Ein Mann schaut auf sein Smartphone während er ins Auto steigt

Die Corona-Pandemie hat den Carsharing-Markt in Aufruhr versetzt. Langfristig könnte er jedoch wieder wachsen. Bild: Your Now

| von Claas Berlin

Rund 2,3 Millionen Autofahrer sind hierzulande als Carsharing-Kunden registriert.
„Wir werden als Folge der Coronakrise einen Anbieterrückgang im ohnehin hart umkämpften Markt für Carsharing sehen“, analysiert Bernd Brauer, Head of Automotive Financial Services bei Consors Finanz. Die Studie zeigt zudem, dass in der Praxis noch verschiedene Hindernisse zu überwinden sind, damit der gesamte Markt den Weg aus der Nische findet.

Grundsätzlich sehen die befragten Autobesitzer weltweit finanzielle und ökologische Vorteile darin, sich ein Fahrzeug mit anderen zu teilen. Gewerbliches Carsharing finden jeweils rund 30 Prozent der Autobesitzer sinnvoll, weil es ihr Budget entlasten kann, die Umwelt schützt und es praktisch ist. In Deutschland ist der Umweltaspekt für etwa ein Viertel am wichtigsten. Sogar die Hälfte der Befragten weltweit würden die Argumente dazu motivieren, sich das Auto mit anderen Privatpersonen zu teilen.

Die Aufgeschlossenheit für Carsharing endet allerdings bei jedem zweiten Befragten, wenn es darum geht, das eigene Auto zur Verfügung zu stellen. Weltweit wären 51 Prozent der befragten Autobesitzer bereit, den eigenen Wagen an andere zu vermieten. In Deutschland sind es lediglich 30 Prozent. 62 Prozent fürchten, dass das Auto beschädigt wird, 38 Prozent begründen die Ablehnung damit, dass ihnen das eigene Auto zu kostbar ist und sie es daher nur alleine nutzen möchten.

Bei Fahrgemeinschaften zeigt sich ebenfalls, dass Autofahrer nach wie vor am liebsten selbstbestimmt unterwegs sind. 38 Prozent der jungen Autofahrer (18 bis 34 Jahre) und 46 Prozent der Generation 55 plus verzichten auf Mitfahrgelegenheiten, weil sie schlichtweg lieber selbst am Steuer sitzen möchten.

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