Volkswagen zeigt multivariable Transportkapseln
| von Yannick Tiedemann

Bisher noch Fiktion, doch mit Chance auf eine reale Zukunft, nennt Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) seine elektrisch angetriebenen, autonom fahrenden Pods, die der Autobauer auf der Hannover Messe 2019 dem Fachpublikum präsentiert. Einmal realisiert, sollen die Transportkapseln „on demand“ dort auftauchen, wo sie gebraucht werden.

Ähnlich wie der von Rinspeed im vergangenen Jahr präsentierte Snap sollen die VW-Transporter über multivariabel einsetzbare Hüllen je nach Einsatzzweck verfügen. So können die Pods zu einer mobilen Arztpraxis, autonomen Café-Kapsel oder fahrbaren Ladesäule umfunktioniert werden.

„Wir öffnen in Hannover ein Fenster in die Zukunft der Mobilität“, so Alexander Hitzinger, Vorstand für den Bereich Technische Entwicklung von Volkswagen Nutzfahrzeuge. „Als Hersteller präsentieren wir mit den PODs neue Wege und Technologien und schaffen damit eine Diskussionsgrundlage, um die Welt von morgen zu gestalten.“

Für die technologische Basis will der hannoveranische Nutzfahrzeughersteller auf die Kompetenz in der Modularisierung von Fahrzeugen zurückgreifen. So sollen beispielsweise neue Plattformen für den Ausbau von mobilen Räumen (Modulare Ausbauplattform / MAP) oder zur Automatisierung von Geschäftsprozessen (Servicemobil-Betriebsplattform / MBP) geschaffen werden.

VWN will sich so in einer Mobilität der Zukunft in einer neuen Rolle als Business-Partner wiederfinden, nicht als klassischer Autobauer. So wolle Volkswagen die Pods nicht selbst betreiben, sondern die Hard- und Software der Fahrzeuge anbieten. Daher sei es ebenso zweitrangig, wie die Kapseln später aussehen werden, so der OEM. Antriebsseitig sollen die Transportkapseln auf dem Modularen Elektro-Baukasten (MEB) basieren.