Fahrzeugstudie U-Shift für den Personen- und Gütertransport

Das U-Shift ist mo­du­lar auf­ge­baut. So lassen sich be­lie­bi­ge Fahr­zeug­kap­seln mit ei­nem Dri­ve­board kom­bi­nie­ren. Bild: DLR

| von Claas Berlin

Der Fokus der Studie liegt auf der Trennung von Fahrzeug, Driveboard genannt, und den kapselförmigen Aufbauten für den Personen- oder Gütertransport. Die U-förmige Antriebseinheit beinhaltet alle Komponenten und Systeme, um autonom und elektrisch unterwegs zu sein. Für maximale Wirtschaftlichkeit ist das Driveboard möglichst rund um die Uhr in Betrieb. Die wesentlich günstiger zu fertigenden Kapseln lassen sich für eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten auslegen, beispielsweise als On-Demand-Shuttle, Hightech-Rufbus, als flexibles Verteilzentrum für Güter und Pakete oder als mobiles Verkaufsgeschäft.

Der U-Shift-Prototyp hat die Maße eines größeren Transporters. Das Driveboard fährt derzeit ferngesteuert und soll in Zukunft komplett autonom unterwegs sein. Sicherheit ist ein zentraler Aspekt in der Entwicklung. Die Personenkapsel ist mit sieben Sitzplätzen und einem Klappsitz ausgestattet. Für einen barrierefreien Einstieg sorgt eine große Tür mit integrierter Rampe. Die Cargokapsel bietet Platz für vier Europapaletten oder acht Gitterrollwagen.

„Mit dem modularen Konzept von U-Shift leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Transformation der Mobilität. Gerade für die Übernahme innovativer Konzepte durch die Automobilwirtschaft oder Logistik- und Mobilitätsdienstleister sind Prototypen extrem wichtig. Denn so können Forscher und zukünftige Nutzer die mobile Welt von morgen real erleben und verbessern“, sagt Karsten Lemmer, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr.

Mithilfe des Prototyps wollen die Forschenden erste Erfahrungen mit dem System sammeln, das die Kapseln aufnimmt und wieder absetzt. Sie stehen in engem Kontakt mit potenziellen Produzenten sowie Betreibern. Gleichzeitig führen sie Bürgergespräche, um so die Bedürfnisse und Wünsche für Einsatzszenarien von U-Shift und damit verbundene zukünftige Arbeitsplätze zu diskutieren.

Für das Jahr 2024 ist ein zweiter, voll automatisierter und rund 60 Stundenkilometer schnell fahrender Prototyp geplant. Mit ihm will das Entwicklerteam innovative Geschäftsfelder für Unternehmen im Kontext neuer Mobilitätsangebote untersuchen und bestehende Geschäftsfelder neu ausrichten, zum Beispiel in Pilotversuchen mit Firmen der Logistikbranche.

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