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Tesla konnte in der aktuellen CCI-Studie sein starkes Ergebnis aus dem Vorjahr nicht bestätigen. Bild: Tesla Motors

| von Werner Beutnagel
 

Der Elektroauto-Pionier Tesla hat nicht nur Probleme mit der Produktion von Batterien und seinem neuen Model 3, sondern auch mit Innovationen. Das Vorzeigeunternehmen von Elon Musk hat im vergangenen Jahr 58 Prozent an Innovationskraft eingebüßt. Der Volkswagen-Konzern bleibt dagegen trotz Dieselskandal und ebenfalls weniger Neuentwicklungen der Autohersteller, der mit Abstand die meisten Innovationen weltweit in Serie bringt. Das ist das Ergebnis der Connected-Car-Innovation-Studie 2018 (Link zur Studie) des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach und carIT.

Die Studie unter Leitung des Automobilexperten Prof. Stefan Bratzel hat alle Innovationen erfasst, die die 19 globalen Autohersteller 2017 auf den Markt gebracht haben. Ausgewertet wurden 543 Connected Car-Innovationen, also Neuheiten im Bereich Vernetzung, Assistenz- und Sicherheitssysteme, Bedien- und Anzeigekonzepte. Darunter fielen 2017 53,6 Prozent aller Neuerungen der Hersteller. Damit sind Connected-Car-Innovationen im Auto inzwischen genauso wichtig wie Innovationen im Bereich Antriebs- und Fahrzeugtechnik. 2010 lag der Anteil von Neuerungen aus dem Bereich Connected Car erst bei 29 Prozent.

Tesla ist im Vergleich zum Vorjahr von Rang drei auf sechs zurückgefallen, der Indexwert für Innovationen sank von 69 auf 29 Punkte. „Tesla ist über die Autobranche eingebrochen wie ein Tornado, auch in Sachen Innovationen im Connected Car. Nun muss das Enfant Terrible der Mobilität jedoch erst einmal nachweisen, dass seine zahlreichen Ankündigungen nicht nur leere Versprechungen bleiben“, sagt Prof. Bratzel.

Zwar hat auch die Innovationskraft des VW-Konzerns gelitten, der Indexwert für die Innovationsstärke sank von 134 auf 95, doch damit liegt Volkswagen weltweit weiterhin an der Spitze. Innovationsstärkste Konzernmarke ist mit Abstand Audi, weit vor Porsche und VW. Stark verbessert zeigt sich BMW: Die Bayern verdoppelten ihren Indexwert von 35 auf 70 und schoben sich damit von Rang vier auf zwei. BMW verdrängte den Vorjahreszweiten Daimler auf den dritten Rang. Daimlers Index-Wert verschlechterte sich von 84 auf 52 Punkte.

Noch zu den Top-Performern zählt Prof. Bratzel den japanischen Autobauer Toyota, der sich von Rang 14 auf vier verbesserte. Der Indexwert stieg von 16 auf 40 Punkte. „Toyota hat sich lange Zeit auf den Antriebssektor fokussiert – vielleicht viel zu lange“, sagt Studienleiter Bratzel. Doch dank seiner Marktmacht und wiederentdeckten Innovationskraft habe das Unternehmen die Chance, „verlorenen Boden schnell wiedergutzumachen“. Hinter Toyota folgen der Hersteller Ford, der sich von Platz neun auf fünf verbessern konnte (Indexwert: 30), und Tesla auf Rang sechs (29).

Die Ergebnisse der Connected-Car-Innovation-Studie 2018 werden darüber hinaus auf dem diesjährigen carIT-Kongress 2018 im Rahmen der IAA in Hannover diskutiert. Weitere Informationen zum Branchengipfel zur Future Mobility finden Sie unter www.car-it.com/kongress.