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„Wir arbeiten an einer eigenen Lösung und sind partnerschaftlich unterwegs“, sagte Bosch-CDO Bernd Heinrichs auf dem gestrigen carIT-Kongress in Hannover. Bild: Jonas Wresch

| von Yannick Tiedemann

Das bestätigte Boschs Chief Digital Officer Bernd Heinrichs am Dienstag auf dem carIT-Kongress im Rahmen der IAA in Hannover. Auf die Frage, ob auch Bosch wie VW, Mercedes und Konkurrent ZF einen sogenannten People Mover entwickelt, sagte Heinrichs: „Wir haben uns intensiv damit befasst. Der dominierende Mobilitätsbereich in den nächsten 15 Jahren wird Shared Mobility sein.“

Da Shared Mobility künftig der Bereich mit dem höchsten Umsatzpotential und der höchsten Nachfrage sei, werde auch Bosch beim Thema People Mover einsteigen. „Wir arbeiten an einer eigenen Lösung und sind partnerschaftlich unterwegs“, erklärte Heinrichs. „Da werden wir definitiv eine Rolle spielen“, so der Bosch-Manager.

Im Sommer kündigte der Zulieferer bereits eine Kooperation mit Daimler und Nvidia im Bereich des autonomen Fahrens und der People Mover an. In der zweiten Jahreshälfte 2019 soll eine erste autonome Testflotte, die auf Nvidias KI-Plattform Drive Pegasus zurückgreift, in einer kalifornischen Metropole an den Start gehen. Als Betreiber autonomer Shuttles und eines app-basierten Mobilitätsservices ist Daimler Mobility Services vorgesehen.

Auch Konkurrent ZF hat das Modell einer Partnerschaft gewählt und arbeitet bei der Entwicklung eines People Movers mit dem jungen Elektroautohersteller e.GO Mobile in Aachen zusammen, einer Ausgründung der RWTH Aachen. Das Gemeinschaftsunternehmen e.GO Mover startet 2019 in Aachen die Serienfertigung des People Movers. Im ersten Produktionsjahr sollen wenigstens 10.000 People Mover hergestellt werden. ZF und e.GO erwarten in den nächsten fünf bis sieben Jahren eine Nachfrage von rund einer Million solcher Fahrzeuge weltweit.

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