Autobahn-Impression bei Nacht

Die Vision des Forschungsvorhabens ist es, dass fahrerlose Autos von der Autobahn über urbane Straßen gesichert bis ins Parkhaus gelangen.

| von Götz Fuchslocher

Die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) hat den Startschuss für das Forschungsvorhaben „IN2Lab“ gegeben, das ein Testfeld für automatisierte und vernetzte Fahrfunktionen etablieren soll. Es verbindet die Autobahn-Anschlussstelle Ingolstadt-Süd mit dem künftigen Technologiepark IN-Campus. Die Vision dabei lautet: Fahrerlose Autos fahren von der Autobahn über urbane Straßen bis ins Parkhaus – und zwar gesichert.

Ziel des auf drei Jahre angelegten Forschungsvorhabens ist es, ein Absicherungssystem für das automatisierte Fahren zu entwickeln. Dazu wird die Infrastruktur der Straße mit Sensoren, Kommunikationsmodulen und IT ausgestattet und eine Leitstelle aufgebaut. Dieses System liefert laut THI dann Daten, welche die Umfeldwahrnehmung der Fahrzeuge erweitern. Als unabhängige Quelle bestätigen etwa die Sensoren die fahrzeugeigenen Daten und sichern somit die automatisierten Fahrfunktionen ab. Diese Testvariante ergänzt die bisherigen Methoden – von Simulationen und Labortests bis hin zu kontrollierten Fahrversuchen – um die Erprobung im Realverkehr, die finale Entwicklungsstufe.

Karte zur Straßenführung des IN2Lab-Testfelds der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI)
Straßenführung des IN2Lab-Testfelds am Auwaldsee in Ingolstadt. Bild: THI

Mit dem Testfeld erweitert die THI die bestehenden Indoor- und Outdoor-Versuchsanlagen von CARISSMA, dem Forschungs- und Testzentrum für Fahrzeugsicherheit. Dabei liefert die Infrastruktur die technische Basis für ein Innovationslabor, das künftig auch anderen Forschungseinrichtungen, Startups und Unternehmen offensteht. IN2Lab wird im Bayerischen Verbundforschungsprogramm (BayVFP) Förderlinie Digitalisierung mit 1,94 Mio. Euro gefördert.

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