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Durch die Übernahme von Cypress Semiconductor festigt Infineon seine Stellung im Markt für Automotive-Halbleiter. Bild: Infineon

| von Werner Beutnagel

Die Übernahme sei ein richtungsweisender Schritt bei der Weiterentwicklung Infineons, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Reinhard Ploss. „Mit der Transaktion können wir unseren Kunden das umfassendste Portfolio für die Verbindung der realen mit der digitalen Welt anbieten. Damit erschließen wir große zusätzliche Wachstumspotenziale in den Bereichen Automobil, Industrie und Internet der Dinge.“

Cypress verfügt über ein Portfolio an Mikrocontrollern, sowie Software- und Connectivity-Komponenten, das das Angebot von Infineon in den Bereichen Leistungshalbleiter, Sensorik und Security ergänzen soll. Die Kombination beider Unternehmen soll unter anderem neue Lösungen für elektrische Antriebe, batteriebetriebene Geräte und Stromversorgung sowie IoT ermöglichen.

Bei Automobilhalbleitern biete das erweiterte Portfolio an Mikrocontrollern und NOR-Flash-Speichern großes Potenzial, insbesondere mit Blick auf deren wachsende Bedeutung für Fahrerassistenzsysteme und neue Elektronikarchitekturen im Fahrzeug, so die Unternehmen. Insbesondere bei Forschung und Entwicklung verfüge Cypress über eine starke Präsenz in den USA, von der auch Infineon profitieren möchte. Gemessen am pro-forma Umsatz von 10 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2018 steigt Infineon durch die Übernahme laut eigener Aussage zur Nummer acht unter den weltweiten Chip-Herstellern sowie zur Nummer eins im Automobilmarkt auf.