Gett

Nachdem eine vereinbarte Kooperation zwischen VW und Gett nicht wie geplant stattgefunden hat, zieht der Mobilitätsdienstleister den Autokonzern nun vor Gericht. Bild: Gett

| von Jonas Rosenberger

Konkret wirft Gett dem Autokonzern vor, sich nicht an bestehende Vereinbarungen gehalten zu haben. Auch die Tatsache, dass sich VW ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr an Finanzierungsrunden beteiligt habe, stößt Gett sauer auf. Das berichtet das Handelsblatt. Insgesamt verlange das Unternehmen einen dreistelligen Millionenbetrag als Entschädigung.

Im Sommer 2016 hatten die beiden Unternehmen eine Partnerschaft vereinbart, um im Bereich Ridesharing ein Gegengewicht zu den Platzhirschen Uber und Lyft aufzubauen. Dazu wollte VW Gett-Fahrer mit eigenen Fahrzeugen ausstatten und Gett seinen Dienst nach Deutschland bringen. 20 Prozent der Gett-Anteile wurden durch VW für 300 Millionen US-Dollar übernommen.

Ende 2018 schrieb Volkswagen seine Beteiligung an Gett jedoch fast vollständig ab. Zur Begründung hieß es, dass man nicht mehr daran glaube, dass sich mit dem Ridesharing-Unternehmen ein erfolgreiches Geschäft aufbauen lasse. Gett bezeichnete daraufhin die Übernahme der 20 Prozent als „Scheininvestement“.