Junge Erwachsene auf E-Rollern in urbaner Umgebung.

Die Generation Z wagt in Sachen Mobilität einen Spagat zwischen Intermodalität und Individualismus. Bild: Ford

| von Götz Fuchslocher

Die neue Studie Mobility Zeitgeist schreibt die Automotive Zeitgeist-Studien des Automobilherstellers fort, die von 2013 bis 2015 erschienen sind. Ford hat das unabhängige Zukunftsinstitut damit beauftragt, die Perspektive der Generation Z mit Blick auf gesellschaftlich relevante Fragestellungen zur Mobilität zu untersuchen.

Laut der Analyse sei Mobilität in der Zielgruppe der 18- bis 23-Jährigen heute gleichzusetzen mit Multimodalität, Flexibilität und Freiheit. Gleichzeitig bleibe aber das Auto höchst relevant. Die Werte der Gen Z seien komplex und durchaus ernst, so Julia Piskurek, zuständig für Mobilitätspartnerschaften und Innovation bei den Ford-Werken in Deutschland.„Interessant ist, dass Mobilität insgesamt einen sehr hohen Stellenwert in der Generation Z genießt. Mobil sein ist eine wichtige Grundlage für die Erfüllung ihrer Lebensziele und das Bedürfnis der Gen Z nach Freiheit und Flexibilität.

Mobilität soll zum Alltag und Lebensstil passen

Die Gen Z bedient sich der vielfältigen Möglichkeiten von Mobilität. Sie wählt ihre Fortbewegungsmittel danach aus, wie sie im jeweiligen Moment am besten in ihren Alltag passen“, erklärt Mobilitätsexperte Stefan Carsten vom Zukunftsinstitut. „Hier ist das Auto weiterhin sehr wichtig, aber es muss sich in einen aktiven, umweltbewussten Lebensstil integrieren.

Ebenso auschlaggebend seien für die Mehrheit die Mobilitätskosten insgesamt. Der Kauf eines Autos sei kein primäres Ziel der jüngeren Generation mehr. Denn das Auto an sich bleibe zugänglich. Die Gen Z nutze das Familienfahrzeug oder leihe sich ein Auto. Dieser generelle Stellenwert, den das Auto hier einnehme, sowie die Lebensziele der Gen Z, würden sich auch in ihren Anforderungen an ein Auto widerspiegeln, heißt es. Zwei Drittel stimmen laut Ford der Aussage zu, dass „gemeinsame Autofahrten mit Freunden Spaß machen“ (67 Prozent). Fast genauso viele seien sich jedoch einig, dass ein Auto in erster Linie praktisch und zweckmäßig sein müsse (64 Prozent) und möglichst variable Nutzungsmöglichkeiten durch die Gestaltung des Innenraumes bieten sollte (56 Prozent).

Nachhaltige Werte wie einen sozial verantwortungsvollen Lebens- und Konsumstil betrachten 58 Prozent der Befragten als wichtig. Insgesamt habe zudem grüne Mobilität einen hohen Stellenwert bei den jungen Erwachsenen: 63 Prozent der Gen Z halten hohe Umweltstandards, Ressourcen- und Klimaschutz für ein wichtiges Kriterium, damit Mobilität den Ansprüchen der Menschen künftig wirklich gerecht wird. Der Studie zufolge sagt jeder Zweite, ein umweltfreundliches Auto zu fahren, verleihe ein gutes Gefühl (51 Prozent) und man sei der Überzeugung, dass es mehr Anreize für die Produktion, den Kauf und die Nutzung umweltfreundlicher Elektroautos geben sollte (50 Prozent).

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