Aston_Martin_Gaydon_Manufacturing1-jpg

Was europäische Werksschließungen betrifft, ist Aston Martin ein Nachzügler. Bild: Aston Martin

| von Fabian Pertschy

Die Corona-Pandemie betrifft inzwischen Unternehmen auf der ganzen Welt. carIT hat zusammengefasst, welche Produktionsstandorte betroffen sind und wie Hersteller und Zulieferer ansonsten auf die Corona-Krise reagieren. Mit Beginn des Monats April wird der Live-Ticker auf dem Schwesterportal automotiveIT fortgesetzt.

31.03.2020, 16:07 Uhr: VW verliert zwei Milliarden Euro pro Woche

Pro Woche verliert der Volkswagen-Konzern aktuell rund zwei Milliarden Euro, sagte dessen Chef Herbert Diess in einem Fernsehinterview dem ZDF. Das derzeit verlorengehende Geld sei vor allem durch die hohen Fixkosten zu erklären. Das Kurzarbeitsprogramm der Bundesregierung verringert diese nur ein Stück weit.

31.03.2020, 16:00 Uhr: FCA kürzt die Gehälter

Fiat Chrysler Automobiles wird seinen Mitarbeitern in den Monaten April, Mai und Juni 20 Prozent der Löhne zurückhalten, um in Zeiten der Corona-Pandemie Geld zu sparen. Auch das Top-Management des Automobilkonzerns verzichtet auf Gehalt. CEO Mike Manley nimmt eine Gehaltskürzung von 50 Prozent vor. „Der Schutz der finanziellen Gesundheit des Unternehmens liegt in der Verantwortung aller und beginnt natürlich bei mir und der Führung der FCA“, sagt Mike Manley

31.03.2020, 15:50 Uhr: Werkzeughersteller beklagen Auftragsmangel

Fehlende Aufträge bereiten den Werkzeugherstellern große Sorgen, meldet der VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge und zieht die Prognose für 2020 zurück. „Insbesondere die Werksschließungen großer Kunden aus der Automobilindustrie wirken sich unmittelbar auf unsere Unternehmen aus“, sagt der Vorsitzende des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA, Stefan Zecha.

31.03.2020, 14:11 Uhr: BMW schickt 20.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit

BMW hat im März für knapp 20.000 Mitarbeiter Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit angemeldet. Die meisten von ihnen seien in den Werken Dingolfing, München, Regensburg und Leipzig beschäftigt, teilte eine Sprecherin mit. Der Autobauer hatte die Produktion in seinen europäischen Fabriken wegen der Corona-Krise bereits vor zwei Wochen gestoppt.

31.03.2020, 13:13 Uhr: Porsche verlängert Produktionsstopp

Die Werke des Sportwagenbauers Porsche bleiben wegen der Coronavirus-Pandemie mindestens auch kommende Woche geschlossen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage setze man die Produktion im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen sowie in Leipzig weiterhin aus, erklärte ein Sprecher. Es gebe nach wie vor Engpässe bei den globalen Lieferketten, die eine geordnete Produktion nicht zuließen.

31.03.2020, 12:56 Uhr: Es drohen Job-Verluste im Kfz-Handel

Die Autobranche hat die Politik angesichts der Coronavirus-Krise erneut dazu aufgefordert, betroffenen Autohändlern zu helfen. "Bundesweit steht der Automobilhandel derzeit vor massiven Problemen", heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Appell des Verbands der Automobilindustrie, des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller sowie des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. Demnach sollen Bund, Länder und Kommunen rasch handeln, um "Insolvenzen und Job-Verluste im Kfz-Handel abzuwenden".

31.03.2020, 12:34 Uhr: Leonie benötigt Staatshilfen

Dem kriselnden Autozulieferer und Kabelspezialist Leoni erschwert die Coronavirus-Pandemie neben dem Tagesgeschäft auch den geplanten strategischen Umbau. Der Verkauf der Kabelsparte liegt wegen der schlechten Bedingungen an den Finanzmärkten nun erst einmal auf Eis. Zudem braucht das Unternehmen laut Vorstandschef Aldo Kamper eine immense Finanzspritze vom Staat, um die aktuell schwierige Situation zu überstehen.

31.03.2020, 11:17 Uhr: VW-Chef sieht China als positives Vorbild

Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess will das Geschäftsjahr trotz der Corona-Krise noch nicht völlig abschreiben. Ob der Konzern seine Gewinnziele für 2020 erreiche, sei erst dann wirklich abzuschätzen, wenn die Dauer des Shutdowns abzusehen ist, so Diess. "Wenn man davon ausgeht, dass man die Krise ähnlich schnell behandelt wie China, dann kann man sicherlich auch mit einem blauen Auge davonkommen", sagte der VW-Chef in einem Podcast mit dem Journalisten Gabor Steingart.

31.03.2020, 11:09 Uhr: Continental-Aufsichtsratschef fordert Strategiewechsel

Gegenüber dem Portal capital.de hat Wolfgang Reitzle, Aufsichtsratschef von Continental und Linde, einen Strategiewechsel in der Corona-Krise gefordert. Die Produktion müsse spätestens Ende April wieder anlaufen. Zudem müsse bedacht werden, dass in der Hochlaufphase der Produktion einige Wochen reduzierter Leistungsfähigkeit der Lieferketten zu erwarten seien.

31.03.2020, 11:05 Uhr: Auch Porsche SE verschiebt Hauptversammlung

Auch die VW-Dachgesellschaft Porsche SE verschiebt ihre Hauptversammlung. Das Aktionärstreffen war eigentlich für den 19. Mai in Stuttgart geplant, nun werde abhängig vom Verlauf der Pandemie ein neuer Termin gesucht, teilte die Holding mit.

31.03.2020, 10:25 Uhr: Analysten schätzen Produktionsrückgang

Für den Fall, dass der Ausbruch des Coronavirus in zwei bis drei Monaten erfolgreich eingedämmt werden könne und sich die Wirtschaft danach nur schrittweise erhole, gehen die Experten des Beratungsunternehmens McKinsey von jeweils mehr als fünf Millionen weniger produzierten Autos in Europa und den USA aus. Das wäre in der EU ein Minus von 30 Prozent zu den ursprünglichen Schätzungen

31.03.2020, 08:50 Uhr: Pariser Autosalon wird abgesagt

Die internationale Automesse in Paris wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus nicht wie geplant stattfinden. Aufgrund der Pandemie müsse der Pariser Autosalon Mondial de l'Automobile "in seiner jetzigen Form" abgesagt werden, teilten die Veranstalter mit.

