Bekanntheit von Auto-Abos ist noch gering

Die Bekanntheit von Abo-Angeboten für Fahrzeuge hält sich derzeit noch in Grenzen. Bekannter und Beliebter sind derweil Carsharing-Services. Bild: Mazda

| von Werner Beutnagel

Eine von Simon-Kucher & Partners im deutschen Markt durchgeführte Studie hat gezeigt, dass das Bewusstsein für Carsharing im Bereich der privaten Anbieter, zum Beispiel Drivy und SnappCar, mit 20 Prozent sehr gering ist. Bei knapp der Hälfte der Befragten sind jedoch private Mitfahrgelegenheiten wie Blablacar und Urbanes Sharing wie Car2Go und DriveNow bekannt. 60 Prozent würden solche Angebote grundsätzlich auch nutzen, jedoch das eigene Auto dafür nicht aufgeben. Als entscheidende Kriterien geben die Befragten vor allem Preis (27 Prozent) und Verfügbarkeit (21 Prozent) an, ein großes Angebot an individuellen Paketen und eine breite Modellauswahl und -ausstattung ist dagegen weniger wichtig. „Das Bewusstsein bei den Deutschen für die Vorteile von Carsharing und Urban Sharing muss noch Schritt für Schritt aufgebaut werden. Grundlegend dafür ist eine gut ausgebaute Infrastruktur“, kommentiert Antoine Weill, Partner in der globalen Automotive Pratice bei Simon-Kucher.

Unbekannter als Carsharing-Angebote sind derzeit noch Abo-Modelle für Fahrzeuge: 82 Prozent der Befragten kennen entsprechende Services nicht, während 59 Prozent diese nicht als Alternative zum Leasing sehen. „Viele Autonutzer schätzen die Flexibilität wie einen Fahrzeugwechsel nicht und stehen der nicht selbstbestimmten Versicherungskonditionen kritisch gegenüber“, sagt Matthias Riemer, Director in der globalen Automotive Practice bei Simon-Kucher. „Außerdem verwechseln sie Abo-Modelle auf den ersten Blick häufig mit Carsharing, so dass sich ihnen die Unterschiede, aber damit auch die Vorteile der beiden Mobilitätskonzepte nicht klar erschließen.“

Die Mehrheit der Befragten würde für ein Abo-Modell nicht mehr als 200 Euro pro Monat ausgeben wollen. Darüber hinaus zeigt nur etwa ein Drittel die Bereitschaft, für ein Abo-Modell mehr zu bezahlen als die aktuell anfallenden monatlichen Kosten für das eigene Fahrzeug. Grundsätzlich erwarten die Endkonsumenten, dass die Nutzung eines Abos eine Ersparnis zur Folge hat.

dpa/red

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