| von Hilmar Dunker

Navteq will für seine Navigationsgeräte künftig auch dreidimensionale digitale Karten anbieten. Dazu stattet der zu Nokia gehörende Kartenanbieter seine Datensammelfahrzeuge mit neuer Technik aus.

Das wichtigste Element ist ein Lidarsystem (von: Light Detection and Ranging). Es ähnelt dem Radar, nur dass es zur Entfernungsmessung keine Funkwellen, sondern Lichtimpulse einsetzt.

Das System sendet einen solchen Lichtimpuls aus und misst, wie lange es dauert, bis das Licht, das von einem Gegenstand reflektiert wird, wieder bei dem System ankommt.

Das Lidar besteht aus 64 rotierenden Lasern, die über 1,5 Millionen Datenpunkte pro Sekunde erfassen. Dabei sollen sie wichtige Merkmale wie die Durchfahrtshöhe von Brücken oder die Straßenbreite zentimetergenau vermessen.

Während die Laser die Umgebung abtasten, fotografieren Kameras die Straßen, um die Bilder der Straßenzüge in die Karten zu integrieren. GPS und inertiale Messeinheiten halten ständig die Position des Fahrzeugs fest und versehen die gesammelten Daten mit Geoinformationen.

In den USA sollen die Fahrzeuge demnächst mit der Datensammlung beginnen, Europa soll kurz darauf folgen. Im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum werden sie ab Ende 2010 unterwegs sein.

Anfang Dezember 2009 haben Microsoft und Navteq vereinbart, dass Navteq 3D-Kartendaten für Microsofts Angebot Bing Maps liefert. Auch Google sammelt seit einiger Zeit im Rahmen seines Angebotes Street View 3D-Daten.

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