31.03.2020, 08:42 Uhr: Ford legt Pläne für Beatmungsgeräte vor

Ford will im Kampf gegen die Corona-Krise zusammen mit dem Industriekonzern General Electric (GE) 50.000 Beatmungsgeräte in 100 Tagen herstellen. Die Produktion soll am 20. April beginnen und mit rund 500 Beschäftigten in drei Schichten fast rund um die Uhr laufen. Die Unternehmen gehen davon aus, ab Anfang Juli eine Fertigungskapazität von 30.000 Geräten pro Monat zu erreichen.

30.03.2020, 17:45 Uhr: Brembo tätigt Millionenspende

Der Bremsenhersteller Brembo hat angekündigt, eine Million Euro an das Krankenhaus Papa Giovanni XXIII, die Stiftung FROM und das Institut Mario Negri zu spenden, um die Eindämmung des Coronavirus zu bekämpfen und dessen Folgen zu lindern. Die drei Institutionen sind in einem der am stärksten betroffenen Gebiete Italiens, in der Region Bergamo, tätig.

30.03.2020, 16:30 Uhr: Bewertung der Folgen spaltet die ITK-Branche

55 Prozent der Unternehmen in der ITK-Branche haben laut einer Bitkom-Studie negative Folgen der Corona-Krise festgestellt, 43 Prozent berichten, dass die Pandemie keine Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit habe. Lediglich 3 Prozent bemerkten einen positiven Effekt.

30.03.2020, 16:24 Uhr: OEMs verlängern Zwangspause

PSA und Fiat Chrysler Automobiles (FCA) werden ihre durch das Coronavirus verursachten Produktionsstillstände in Europa verlängern. Toyota kündigte ebenfalls an, dass die Aussetzung der Produktion voraussichtlich nicht vor der zweiten Aprilhälfte enden werde. Ursprünglich wollte PSA sein Motorenwerk Douvrin am 3. April wieder in Betrieb zu nehmen.

30.03.2020, 16:19 Uhr: Opel unterstützt die Händlerbetriebe

Auch Opel hat inzwischen Hilfen für seine Händlerbetriebe bekanntgegeben. Unter anderem gibt es Kostenreduktionen bei Neu- und Gebrauchtwagen, Erleichterungen bei den Standards und Verkaufsprogrammen sowie die Liquidität unterstützende Maßnahmen. Zudem soll der Online-Verkauf vorangetrieben und Aftersales-Kampagnen unterstützt werden.

30.03.2020, 15:58 Uhr: Autoindustrie droht Miliardenverlust

Die europäische Autoproduktion wird im März und April um 810.000 Einheiten niedriger liegen als ursprünglich angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Berylls für die Zeitschrift Auto Motor und Sport. Für die deutsche Produktion schlage ein Minus von rund 250.000 Fahrzeugen zu Buche.

30.03.2020, 15:43 Uhr: Direktvertrieb könnte von Corona-Krise profitieren

Die Coronakrise wird Autohersteller nach Einschätzung der Marktanalysten von Gartner dazu bringen, mehr Fahrzeuge direkt über das Internet zu verkaufen. Die größten Herausforderungen für den Direktvertrieb seien nicht technischer Art, sondern vielmehr die Veränderung der gewohnten Denkmuster in der Industrie, so Gartner-Experte Pedro Pacheco.

30.03.2020, 15:40 Uhr: Daimler will medizinisches Equipment drucken

Der Daimler-Konzern hat seine Unterstützung bei der Produktion von medizinischem Equipment angeboten. Mithilfe von 3D-Druckern könnten einzelne Bauteile gefertigt werden, die aufgrund der COVID-19-Pandemie in der Medizintechnik dringend benötigt werden.

30.03.2020, 15:18 Uhr: Magna zieht Prognose zurück

Magna hat seine Prognose für das Gesamtjahr 2020 ebenfalls zurückgezogen. Das Unternehmen strebt an, eine Neubeurteilung mit den Ergebnissen des ersten Quartals und Leitlinien zu einem späteren Zeitpunkt bereitzustellen. Im Gegensatz zu anderen Automotive-Unternehmen hat Magna jedoch bislang noch keine Pläne veröffentlicht, das eigene Geschäft über Kredite abzusichern.

30.03.2020, 15:02 Uhr: Leonie erwartet schlechteres Abschneiden

Der kriselnde Zulieferer Leoni rechnet für das laufende Jahr mit einem deutlich schlechteren Abschneiden als zuvor geplant. Bereits vor einer Woche hatten die Franken vor deutlichen Belastungen durch die Ausbreitung von Covid-19 gewarnt. Die tatsächlichen Belastungen durch die Pandemie seien derzeit nicht verlässlich in Zahlen zu fassen.

30.03.2020, 14:30 Uhr: Mitsubishi und Toyota pausieren in Thailand

Mitsubishi und Toyota haben angekündigt, ihre Aktivitäten in Thailand aufgrund der Corona-Pandemie ab April einzustellen. Bei Mitsubishi ist in drei Werken eine Pause vom 1. bis 26. April geplant, in den fünf örtlichen Toyota-Standorten sollen vom 7. bis 17. April die Bänder ruhen.

30.03.2020, 14:14 Uhr: Kurzarbeit wird drastisch zunehmen

Die Kurzarbeit in der deutschen Industrie wird nach Aussage des Ifo-Instituts bald drastisch steigen. 25,6 Prozent aller Firmen erwarten für die kommenden drei Monaten Kurzarbeit, wie das Institut im Ergebnis seiner jüngsten Konjunkturumfrage berichtet. Überdurchschnittlich betroffen sind die Schlüsselbranchen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33 Prozent) und Elektro (32 Prozent).

30.03.2020, 13:50 Uhr: GM muss Beatmungsgeräte produzieren

US-Präsident Donald Trump hat ein ursprünglich für Kriegszeiten gedachtes Gesetz angewendet, um den Autohersteller General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen. GM habe Zeit verschwendet und sein Versprechen, für das Land 40.000 Geräte zu produzieren, nicht erfüllt, begründete Trump die Entscheidung.

