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Bisher hat Uber bei der korrekten Angabe der Fahreridentität vornehmlich auf das Kundenfeedback vertraut. Nun führt das Unternehmen eine Echtzeit-Überprüfung ein. Bild: Uber

| von Fabian Pertschy

Der „Real Time ID Check“ des Mobilitätsdienstleisters Uber ist ab sofort auch in Deutschland verfügbar. Das Unternehmen reagiert mit dieser Echtzeit-Überprüfung der Fahrer auf die regulatorische Bestimmung, dass nur an Fahrer mit gültigem Personenbeförderungsschein vermittelt werden darf.

Die Uber-App fordert Fahrer künftig von Zeit zu Zeit auf, an einem sicheren Ort zu halten und ein Selbstportrait aufzunehmen. Dieses wird mit dem verifizierten Profilbild des Kontoinhabers abgeglichen. Die Verifizierung kann sowohl beim Anmelden in der App als auch zwischen einzelnen Fahrten erfolgen.

Sollten die Bilder nicht übereinstimmen oder konnte die Verifizierung nicht erfolgreich durchgeführt werden, wird das Fahrerkonto gesperrt und anschließend untersucht. Zum Schutz der Privatsphäre können die Fahrer auswählen, ob eine automatisierte Prüfung anhand biometrischer Daten oder eine Online-Überprüfung durch einen Service-Mitarbeiter erfolgen soll.

Falls Fahrgäste eine mutmaßliche Abweichung zwischen Fahrer und Profilbild melden, wird zusätzlich zum unregelmäßig erfolgenden ID-Check eine automatische Überprüfung erfolgen. „Real Time ID Check“ ergänzt damit bestehende Sicherheitsfunktionen wie „Check Your Ride“, bei welcher Fahrgäste erinnert werden, das Kennzeichen abzugleichen und „Uber Bike Lane Alerts“, bei der vor eventuell vorbeifahrenden Radfahrern am Zielort gewarnt wird.