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Der Fahrer eines Folge-Lkw soll mit Hilfe von Platooning entlastet werden. Bild: Hyundai

| von Fabian Pertschy

Auf einer für autonomes Fahren eingerichteten Schnellstraße in Korea hat Hyundai unter realen Verkehrsbedingungen das erste Platooning von Lastkraftwagen durchgeführt. Die Demonstration ist Teil eines vom Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr (MOLIT) Südkoreas initiierten Projekts, an dem neben Hyundai auch Behörden, Hochschulen und andere Unternehmen beteiligt sind.

Bei der Fahrt wurden unterschiedliche Funktionen demonstriert: Fahrzeugzugang, Ein- und Ausschalten der Platooning-Funktion durch andere Fahrzeuge, gleichzeitige Notbremsung und die Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikationstechnologie V2V (Vehicle to Vehicle). Aus Sicherheitsgründen betrug die Höchstgeschwindigkeit 60 km/h.

Das Platooning-Manöver wird eingeleitet, wenn sich der Lkw einem führenden Fahrzeug nähert und den Zugmodus aktiviert. Bei Aktivierung des Modus behält der hintere Lkw eine Distanz von 16,7 Metern bei, wobei die Echtzeit-Feinabstimmung auf der Beschleunigung und Verzögerung des führenden Fahrzeugs basiert. Der Fahrer muss weder Gas geben noch bremsen und profitiert zudem von einem automatischen Spurhalteassistenten.

Die Technologie soll auch Fahrzeuge berücksichtigen, die zwischen den Lastwagen ein- und ausscheren. Das proklamierte Ziel von Hyundai ist es, den Abstand noch weiter zu reduzieren und dem Fahrer zusätzliche Verkehrsinformationen zukommen zu lassen. Wenn ein Fahrzeug in die Kolonne hineinfährt, wird der Abstand automatisch auf mindestens 25 Meter vergrößert.

Das für den Test genutzte V2V-System soll demonstrieren, wie der Informationsaustausch die Kontrolle über Beschleunigung und Verzögerung verbessern kann. Zudem werden ADAS-Informationen (Advanced Driver Assistance System) von verschiedenen Sensoren wie Kameras und Radar integriert und ein Video vom führenden Lkw in das Cockpit des Nachfolgenden übertragen. So kann die Sichtbeschränkung des Fahrers im Folgefahrzeug beseitigt werden.

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