30.03.2020, 13:38 Uhr: Staatliche Hilfen kommen zu spät

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat die Sorge geäußert, dass die staatlichen Hilfen in der Corona-Krise "für manches Unternehmen zu spät" kommen könnten. Es sei fraglich, ob Behörden schnell genug mit der großen Anzahl an Anträge umgehen können, so VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Wenn die Hilfen erst in drei oder vier Wochen greifen, dann tue sich beim ein oder anderen Betrieb genau in diesem Zeitraum ein Liquiditätsengpass auf.

30.03.2020, 12:00 Uhr: Größte US-Automesse fällt dieses Jahr aus

Auch die größte US-Automesse in Detroit fällt dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Die Messe sollte 2020 erstmals im Juni stattfinden, nachdem in den vergangenen Jahren zum gewohnten Termin Mitte Januar die Besucher- und Ausstellerzahlen deutlich zurückgegangen waren.

30.03.2020, 11:42 Uhr: Corona-Krise könnte 100.000 Arbeitsplätze kosten

In der deutschen Autoindustrie droht durch die Corona-Krise der Verlust von mehr als 100.000 Arbeitsplätzen, so die Meinung von Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. Die Nachfrage dürfte dieses Jahr um 15 Prozent einbrechen. Nach den Erfahrungen aus der Finanzmarktkrise werde der Aufholprozess mehr als zehn Jahre dauern, schreibt der Professor in einer Studie, die der dpa vorliegt.

27.03.2020, 16:20 Uhr: Ford plant Wiedereröffnungen

Ford möchte ab dem 14. April einige Werke wieder hochfahren. Unter anderem betreffe dies US-amerikanische Standorte in Michigan und Kentucky, so der Konzern. Um Geld zu sparen, will der Autobauer zudem einige Zahlungen an Mitarbeiter und Manager verschieben. 300 Führungskräfte sollen 20 bis 50 Prozent ihrer Vergütung erst frühestens in fünf Monaten erhalten.

27.03.2020, 16:09 Uhr: Volkswagen verschiebt Hauptversammlung

Volkswagen hat entschieden, die ordentliche Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2019 zu verschieben. Die Gesundheit habe höchste Priorität, erklärt Konzernfinanzvorstand Frank Witter. „Daher werden wir für die am 7. Mai geplante Hauptversammlung einen neuen Termin suchen.“

27.03.2020, 16:05 Uhr: Faurecia beschließt neue Maßnahmen

Faurecia hat seine Prognose für 2020 zurückgezogen. Man habe zahlreiche eigene Produktionsstätten schließen müssen und werde dies auch in den Werken in Nord- und Südamerika tun, heißt es vom Zulieferer. Zudem hätten auch Kunden ihre Produktion zeitweise stillgelegt. Faurecia mit Hauptsitz in Nanterre bei Paris betonte aber, die Bilanz des Konzerns sei "sehr solide" und man habe verfügbare Kreditlinien über 900 Millionen Euro.

27.03.2020, 14:14 Uhr: Škoda verlängert Werksschließungen

Škoda verlängert die vorübergehende Schließung der Werke in Tschechien bis zum Morgen des 14. April. Dies geht aus einem Schreiben des Autobauers an die Mitarbeiter hervor, welches der dpa vorliegt. Die Beschäftigten sollen in der Zeit vom 30. März bis 14. April 75 Prozent ihres Durchschnittsverdiensts erhalten.

Hyundai
Nach den Schließungen in Tschechien und den USA trifft es bei Hyundai nun Werke in der Türkei und Russland. Bild: Hyundai

27.03.2020, 13:45 Uhr: Hyundai schließt türkisches und russisches Werk

Hyundai hat die Produktion in Russland und in der Türkei ausgesetzt. Das Werk im türkischen Izmit wurde mit heutiger Wirkung geschlossen, der Standort in St. Petersburg soll ab dem 29. März die Fertigung stoppen. Ein Wiederaufnahmetermin für die Produktion in der Türkei steht noch nicht fest, das Werk in St. Petersburg soll bereits am 3. April wieder hochfahren.

27.03.2020, 11:45 Uhr: Autoabsatz könnte um zwölf Prozent sinken

Laut der jüngsten Prognose des Marktanalysteunternehmens IHS wird der weltweite Absatz an Pkw in diesem Jahr aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent sinken. Dies entspricht einer Herabstufung von zehn Millionen Einheiten im Vergleich zu den IHS-Prognosen vor dem Ausbruch des Coronavirus im Januar.

27.03.2020, 10:14 Uhr: Bei Zahlungsrückständen drohen Insolvenzen

Bei den Fähigkeiten zur Bewältigung des Coronavirus gebe es deutliche Unterschiede zwischen Tier 1-Zulieferern sowie kleinen und mittleren Unternehmen, erklärt Thorsten Muschal, Leiter der Zuliefer-Lobbygemeinschaft CLEPA. Es sei wichtig sicherzustellen, dass jeder bezahlt, um die Lieferkette am Laufen zu halten, da die kleineren Unternehmen sonst in Konkurs gehen.

27.03.2020, 09:30 Uhr: PSA und FCA arbeiten weiter an Fusion

PSA und FCA arbeiten trotz der Herausforderungen, die sich durch den Ausbruch des Coronavirus ergeben, weiterhin mit Hochdruck an ihrer geplanten Fusion. In einem Bericht der Agence France-Presse (AFP) heißt es unter Berufung auf anonyme Quellen, dass Rechtsteams sich damit beschäftigen, die Genehmigung der Kartellbehörden zu erhalten, während Wirtschaftsprüfer und Finanzberater an den von der US-Börsenaufsichtsbehörde sowie der Exchange Commission geforderten Unterlagen arbeiten.

27.03.2020, 08:16 Uhr: Deutscher Autohandel geht in Kurzarbeit

Im deutschen Autohandel gibt es wegen der Corona-Krise nahezu flächendeckend Kurzarbeit. Rund 70 Prozent der Autohäuser und Kfz-Betriebe haben bereits Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen, so eine Meldung des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Für die Mitarbeiter im Verkauf hätten sogar 90 Prozent der Betriebe die Maßnahme beantragt.

26.03.2020, 16:51 Uhr: Daimler beantragt Kurzarbeit

Daimler beantragt wegen der massiven Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie Kurzarbeit. Die Maßnahme soll zunächst vom 6. bis zum 17. April gelten. Die Kurzarbeit betrifft einen Großteil der Produktion von Autos, Vans und Nutzfahrzeugen sowie ausgewählte Verwaltungsbereiche, teilte Daimler mit. Dringend benötigte Bereiche sowie die Arbeit an wichtigen Zukunftsprojekten blieben davon ausgenommen.

