Audi networks with traffic lights in Europe

Das Konzept in Ingolstadt sieht vor, Fahrzeuge mit Ampelsystemen und Endgeräten von Fußgängern per 5G zu vernetzen. Bild: Audi

| von Werner Beutnagel

Das Ziel der Partnerschaft ist es, die Mobilität in der Stadt sicherer, digitaler und nachhaltiger zu gestalten. Den Bürgern soll mithilfe der 5G-Technologie mehr Sicherheit im Straßenverkehr, ein besserer Verkehrsfluss sowie digitale Echtzeit-Services geboten werden. Der Stadtrat der Stadt Ingolstadt hatte der Kooperation und einer Bewerbung als 5G-Modellregion bereits im Juli zugestimmt. „Die Kooperation im `Testfeld Ingolstadt` ist für uns ein Beitrag zur Sicherung qualifizierter Arbeitsplätze in unserer Stadt und unterstreicht unsere Bemühungen als Standort digitaler Mobilität. Wie bei allen Innovationen muss aber auch bei 5G die Bevölkerung eingebunden und über Technologie und Vorhaben aktiv informiert werden“, sagte Christian Lösel, Oberbürgermeister von Ingolstadt. 

Ein möglicher 5G-Anwendungsfall wären etwa vernetzte Signalanlagen an Verkehrskreuzungen, die mit Autos oder anderen Verkehrsteilnehmern anonymisierte Bewegungsdaten austauschen. So könnten Autofahrer oder Fahrzeuge schneller auf unvorhergesehene Bewegungen reagieren. Auch mobile 5G-Endgeräte von Fußgängern oder Radfahrern könnten in die Echtzeit-Kommunikation zwischen Infrastruktur und Auto integriert werden, sodass eine nahezu ganzheitliche Vernetzung aller Verkehrsteilnehmer erreicht wird. Außerdem könnte die Parkplatzsuche erleichtert und damit eine wesentliche Ursache erhöhten Verkehrsaufkommens reduziert werden. Den Verkehrsteilnehmern würden freie Parkplätze als Echtzeitinformation zugesendet, damit sie diese zielgenau ansteuern können.

Durch die deutlich höheren Bandbreiten und eine Reaktion des Netzes quasi in Echtzeit ist der künftige 5G-Mobilfunkstandard eine wesentliche technologische Grundlage für die Kommunikation zwischen Verkehrsteilnehmern, automatisiertes Fahren und die Anbindung des Internet of Things (IoT). Neben Audi sollen auch weitere örtliche Industrieunternehmen die 5G-Infrastruktur nutzen können. Um den Bürger die Anwendungsfelder zu erläutern und sie in den Prozess einzubinden, sei zudem eine Informationsveranstaltung der drei Partner geplant.

Autor: Fabian Pertschy

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