Ladestecker an E-Auto

Die Zahl öffentlicher Ladepunkte für E-Autos hat deutlich zugenommen. Bild: has-to-be

| von Werner Beutnagel

Damit sind nach Verbandsangaben in den vergangenen sechs Monaten mehr als 5.300 Ladepunkte hinzugekommen, das entspricht einem Zuwachs von 19 Prozent. Zugleich betonte der BDEW, dass sich die Stromtankstellen aufgrund der weiterhin vergleichsweise niedrigen Zahl der E-Autos noch nicht rechneten.

"Die Energiewirtschaft ist mit dem Bau und Betrieb der Ladeinfrastruktur bisher massiv in Vorleistung gegangen", sagte BDEW-Chefin Kerstin Andreae. 80 Prozent der Ladepunkte würde von der Branche bereitgestellt. Es sei gut, dass dank staatlicher Förderung endlich mehr Elektrofahrzeuge auf die Straße kämen. "Dieser aktuelle Impuls darf aber nicht verpuffen, sondern muss Initialzündung dafür sein, die Elektromobilität in die Breite zu tragen", mahnte sie.

Einer Hochrechnung des BDEW zufolge sind rund 240.000 vollelektrische Fahrzeuge und 200.000 Plug-In-Hybride zugelassen. Damit kommen rund 13 E-Autos auf einen Ladepunkt. Für eine wirtschaftliche Auslastung der rund 33.100 Ladepunkte seien aber mindestens 550.000 vollelektrische Fahrzeuge erforderlich, hieß es beim Verband.

"Wir sehen daher die Notwendigkeit, auf einem Elektromobilitätsgipfel alle Themen zu besprechen, die für den Erfolg der E-Mobilität entscheidend sind - also neben dem Thema Ladeinfrastruktur vor allem auch die Frage, wie die Zahl der E-Autos auf den Straßen weiter gesteigert werden kann", sagte Andreae.

Ein Spitzengespräch zum Thema Ladesäulen ist nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums in Planung. Die Autobranche hatte zuletzt einen Gipfel gefordert, bei dem neben Bund, Ländern und Kommunen auch Gebäudewirtschaft, Mineralölfirmen, Parkhausbetreiber und Flughäfen am Tisch sitzen sollten.

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