Bahn Schienennetz

Die Digitalisierung des Schienennetzes kostet sehr viel Geld. Der Bund und die Deutsche Bahn unterzeichneten am Dienstag (25. August) in Berlin eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung. Bild: Deutsche Bahn

| von Roswitha Maier

Dies kostet aber viel Geld. Die Bahn sei mit dem Bund über die Finanzierung im Gespräch, so Pofalla. Allein für die Digitalisierung des Bahnknoten Stuttgarts rechnet die Bahn mit Investitionen in Höhe von 462,5 Millionen Euro.

Die Region soll in Deutschland im Zuge des Bahnhofsprojekts Stuttgart 21 bis Ende 2025 der erste digitalisierte Bahnknoten in Deutschland werden. Der Bund und die Deutsche Bahn unterzeichneten am Dienstag in Berlin eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung. Die Züge sollen zuverlässiger und pünktlicher werden, außerdem sollen mehr Züge auf den Strecken fahren können.

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 sollen die Züge des Fern-, Regional- und S-Bahnverkehrs im Knoten Stuttgart auf einem mit digitaler Technik ausgerüsteten Netz fahren. Neben dem neuen Hauptbahnhof und weiteren Stationen sollen zunächst Strecken mit einem Umfang von mehr als 100 Kilometern mit digitalen Stellwerken, dem Zugsystem ETCS und hoch automatisiertem Fahrbetrieb ausgerüstet werden. "Allein auf der S-Bahn-Stammstrecke werden wir um 20 Prozent leistungsfähiger", so Pofalla.

Der Knoten Stuttgart ist eines von drei Pilotprojekten aus dem sogenannten Starterpaket Digitale Schiene Deutschland. Neben der Region Stuttgart werden auch die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main und die Trassen der transeuropäischen Verbindung Skandinavien-Mittelmeer mit der neuen europäischen Leit- und Sicherungstechnik ETCS und digitalen Stellwerken ausgestattet. Für die Digitalisierung der Schiene hat der Bund bisher rund vier Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.

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