforming“ herausgefiltert werden. Dabei bestimmen mehrere Mikrofone die Positionen der Störgeräusche.

Alle Signale werden im Hinblick auf ihre Laufzeiten und Zeitverschiebungen gemessen. So kann bestimmt werden, wo sich der Sprecher im Fahrzeug befindet. Auf diese Weise kann die Sprache von den Umgebungsgeräuschen unterschieden werden. Selbst ein Einmischen des Beifahrers oder auf der Rückbank sitzender Mitfahrer in die Unterhaltung wird erkannt.

Stationäre Störgeräusche, wie Motoren-, Reifen- oder Lüftergeräusche, können hingegen durch das Verfahren der Störgeräuschreduktion so geschickt unterdrückt werden, dass die Stimme des Fahrers dennoch weiterhin natürlich klingt.

Das System lässt sich  ohne Umprogrammierung auf nahezu jedes Fahrzeug anwenden, egal ob es sich um einen weniger gut gedämmten Kleinwagen oder eine Luxuslimousine handelt. Die Software erkennt die Umgebungsakustik und passt sich, dank mehrerer Mikrofone, den räumlichen Voraussetzungen des Wagens an. Diese Art der Kommunikationstechnik ist bereits bei einem amerikanischen Großkunden im Einsatz und sorgt weiterhin für Nachfrage von Seiten anderer Automobilisten.

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