26.03.2020, 16:37 Uhr: Die Hannover Messe wird abgesagt

Die Hannover Messe kann dieses Jahr nicht stattfinden. Grund ist die zunehmend kritische Lage aufgrund der Covid-19-Pandemie und eine Untersagungsverfügung der Region Hannover. Ebenso abgesagt wird die CeBIT-Nachfolgeveranstaltung Twenty2X.

26.03.2020, 16:30 Uhr: Bosch entwickelt Schnelltest für Covid-19

Bosch unterstützt medizinische Einrichtungen wie Arztpraxen, Krankenhäuser, Labore oder Gesundheitszentren mit einem neuem Covid-19-Schnelltest, der innerhalb von zweieinhalb Stunden ein Ergebnis zu Tage fördern soll. Der vollautomatisierte Schnelltest soll ab April in Deutschland erhältlich sein, weitere europäische und außereuropäische Märkte sollen folgen.

26.03.2020, 16:15 Uhr: Brose zieht bei Schließungen nach

Zulieferer Brose stellt die Arbeit an den meisten europäischen Standorten ab Ende März weitgehend ein. Damit reagiert das Unternehmen auf den Auftragseinbruch durch die Produktionsstopps bei Kunden. Von den Regelungen ist ein Großteil der europäischen Werke betroffen, in Deutschland stehen alle Werke bis mindestens zum 19. April still. Betriebsvereinbarungen umfassen Kurzarbeit und Betriebsurlaub, die standortspezifisch ab dem 27. März umgesetzt werden.

26.03.2020, 13:14 Uhr: Mahle und Triumph kooperieren

Der Zulieferer Mahle und der Unterwäschehersteller Triumph arbeiten bei der Herstellung von Atemschutzmasken zusammen. Mahle liefert hierzu ein Filtermedium, das FFP3-tauglich ist und Viren abfängt. Triumph startet sofort mit der Produktion, die Belieferung erfolgt an behördliche Stellen.

26.03.2020, 12:30 Uhr: Volkswagen Nutzfahrzeuge hofft auf Produktionsstart

Volkswagen Nutzfahrzeuge arbeitet derzeit laut Vorstandschef Thomas Sedran „mit Hochdruck daran“, Produktion und Auslieferungen wieder schnell hochzufahren, „sobald die äußeren Umstände das wieder zulassen". Wie bei den anderen Volkswagen-Marken wurden die Werke für zunächst zwei Wochen geschlossen. Nahezu alle Servicepartner von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) arbeiten momentan weiter. Besonders für Polizei, Feuerwehr, Notärzte, aber auch für Pflegedienste seien einsatzfähige Fahrzeuge so wichtig wie lange nicht, erklärte das Unternehmen.

26.03.2020, 10:27 Uhr: Prevent nutzt Kapazitäten für Schutzbekleidung

Prevent will Deutschland mit Schutzkleidung beliefern. Die Zulieferer habe der Bundesregierung und dem Land Nordrhein-Westfalen die kurzfristige Lieferung von Schutzbekleidung für medizinisches Personal angeboten, teilte ein Unternehmenssprecher mit. "Konkret geht es um Kittel, Schutzmasken, Kopfbedeckungen und Schutzanzüge." Prevent stellt normalerweise unter anderem Sitzbezüge für Autos her. Die aus Bosnien-Herzegowina stammende Firma produziert nach eigenen Angaben bereits seit letzter Woche Schutzbekleidung im Auftrag der dortigen Regierung. "Bislang noch nicht ausgelastete Kapazitäten könnten nun aber auch für die Belieferung von deutschen Kliniken genutzt werden", heißt es. Prevent-Geschäftsführer Christian Becker rechnet mit einem baldigen Start der Lieferungen: "Wir könnten möglicherweise schon in der kommenden Woche sechsstellige Stückzahlen nach Deutschland liefern."

26.03.2020, 09:54 Uhr: VW verlängert Produktionsstopp in Tennessee

Volkswagen setzt die Produktion in seinem US-amerikanischen Werk im Bundesstaat Tennessee für eine weitere Woche aus. "Die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten bleibt unsere oberste Priorität", teilte Werksleiter Tom du Plessis mit. Alle Mitarbeiter würden vorerst weiter voll bezahlt. Das Unternehmen plant nach derzeitigem Stand, die Fabrik am 5. April wieder zu eröffnen.

25.03.2020, 15:31 Uhr: Gemeinschaftsproduktion in Russland wird unterbrochen

Die von PSA und Mitsubishi im russischen Kaluga betriebene Produktionsanlage stellt die Fertigung aller Peugeot-, Citroën- und Opel-PKW ab dem 1. April einstellen. Das Werk wird danach vom 6. bis 10. April einer vorzeitigen Urlaubsstilllegung erliegen. Mitsubishi-Modelle sollen hingegen weiter hergestellt werden, da die Lieferketten aus Japan bislang weitgehend unberührt bleiben.

25.03.2020, 15:08 Uhr: Paccar stellt gesamte Lkw-Produktion ein

Paccar, Hersteller von Lastwagen der Marken Kenworth, Peterbilt und DAF stellt vorrübergehend seine gesamte Lkw-Produktion ein. Nach Angaben des amerikanischen Unternehmens werden zunächst bis zum 6. April weder Motoren noch Fahrzeuge hergestellt. Danach werde entschieden, wie mit der Fertigung weiter verfahren wird. Betroffen sind Werke in Kanada, den USA und Mexiko sowie Brasilien.

25.03.2020, 14:26 Uhr: Renault verschiebt Hauptversammlung

Renault verschiebt wegen der Corona-Krise seine zunächst für den 24. April geplante Hauptversammlung. Es solle nun ein neuer Termin im Mai oder Juni gefunden werden, teilte der Hersteller in Boulogne-Billancourt bei Paris mit. Renault hatte zuvor aufgrund der Corona-Krise bis auf weiteres zwölf Fabriken in Frankreich mit rund 18.000 Beschäftigten geschlossen.

25.03.2020, 13:34 Uhr: Zahlreiche Produktionsstopps in Lateinamerika

Renault hat weitere Produktionsstopps in Lateinamerika vorgenommen. Betroffen sind rund 9.000 Mitarbeiter an Standorten in Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Chile. In Brasilien hat zudem HPE Automotive, ein Auftragsfertiger und Vertriebspartner von Mitsubishi und Suzuki rund 1.900 Mitarbeiter für 60 Tage beurlaubt, berichtet Automotive Business. Nissan unterbricht die Produktion in Mexiko vom 25. März bis zum 14. April.

