| von Gert Reiling

Der ADAC hat in einer Untersuchung festgestellt, dass bei einem Frontalaufprall vor allem Frauen, kleine und leichte Personen sowie ältere Menschen höheren Verletzungsrisiken ausgesetzt sind. An solchen individuellen und adaptiven Schutzlösungen arbeitet TRW uner anderem bei den Airbags.

Derzeit entwickelt das Unternehmen im Technologiecenter für Insassenschutzsysteme in Alfdorf bei Stuttgart eine neue Generation seiner adaptiven Beifahrer-Front-Airbags, die ihr Volumen und ihre Form bei einem Unfall auf Basis von Sensordaten an die Insassengröße und andere Variablen wie Aufprallgeschwindigkeit, Sitzposition und Anschnallstatus anpassen. Das System soll 2013 in Serie gehen.

TRW arbeitet an der Entwicklung von Technologien, die sich automatisch an Variablen wie Sitzposition, Körpergröße und Fahrzeugverzögerung anpassen und die Insassen im Fall eines Unfalls bestmöglich schützen. So ist beispielsweise das aktive Entlüftungssystem „SAVe“ von TRW bereits in Serie.

Diese Technologie passt die Entfaltungscharakteristik des Airbags an die Sitzposition des Insassen an: Befindet sich die Person in der Nähe des Airbags, wenn dieser ausgelöst wird, wird ein Teil der Gase durch zusätzliche Abströmöffnungen aus dem Luftsack herausgeleitet, so dass der Airbag weicher und die Belastung für den Menschen verringert wird.

Ein weiteres Beispiel für eine adaptive Lösung von TRW ist der selbstadaptive Kraftbegrenzer. Die Lösung zur adaptiven Gurtkraftbegrenzung ist in der Mercedes-Benz E-Klasse in Serie gegangen. Das System passt die Gurtzugkraft individuell an Insassengröße und -gewicht an. Auf diese Weise erkennt die Technologie ohne den Einsatz von Sensoren unterschiedliche Insassen. Bei einem Unfall wird dann entsprechend der verschiedenen Personentypen jeweils eine geringere oder größere Gurtkraftbegrenzung angewendet.

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