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BMW startet den Service ReachNow in Seattle. Bild: BMW

| von Pascal Nagel

BMW erweitert sein Carsharing-Portfolio und startet zunächst in der US-amerikanischen Stadt Seattle den Service „ReachNow“. Das Programm baut auf dem in Europa unter dem Namen „DriveNow“ erfolgreich betriebenen Geschäftsmodell auf. Der Dienst startet mit zunächst 370 Fahrzeugen der Marken BMW und MINI, 20 Prozent der Gesamtflotte sind Elektrofahrzeuge vom Typ BMW i3.

ReachNow umfasst etwa einen Zustellservice, bei dem das Fahrzeug auf Bestellung zum Kunden gebracht wird, sowie einen Chauffeur Service, bei dem das Auto inklusive Fahrer gebucht werden kann. Außerdem ermöglicht ReachNow CarSharing für geschlossene Nutzergruppen: Hierbei wird ein Pool an ReachNow Fahrzeugen etwa für Firmen oder Wohnanlagen exklusiv auf deren Gelände vorgehalten. Mit der Möglichkeit einer längerfristigen Vorausbuchung ist die Verfügbarkeit wie bei einem eigenen Auto sichergestellt. Vergleichbar mit Opels Peer-to-Peer-Carsharing  sollen künftig auch ReachNow-Nutzer ihren eigenen i3 oder MINI über den Dienst vermieten können. Kunden sollen dabei die Wahl haben, ob sie die Verfügbarkeit des Fahrzeuges auf eine Auswahl ihrer SocialMedia Kontakte beschränken wollen.

„Unsere Kunden erwarten unkomplizierte und schnelle Lösungen für ihre individuelle Mobilität, vor allem in Metropolregionen. Deshalb ergänzen wir unser klassisches Geschäftsmodell um zusätzliche Dienstleistungen, die den Menschen das mobile Leben in großen Städten leichter machen“, erklärt Peter Schwarzenbauer, Mitglied des Vorstands der BMW AG und unter anderem verantwortlich für After Sales und Mobilitätsdienstleistungen. „Ich freue mich sehr, dass wir mit der Gründung der Marke ReachNow unseren Kunden in Seattle „OnDemand-Mobility“ – also Mobilität auf Abruf – aus einer Hand anbieten können. Damit bauen wir auf unserem bereits in Europa sehr erfolgreichen Geschäftsmodell von DriveNow auf und heben es in den USA auf eine neue Stufe.“

Partner von ReachNow in den USA ist RideCell. Das in San Francisco ansässige Technologie-StartUp ist mit BMW i seit 2014 über eine Minderheitsbeteiligung von BMW i Ventures verbunden. Nun wird RideCell zum Systempartner von ReachNow und verantwortet die IT-Plattform und alle Kundenschnittstelllen, über die Reservierungen und Abrechnungen laufen. Noch im Jahr 2016 sollen ReachNow Kunden in den USA die ersten neuen Services buchen können. Neben Seattle soll ReachNow zukünftig auch in weiteren Städten der USA den Betrieb aufnehmen.