Welche drastischen Auswirkungen die Verbreitung des Virus haben kann, konnte auf den asiatischen Märkten bereits beobachtet werden. Inzwischen sind durch die Corona-Pandemie Werke auf der ganzen Welt betroffen.

25.03.2020, 12:57 Uhr: Produktion verringert sich um 1,6 Millionen Einheiten

Weltweit verringert sich die Produktion nach Berechnungen des Beratungsunternehmens Berylls Strategy Advisors um knapp 1,6 Millionen Einheiten. „Das mag zunächst dramatisch klingen, tatsächlich fallen damit aber nicht einmal zwei Prozent der für 2020 angestrebten 88,3 Millionen Einheiten weg“, so Jan Burgard, geschäftsführender Partner bei Berylls Strategy Advisors. Positiv bewertet der Experte auch die Tatsache, dass die Fertigung in China nahezu überall wieder angelaufen ist. Das Interview mit Burgard können Sie hier nachlesen.

25.03.2020, 12:15 Uhr: Sixt verkleinert die Flotte

Sixt stemmt sich mit Kostensenkungen, herausgezögerten Investitionen und einer verkleinerten Flotte gegen die Folgen der Corona-Pandemie. Die Verschiebung von Investitionen sowie Einsparungen bei Personal- und Sachaufwendungen in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro sollen die Kostensituation deutlich verbessern. Zudem werde Sixt die eigene Flotte kurzfristig deutlich reduzieren, um entsprechende Kapazitäten und Liquidität freisetzen, so das Unternehmen.

25.03.2020, 12:10 Uhr: Deutsche Zulieferer produzieren Atemschutzmasken

ZF stellt laut einem Bericht der Automobilwoche seit Anfang März Atemschutzmasken in China her. Hierfür sei eine Maschine angeschafft worden, die täglich rund 90.000 bis 100.000 Stück fertigt. Ohne einen ausreichenden Vorrat hätte die Produktion eingestellt werden müssen, da das Tragen eines Mundschutzes für die rund 14.000 Mitarbeiter in den etwa 40 chinesischen Werken mittlerweile obligatorisch ist. Auch Zettl Automotive produziert laut dem Branchenmedium inzwischen Atemschutzmasken. Die bayrische Firma für Sitzbezüge produziert allerdings nicht für die Aufrechterhaltung des eigenen Betriebs, sondern im Auftrag der bayrischen Landesregierung.

25.03.2020, 11:54 Uhr: On-Demand-Mobilität für medizinisches Personal

Bis zum 19. April wird der „BerlKönig“, das On-Demand-Angebot von ViaVan und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), seinen regulären Betrieb einstellen und ausschließlich kostenlose Fahrten für medizinisches und pflegerisches Personal anbieten. Dies teilten die beteiligten Unternehmen mit. Das Angebot, für das sich Beschäftigte der entsprechenden Berufsgruppen bei der Registrierung als solche ausweisen müssen, konzentriere sich auf die Nachtstunden zwischen 21 Uhr und 5:30 Uhr. Für den Service werde zudem das Geschäftsgebiet erweitert, heißt es aus Berlin.

25.03.2020, 11:45 Uhr: Wiederaufnahme der Fahrzeugproduktion bei Magna

Magna Steyr evaluiert im täglichen Austausch mit seinen Kunden, zu welchem Zeitpunkt die ausgesetzte Produktion in Graz wiederaufgenommen werden kann. Wie das Unternehmen gegenüber carIT mitteilt, plane man zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine gestaffelte Wiederaufnahme der Produktion. „Entsprechend planen wir aktuell am 20. April 2020 den Produktionsstart für unsere Kunden BMW Group und JLR. Die Geländewagenproduktion soll in Abstimmung mit unserem Kunden wieder zeitnah anlaufen, wobei hier noch kein definitives Startdatum festgelegt ist“, so ein Unternehmenssprecher.

25.03.2020, 10:44 Uhr: Aston Martin stoppt über die Nacht die Produktion

Aston Martin hat die sofortige temporäre Schließung der eigenen Produktionsstandorte in Großbritannien bekanntgegeben. Die Fertigungspause soll nach jetzigem Erkenntnisstand bis zum 20. April anhalten. „Ich hoffe und glaube, dass der nationale Kampf gegen dieses schreckliche Virus erfolgreich sein wird. Wir werden sobald wir die Möglichkeit dazu haben, zu unseren normalen Aktivitäten zurückkehren“, erklärte CEO Andy Palmer.

24.03.2020, 16:28 Uhr: Ford schließt auch britische Motorenwerke

Ford legt die Motorenproduktion an den zwei britischen Standorten Dagenham und Bridgend vorerst auf Eis. Die Motorenwarke hatte der OEM ursprünglich von den europaweiten Stillegungen ausgenommen. Aufgrund der dramatischen Auswirkungen der Corona-Krise auf den europäischen Markt und in der Zulieferindustrie habe man beschlossen, einen Teil der Sommer-Stilllegungsperiode auf die Osterzeit zu verschieben, so der Hersteller.

24.03.2020, 16:24 Uhr: VW will 80.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken

Bei Volkswagen sollen wegen der Lieferprobleme und Absatzschwäche in der Corona-Krise rund 80 000 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit gehen. Als Grund für die beantragte Kurzarbeit hatten die Wolfsburger bereits in der vergangenen Woche die beträchtlichen Arbeitsausfälle in der Produktion sowie in den angrenzenden Bereichen genannt.

24.03.2020, 16:03 Uhr: Toyota unterbricht japanische Produktion

Toyota plant, ab dem 3. April sieben Produktionslinien in fünf seiner japanischen Werke zwischenzeitlich stillzulegen. Betroffen sind die Standorte Takaoka, Tsutsumi, Tahara, Kyushu und Hamura. Unternehmensangaben zufolge wurde die Entscheidung angesichts eines Nachfragerückgangs auf den Exportmärkten getroffen.

24.03.2020, 15:55 Uhr: US-Zulieferer leiden unter Corona-Krise

US-Zulieferer wie Dana, Adient und Aptiv haben mitgeteilt, dass sich der Coronavirus nennenswert negativ auf die Finanzergebnisse des laufenden Jahres bemerkbar mache. Darüber hinaus hat Marelli die Einstellung seiner nordamerikanischen Produktion angekündigt. Aptiv gab bekannt, dass es alle verbleibenden Kreditrahmen in Höhe von rund 1,4 Milliarden US-Dollar in Anspruch genommen habe.

