Deutsche meiden alternative Antriebe

Autofahrer in Deutschland können sich für die Elektromobilität noch nicht erwärmen. Bild: Nissan

| von Claas Berlin

Zwei Drittel der deutschen Autofahrer favorisieren nach wie vor Verbrennungsmotoren. Während das Interesse an Dieselmotoren im Vergleich zu 2014 um 35 Prozent abgenommen hat, konnten Benziner im gleichen Zeitraum um 40 Prozent zulegen. Aufgrund mangelnder Reichweite und des höheren Grundpreises würden sich nur 7 Prozent für ein reines Elektroauto entscheiden, so eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte.

Nach Angaben der Studienautoren sei in Großteil der Autointeressenten nicht bereit, Zusatzkosten für Elektroantriebe zu akzeptieren. Für eine andere große Zukunftstechnologie im Mobilitätsbereich, das autonome Fahren, gilt das Gleiche: Auch hier hätten es Hersteller schwer, die enormen Investitionskosten über den Verkaufspreis zu amortisieren.

„Deutsche Autokäufer wollen zukünftig Diesel meiden, doch scheint der Elektroantrieb noch weit entfernt von einem Durchbruch. Verbraucher aus Ländern wie Frankreich, Italien und Südkorea, insbesondere aber China sind da deutlich aufgeschlossener“, erklärt Thomas Schiller, Leiter Automotive bei Deloitte.

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