Das Kirchheim-Projekt

Die Mobilitätsplattform Uber testet ihr Angebot im ländlichen Raum bei München. Bild: Uber

| von Fabian Pertschy

In enger Abstimmung mit der Gemeinde Kirchheim bei München startet Uber ein erstes Pilotprojekt im ländlichen Raum, das mindestens drei Monate andauern soll. „Uber kann eine gute Alternative zur individuellen Einzelnutzung des PKW sein, weil einen solchen Service in der Regel pro Fahrt mehr als eine Person nutzt”, erklärt Bürgermeister Maximilian Böltl die Beweggründe der Zusammenarbeit. Als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr kann der Mobilitätsservice seiner Ansicht nach verschiedenartig genutzt werden, um etwa die Älteren zum Facharzt oder die Jüngeren von einer Partynacht in München nach Hause zu transportieren.

In der Testphase sollen für die Nutzer zwei Festpreise gelten: Innerhalb der Ortschaften von Kirchheim und Heimstetten zahlen Nutzer fünf Euro pro Fahrt. Eingeschlossen sind dabei auch Fahrten nach und von Aschheim, Feldkirchen, Poing und Pliening. Zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens, sollen Fahrten ins und aus dem Stadtzentrum von München pauschal 15 Euro kosten. Uber will auf diese Weise den öffentlichen Nahverkehr ergänzen, der in Tagesrand- und Nachtzeiten geringer getaktet ist.  „Das Kirchheim-Projekt hat auch für Uber absoluten Modell-Charakter. Gerade im Umland der Metropolen oder in ländlichen Gebieten gibt es für die Menschen kaum Alternativen zum eigenen Auto“, erklärt Christoph Weigler, General Manager von Uber Deutschland.

Mit dem Pilotprojekt will Uber verstehen, wie On-Demand-Leistungen in spärlicher besiedelten Regionen und unter den Herausforderungen des deutschen Rechtsrahmens funktionieren können, führt Weigler weiter aus. Wie in allen anderen deutschen Städten arbeitet Uber dabei ausschließlich mit lizenzierten Mietwagenunternehmen zusammen. Alle Fahrten seien vollständig versichert und würden von professionellen Fahrern durchgeführt. Die Festpreise können von den Nutzern bereits vor der Fahrt eingesehen werden und auch alle weiteren Features der App seien verfügbar.

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