24.03.2020, 15:15 Uhr: e.Go könnte Staatshilfe benötigen

Die vierwöchige Produktionspause beim E-Hersteller e.Go stürzt das Unternehmen in die Krise: „Wir haben viele Probleme eines kapitalintensiven Start-Ups mittlerweile gelöst. Wir befinden uns aber noch mitten im Hochlauf. Die Maßnahmen treffen uns in einer empfindlichen Phase. Wahrscheinlich brauchen wir Hilfe von Bund oder Land, um die Corona-Krise auch noch zu überstehen“, sagt CEO Günther Schuh.

24:03.2020, 15:03 Uhr: GM rüstet sich für Krisenzeit

General Motors ruft in der Coronavirus-Krise vorsorglich rund 16 Milliarden Dollar an bestehenden Kreditlinien ab. Es handle sich um eine proaktive Maßnahme, um im ungewissen Marktumfeld die Liquidität zu erhöhen und finanziell flexibel zu bleiben, teilte GM mit. Zudem verfolge der Konzern „aggressiv“ Sparmaßnahmen, erklärte Vorstandschefin Mary Barra.

24.03.2020, 14:55 Uhr: Jeder Pausentag bedeutet 360 Millionen Euro Verlust

Jeder Tag Umsatzausfall bedeutet für die deutschen Autobauer nach einer Überschlagsrechnung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer 360 Millionen Euro Verlust. Der VW-Konzern, Daimler und BMW hätten im vergangenen Jahr 530 Milliarden Euro Umsatz gemacht und 15 Prozent davon, also 80 Milliarden, für Abschreibungen und Zinsen ausgeben müssen, erklärt Dudenhöffer. Diese Kosten liefen weiter, auch wenn Fabriken geschlossen seien und es keinen Umsatz gebe. Dazu kämen selbst bei Kurzarbeit noch Lohnnebenkosten. Bei 220 Arbeitstagen bedeute laut dem Experten also jeder Tag ohne Umsatz annähernd 360 Millionen Euro Verlust.

24.03.2020, 14:43 Uhr: Schaeffler wagt keine Prognose

Schaeffler setzt aufgrund der Corona-Pandemie die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2020 aus. In Anbetracht der sich weltweit ausweitenden Krise sei es derzeit nicht möglich, den weiteren Verlauf und die wirtschaftlichen Folgen verlässlich abzuschätzen, teilte das Unternehmen im fränkischen Herzogenaurach mit. Der Vorstand werde eine neue Prognose abgeben, sobald dies möglich ist.

24.03.2020, 14:10 Uhr: VW schließt Werke in Russland

Ab der kommenden Woche soll Volkswagens Fertigung in Russland für zunächst zwei Wochen pausieren. VW ist in den Werken Kaluga und Nischni Nowgorod auch auf Bauteile aus Westeuropa angewiesen. Die Versorgung von Händlern und Kunden sei derzeit aber sichergestellt.

In Russland schließt VW unter anderem das Werk Kaluga. Bild: Volkswagen

24.03.2020, 14:02 Uhr: Ford kooperiert für Hilfsmittel

Der US-Autobauer Ford sowie die Konzerne General Electric (GE) und 3M bündeln ihre Kräfte, um die Produktion der dringend benötigten Beatmungsgeräte zu beschleunigen. Es gehe darum, den Menschen an den „Frontlinien der Krise“ zu helfen, verkündete Fords Verwaltungsratschef Bill Ford. Über die Kooperation mit GE und 3M hinaus plane der US-Autobauer zudem, mehr als 100.000 Plastikgesichtsmasken pro Woche in einer eigenen Fabrik zu fertigen und seine 3D-Druck-Technik für Schutzausrüstung einzusetzen.

24.03.2020, 13:30 Uhr: AutoScout24 greift dem Autohandel unter die Arme

Autohandel24 will die europaweit rund 43.000 Händler unterstützen. Für die Betriebe in Deutschland sollen deshalb, auch rückwirkend für den März, die Inseratkosten entfallen. Auch beim AutoScout24 Direkt-Verkauf verzichte der Online-Automarkt nach eigenen Angaben auf alle anfallenden Gebühren.

24.03.2020, 12:46 Uhr: Deutsche Werke nicht von Schließungen bei Osram betroffen

Nachdem Osram bereits seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr zurückzogen, ein umfangreiches Sparpaket sowie Kurzarbeit an manchen Standorten angekündigt und vorübergehende Produktionsstopps erwogen hat, reduziert der Licht- und Elektronikexperte nun die Fertigung in einigen Werken. Medienberichten zufolge handelt es sich um Schließungen zweier italienischer Werke in Treviso und Bergamo, das teilweise Herunterfahren der Werke Kulim und Penang in Malaysia sowie die Schließung einer US-Produktion in Austin nach einem Corona-Verdachtsfall. Deutsche Werke seinen laut dem Zulieferer bisher nicht betroffen.

24.03.2020, 12:33 Uhr: Italienische Konzerne helfen bei Pandemie-Bekämpfung

Wegen der Corona-Pandemie stellen italienische Konzerne wie etwa der Autobauer FCA ihre Produktion auf die Fertigung von Schutzartikeln um. FCA werde eine seiner Fabriken zur Herstellung von Atemschutzmasken umbauen, kündigte der Vorstandsvorsitzende Mike an. Diese Produkte sollen an medizinisches Personal gespendet werden. Ziel sei es, mehr als eine Million Gesichtsmasken pro Monat zu produzieren. Nach Unternehmensangaben sollen die Schutzmasken in einem asiatischen Werk hergestellt werden. In Italien unterstützen FCA und Ferrari zudem das Medizinunternehmen Siare Engineering bei der Produktion von Beatmungsgeräten.

24.03.2020, 12:13 Uhr: Deutsche Autoindustrie prüft Produktion von Medizintechnik

Die deutsche Automobilindustrie sucht laut eines Berichts der Nachrichtenagentur Reuters nach Möglichkeiten, medizintechnische Geräte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu fertigen. „Wir sind in dieser Frage mit den Unternehmen in engem Austausch und arbeiten an Möglichkeiten zur kurzfristigen Unterstützung der Produktion entsprechender Komponenten, Geräte und Produkte”, erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller am Montag in Berlin. Dem Verband lägen verschiedene Anfragen vor, inwieweit Mitgliedsunternehmen einen Beitrag zur Produktion von Medizin-Geräten und Atemschutzmasken leisten könnten. Dies müsse allerdings den Anforderungen und Prozessen der Medizintechnik entsprechen, schränkte die VDA-Chefin ein. Solche Geräte unterliegen in Deutschland besonderen Standards und müssen strenge regulatorische Vorgaben erfüllen.

