Kreuzende Schnellstraßen in urbaner Umgebung

Viele Deutsche erwarten eine Wende in der Mobilität der Zukunft, das eigene Verhalten möchte jedoch kaum jemand ändern.

| von Werner Beutnagel

Einen Wandel des eigenen Mobilitätsverhaltens prognostizieren die Befragten in 15 deutschen Großstädten jedoch deutlich weniger. Für die meisten bleibt das Auto das bevorzugte Verkehrsmittel. Ein Grund hierfür sei die Zeitersparnis: In Berlin komme das eigene Fahrzeug im Vergleich mit dem ÖPNV um 29 Prozent schneller ans Ziel, in Hamburg seien es sogar 39 Prozent, so die Studie. Gut einem Drittel der Befragten ist zudem der Besitz eines eigenen Fahrzeugs sehr wichtig. Besonders stark trifft dies auf Menschen in Duisburg, Essen und Dortmund zu, die gleichzeitig über die schlechteste ÖPNV-Anbindung verfügen.

Neue Mobilitätsangebote wie Carsharing, Ridepooling oder Scooter-Dienste sind 91 Prozent der Befragten bekannt, tatsächlich genutzt werden sie jedoch nur von 14,4 Prozent. Zwei Drittel gehen zudem davon aus, dass sich die Nutzung alternativer Verkehrsträger in den kommenden zehn Jahren nicht wesentlich ändern wird. Rund 89 Prozent der Befragten bewerten einen deutlich vergünstigten oder kostenfreien ÖPNV als positiv, für eine Klima-Steuer sprechen sich hingegen nur 24 Prozent aus.

Wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht, sehen 80 Prozent der Befragten die Politik in der Verantwortung, ihr Vertrauen sprechen ihr allerdings nur 29 Prozent aus. Damit steht die Politik jedoch aus Sicht der Konsumenten immer noch besser da als die Autobranche, die 56 Prozent in der Verantwortung sehen. Lösungen trauen der Branche jedoch nur sieben Prozent zu.

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