Vier Straßenbahnen stehen nebeneinander auf den Gleisen.

Aufgrund der Ansteckungsgefahr meiden viele Bürger den ÖPNV.

| von Fabian Pertschy

Das Verkehrskonzept in Deutschland besteht nicht erst seit der Klimadebatte aus einem Miteinander von Autos und ÖPNV. Schrittweise sollte der öffentliche Nahverkehr attraktiver werden, doch mit der Corona-Pandemie könnte er nun an Bedeutung verlieren. Dies ergibt eine Studie der Marktforschung Puls, die über 1.000 Autofahrer in Deutschland zu dem Thema befragt hat.

Autos und ÖPNV werden sich nach der Corona-Welle auf absehbare Zeit nicht in gleichem Maße ergänzen wie früher, so die Studienautoren. 43 Prozent der Befragten würden in Zukunft verstärkt Auto fahren, um vor Viren geschützt zu sein. Nur 13 Prozent geben an, aus Umweltgründen wieder zunehmend öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Temporär geringeres Verkehrsaufkommen

Ein Verkehrsinfarkt der Städte droht laut der Studie jedoch nicht: Die Pandemie hat für eine Verringerung der jährlichen Fahrleistung um 26 Prozent gesorgt. Allerdings dürfte dies zu großen Teilen dem Lockdown und Home-Office geschuldet und damit eher ein temporärer Effekt sein.

Mittelfristig geht somit das Auto als Gewinner aus der Corona-Krise hervor. „Um eine grüne Mobilitätswende einzuleiten, muss den Menschen Lust auf kundenorientiertes Miteinander von Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln gemacht werden“, kommentiert Puls-Geschäftsführer Konrad Weßner die Ergebnisse. Seiner Ansicht nach müssen die Verkehrsbetriebe mit neuen Tarif- und Hygienekonzepten fortan verstärkt um Kunden zu werben.

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