Einer der Ladepunkte beim Zulieferer Dräxlmaier am Stammsitz in Vilsbiburg.

Im Endausbau soll die Photovoltaikanlage fähig sein, täglich rund 350 Ladepunkte mit reiner Sonnenenergie zu versorgen. Bild: Dräxlmaier

| von Götz Fuchslocher

Als ein Schlüsselelement auf dem Weg hin zu einer nachhaltigeren Mobilität hat der Zulieferer Dräxlmaier in den Bau der derzeit größten Photovoltaikanlage mit angebundener Ladeinfrastruktur in Deutschland investiert. Mit einer Fläche von rund 7.000 Quadratmetern und 1,28 Megawatt Spitzenleistung ist die am Stammsitz des Unternehmens in Vilsbiburg installierte Photovoltaikanlage dem Unternehmen zufolge fähig, täglich rund 350 Ladepunkte mit reiner Sonnenenergie zu versorgen. So sollen sowohl elektrische Firmenfahrzeuge als auch Elektroautos von Mitarbeitern besonders umweltfreundlichen Strom beziehen können.

"Mit der Fertigstellung der neuen Photovoltaikanlage, die wir ohne Fördermittel realisiert haben, unterstützen wir aktiv die Attraktivität und Verbreitung der Elektromobilität, und haben damit zugleich einen wichtigen Mosaikstein zum Erreichen unserer ambitionierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt“, so Chairman Fritz Dräxlmaier im Rahmen der Inbetriebnahme. Er betonte dabei, dass die Mobilitätswende nur gelinge, wenn sich die Politik nachdrücklich und energisch für die Energiewende und die damit nötige Infrastruktur einsetze.

Das vom Generalunternehmen Hörmann installierte Solardach des Parkhauses am Standort Vilsbiburg verfügt über eine Dachkonstruktion aus transluzenten Photovoltaik-Elementen des Herstellers Solarwatt. Vor allem in den Sommermonaten werde die Sonneneinstrahlung auf ein angenehmes Maß reduziert, sodass sich die Innenräume von abgestellten Fahrzeugen weit weniger erwärmen. Auch im Winter rechne man mit zahlreichen Vorteilen, denn das Dach schütze abgestellte Fahrzeuge vor Wind und Schnee. Dadurch könne weitestgehend auf den Einsatz von Streusalz zur Sicherung der Verkehrswege verzichtet werden.

Wie Dräxlmaier betont, folge man dem Beispiel der Bundesregierung und habe sich dazu bekannt, bis 2050 klimaneutral zu sein. Die Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage in Vilsbiburg stehe demnach im Kontext des globalen Maßnahmenkatalogs des Unternehmens. „Allein durch die neue Anlage können jährlich rund 560 Tonnen CO2 eingespart werden. Dabei fließt der Strom nicht nur in die Akkus der parkenden Fahrzeuge, sondern wird auch für den allgemeinen Betrieb des Standorts genutzt", sagt Fritz Dräxlmaier.

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