Neue Technologien kurbeln Autoindustrie an
| von Pascal Nagel

Der weltweite Umsatz der Automobilindustrie dürfte sich nach Schätzungen von McKinsey bis 2030 von derzeit 3,5 Billionen auf dann 6,7 Billionen Dollar im Jahr nahezu verdoppeln. Allerdings werde aller Voraussicht nach nicht der traditionelle Fahrzeugverkauf der Motor dieser Entwicklung sein: Einer zufolge, werde bis 2030 bereits ein Viertel des Gesamtumsatzes mit neuen Mobilitätsangeboten und Konnektivitätsdiensten erzielt. Das jährliche Umsatzwachstum aus dem Fahrzeugverkauf werde sich allerdings auf rund zwei Prozent halbieren.

„Die Umbrüche in der Automobilindustrie sind heute schon spürbar“, sagt Detlev Mohr, Leiter der europäischen Automobilberatung bei McKinsey. „Vernetztes Fahren, die Elektrifizierung des Antriebs und neue Mobilitätskonzepte stellen die traditionellen Autohersteller vor neue Herausforderungen. Unsere Studie zeigt jedoch, dass sich das Branchenwachstum insgesamt noch beschleunigen kann – vor allem durch neue Geschäftsfelder wie Carsharing und Infotainmentangebote im Auto. Noch ist nicht entschieden, in welchem Maße sich traditionelle Hersteller oder neue Anbieter diese zusätzlichen Erlöse sichern können.“

Die Trends, die die Autoindustrie bis 2030 prägen werden, sind laut McKinsey vor allem das autonome Fahren, neue Mobilitätsangebote und die E-Mobility. So gehen die Analysten davon aus, dass in knapp 15 Jahren rund 15 Prozent der Neuwagen vollständig autonom fahren werden. Zudem könnte bereits jedes zehnte verkaufte Fahrzeug in 2030 ein geteiltes Auto sein. Noch deutlicher sieht vermutlich der Anteil an alternativen Antrieben aus: Die Experten erwarten, dass bereits jedes zweite Neufahrzeug zumindest teilweise über einen elektrischen Antrieb verfügt.

 

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