24.03.2020, 11:28 Uhr: A.T.U nimmt Notbetrieb an ausgewählten Standorten auf

Ab dem 25. März will A.T.U in zunächst zehn regionalen Schwerpunkt-Filialen einen Werkstatt-Notbetrieb aufnehmen.  Dort sollen Wartung und Reparatur von Kfz unter Beachtung spezifischer Gesundheitsschutzmaßnahmen vorgenommen werden. Vorrang haben laut dem Unternehmen insbesondere die Fahrzeuge von Rettungs- und Pflegediensten, Polizei, Feuerwehr sowie Behörden. Grundsätzlich sollen diese Werkstätten im Notbetrieb aber allen Autofahrern zur Verfügung stehen.

24.03.2020, 10:20 Uhr: Mazda unterbricht Produktion in mehreren Ländern

Mazda hat angekündigt, die eigene Produktion für 13 Tage auszusetzen und zwischen dem 28. März und dem 30. April acht Tagesschichten an den heimischen Standorten in Hiroshima und Hofu zu fahren. Die Fertigung in Mexiko soll ab dem 25. März für rund zehn Tage unterbrochen werden, für Thailand kündigte der Hersteller ab dem 30. März eine ebenso lange Produktionspause an.

23.03.2020, 18:22 Uhr: DMG Mori plant temporäre Betriebsruhe

Der Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori plant eine temporäre Betriebsruhe in den europäischen Produktionswerken sowie ausgewählten Vertriebs- und Service-Gesellschaften. Diese soll vom 1. bis 30. April gelten. „Um gestärkt aus dieser schwierigen Phase hervorzugehen, treiben wir mehr denn je unser Zukunftsfeld Digitalisierung voran. Denn unsere Art des Arbeitens und Handelns verändert sich massiv. Dies wird durch die Corona-Krise nochmals beschleunigt“, sagt Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender von DMG Mori.

23.03.2020, 17:44 Uhr: Leonie will sich mit Krisenmaßnahmen über Wasser halten

Der angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni rechnet aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit Belastungen für Umsatz, Ergebnis und Liquidität. Allerdings sei die Höhe der Belastungen derzeit noch nicht vorhersehbar, so das Unternehmen. Das Management habe ein Maßnahmenpaket geschnürt, mit dem es den Fortbestand des Geschäftsbetriebs sichern will. Neben vorübergehenden Werksschließungen in Europa, Nordafrika und Amerika gehören dazu auch die Einführung von Kurzarbeit in Deutschland sowie vergleichbare Maßnahmen an weiteren europäischen Standorten.

23.03.2020, 16:55 Uhr: GM arbeitet mit Medizinunternehmen zusammen

Nachdem verschiedene Autohersteller bereits angekündigt haben, Kapazitäten für die Produktion medizinischer Geräte bereitzustellen, präsentiert nun der erste Hersteller konkrete Ergebnisse: General Motors arbeitet mit dem Medizinunternehmen Ventec Life Systems zusammen, um die Produktion von Beatmungsgeräten zu erhöhen. Ventec werde dabei die Expertise von GM in den Bereichen Logistik, Einkauf und Produktion nutzen, so die Unternehmen. „Wir werden weiterhin Möglichkeiten prüfen, in der derzeitigen Krise zu helfen“, so CEO Mary Barra.

23.03.2020, 16:27 Uhr: Daimler benötigt keine Staatshilfen

Daimler bleibt trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie bei seinen Dividendenplänen. „Unser Vorschlag für eine Dividende steht, und es gibt keinen Anlass, zu diesem Zeitpunkt etwas zu ändern“, sagte Daimler-Vorstandschef Ola Källenius dem Handelsblatt. Daimler sei mit einer hohen Liquidität solide ausgestattet. Der Fokus liege in den kommenden Wochen nun darauf, diese Situation zu managen und Liquidität zu sichern. Staatshilfen zieht der Dax-Konzern demnach aktuell nicht in Erwägung.

23.03.2020, 16:23 Uhr: ifo-Institut prognostiziert ein Horrorszenario

Das Coronavirus wird Deutschlands Wirtschaft laut einer Analyse des ifo-Instituts Hunderte von Milliarden Euro Produktionsausfälle bescheren, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit in die Höhe schießen lassen und den Staatshaushalt erheblich belasten. „Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“, sagt ifo-Präsident Clemens Fuest. „Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro.“

23.03.2020, 16:18 Uhr: Lime plant Entlassungen

Einem Bericht von bloomberg.com zufolge zieht der Scooter-Service Lime aufgrund der deutlich gesunkenen Nutzerzahlen in Erwägung, 50 bis 70 Mitarbeiter zu entlassen. Grund hierfür sei die immens gesunkene Zahl an vermittelten Fahrten. Während das Unternehmen am 14. März noch rund 147.000 Trips zählen konnte, sei die Zahl bereits drei Tage später auf 52.000 zurückgegangen.

20.03.2020, 16:08 Uhr: AutoVAZ produziert trotz infizierter Mitarbeiter weiter

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, will das russische Unternehmen AvtoVAZ die Produktion in seinem Hauptwerk im russischen Toljatti aufrechterhalten, obwohl zwei Mitarbeiter mit Corona infiziert sind. Das Werk ist mit 35.000 Beschäftigten einer der größten Automobilstandorte der Welt. Ein AvtoVAZ-Sprecher kommentierte die Diagnose wie folgt: „Die Situation ist unter Kontrolle. Alles funktioniert, liegt im Zeitplan.“

23.03.2020, 15:36 Uhr: Continental steht im Austausch mit der EU-Kommission

Nachdem bereits einige OEMs ihre Hilfe bei der Produktion medizinischer Gerätschaften vorgeschlagen haben, hat sich inzwischen auch Continental mit der EU-Kommission in Verbindung gesetzt. Alleine am Standort Karben könne der Zulieferer neben etlichen 3D-Druck-Anlagen auch weitere Fertigungsmöglichkeiten nutzen, erläutert Stefan Kammann, Head of Business Segment Additive Design and Manufacturing bei Continental. „Wir sind der Meinung, dass die Gesundheit der Menschen an erster Stelle steht. Dafür werden wir unseren Produktionsbetrieb, bei allen Vorsichtsmaßnahmen, so lange wie möglich aufrechterhalten“, betont Kammann.

