ADAC_Auto_Stadt

Der Verkehr in den Großstädten wird immer dichter. Das eigene Auto ist für die meisten Stadtbewohner jedoch nach wie vor das beliebteste Verkehrsmittel.

| von Claas Berlin

In einer Online-Umfrage hat der Verkehrsklub ADAC dazu 2.000 Bewohner in den 40 deutschen Städten ab 200.000 Einwohnern zur Mobilität in ihrer Stadt befragt. Laut Studie folgen auf das Privatauto die öffentlichen Verkehrsmittel mit knapp zwei Drittel und das Fahrrad. Die Nutzung des ÖPNV nimmt jedoch mit der Größe der Stadt zu. So ist der Anteil der ÖPNV-Nutzer in Städten mit mehr als einer Million Einwohner um 20 Prozentpunkte höher als in Städten mit 200.000 bis einer Million Einwohnern.

Auch das Sicherheitsgefühl bleibt in den Großstädten ein wichtiges Thema: Mit 55 Prozent sind die Autofahrer diejenige Gruppe, die sich auf den Straßen ihrer Stadt am sichersten fühlen. Von den Fußgängern bestätigt das jeder zweite. Bei den Radfahrern fühlt sich jedoch nicht mal jeder Fünfte sicher.

Als unzureichend wird von allen Verkehrsteilnehmern auch die gegenseitige Rücksichtnahme im städtischen Verkehr bewertet. Nur jeder fünfte Befragte empfindet die Situation in seiner Stadt als gut. Jede Nutzergruppe hat das Gefühl, dass für ihre Verkehrsart mehr getan werden sollte. Müssten sich die Befragten jedoch entscheiden, welche Verkehrsart besonders gefördert werden soll, wählen relativ gesehen die meisten U-Bahn, Bus und Straßenbahn.

Insgesamt sprechen sich 42 Prozent dafür aus, den vom Auto beanspruchten Platz in stärkerem Maß dem Fußgänger- und Radverkehr zukommen zu lassen. Unter denjenigen, die überwiegend mit dem Fahrrad in ihrer Stadt unterwegs sind, sind es sogar 69 Prozent, bei den überwiegend Autofahrenden nur gut jeder Vierte (27 Prozent).