23.03.2020, 15:27 Uhr: ElringKlinger schließt Werke auf der ganzen Welt

Als Folge der Produktionsstopps bei vielen Autobauern fährt nun auch ElringKlinger einen Großteil seiner Produktion herunter. Betroffen sind vor allem die Standorte in Europa und Nordamerika, aber auch die Werke in Indien und Brasilien. Die Produktion werde entweder eingeschränkt oder vorübergehend ganz unterbrochen, heißt es seitens des Zulieferers. In China dagegen sei die Produktion wieder angelaufen und auch in anderen Regionen wie etwa Südafrika werde weitergearbeitet. Welche wirtschaftlichen Auswirkungen das Herunterfahren der Produktion haben wird, sei laut Unternehmensangaben noch nicht verlässlich zu ermitteln.

23.03.2020, 14:24 Uhr: Traton rechnet mit deutlichen Einbußen

Traton rechnet angesichts der Corona-Krise im laufenden Jahr mit deutlichen Einbußen. Eine gesicherte Abschätzung über den Verlauf der Geschäftsentwicklung 2020 sei derzeit nicht möglich, heißt es seitens der VW-Tochter. Im Jahr 2019 wuchs der Umsatz bei Traton im Jahresvergleich um vier Prozent auf 26,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte um 25 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zu. Die operative Marge kletterte so von 5,8 auf 7,0 Prozent.

Ferdinand Dudenhöffer gehen die Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft nicht weit genug. Bild: CAR

23.03.2020, 14:18 Uhr: „Autopapst“ fordert Verzicht auf Mehrwertsteuer

Ferdinand Dudenhöffer von der Universität St. Gallen hat einen Verzicht auf die Mehrwertsteuer für hochwertige Konsumgüter ins Gespräch gebracht. Dadurch soll die private Nachfrage wieder in Gang gebracht werden. Nachfrage-Impulse seien für die Autobranche wichtig, damit die Hersteller und ihre Zulieferer in der aktuellen Flaute nicht ihre Kapazitäten und damit Arbeitsplätze abbauten, so der „Autopapst“. Dudenhöffer zeigte sich skeptisch, ob allein mit den Instrumenten der Kurzarbeit und Liquiditätshilfen die deutsche Automobilindustrie durch die Krise gebracht werden kann. Staatliche Finanzierungsbeiträge könnten seiner Ansicht nach nur eine kurze Brücke sein.

23.03.2020, 14:04 Uhr: Autoneum verkündet Umgang mit Corona-Krise

Autoneum hat in Folge der temporären Werksschließungen der Kunden in der Autoindustrie ein eigenes Maßnahmenpaket aufgesetzt. Zusätzlich zu den laufenden Sparprogrammen sei eine umfangreiche Agenda zur weiteren Flexibilisierung von Personal- und Sachaufwendungen beschlossen worden, teilt der schweizerische Zulieferer mit. Dies beinhalte Personalanpassungen, etwa über die Reduktion von Zeitarbeitern, Kurzarbeit und die Schließung von Produktionsstandorten. Angesichts des Coronavirus geht Autoneum nicht davon aus, die Unternehmensziele für das Geschäftsjahr 2020 zu erreichen. Bis auf Weiteres soll kein angepasster Ausblick für das Jahr 2020 kommuniziert werden.

23.03.2020, 13:55 Uhr: Bundesregierung plant Unterstützungen in Milliardenhöhe

Finanzminister Olaf Scholz hat eine Reihe fiskalpolitischer Maßnahmen verkündet, mit denen der deutschen Wirtschaft in Zeiten des Coronavirus der Rücken gestärkt werden soll. Insgesamt plant die Regierung hierfür eine Neuverschuldung in Höhe von 156 Milliarden Euro. „Was wir auf den Weg bringen, ist der Größe dieser Herausforderung vollständig entsprechend“, erklärte Scholz. Insgesamt entfallen rund 35 Milliarden Euro auf Steuerausfälle infolge der geschwächten Wirtschaft, die übrigen Mittel sollen in die Stärkung des Gesundheitswesens, des Sozialstaates und der Wirtschaft fließen. Zudem sind Zuschüsse für kleine Unternehmen geplant, um Insolvenzen zu vermeiden. Ein Fond aus der Zeit der Finanzkrise soll zur zusätzlichen Stabilisierung der Wirtschaft genutzt werden. Insgesamt sollen Kredite in Höhe von bis zu 400 Milliarden Euro vergeben werden können.

23.03.2020, 13:40 Uhr: Panasonic zieht Mitarbeiter aus Tesla-Werk ab

Panasonic zieht rund 3.500 Mitarbeiter aus der gemeinsam mit Tesla betriebenen Gigafactory ab, berichtet das Portal techcrunch.com. Die Batterieproduktion in Nevada soll Beginn dieser Woche heruntergefahren werden und für zunächst 14 Tage stillstehen. Mitarbeitern sicherte Panasonic eine volle Lohnfortzahlung zu. Zu den tausenden Tesla-Angestellten am Standort gibt es derzeit keine näheren Informationen.

23.03.2020, 13:23 Uhr: Der deutschen Wirtschaft droht der Ausverkauf

Die Bundesregierung befürchtet infolge der Corona-Pandemie schwerwiegende Folgen für die deutsche Wirtschaft. „Wir haben nicht nur einen viralen Angriff. Wir könnten auch einen Wirtschaftsangriff danach erleben“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer der Süddeutschen Zeitung. Es bestehe weltweites Interesse an erfolgreichen deutschen Unternehmen, auch in der Mobilität und Infrastruktur, so der Minister. „Wir wollen dafür sorgen, dass wir diese Pläne von außen abwehren. Es geht darum, Wirtschaftskraft in Deutschland nach der Krise zu sichern.“

23.03.2020, 12:25 Uhr: VW erweitert Liste der Schließungen

Volkswagen stellt seine Produktion in Brasilien und Mexiko vorübergehend ein. In Brasilien wird Volkswagen ab heute alle Aktivitäten in seinen Fabriken für drei Wochen einstellen. Der deutsche Autobauer produziert in Sao Bernardo do Campo und Taubaté im Bundesstaat Sao Paulo sowie in Sao José dos Pinhais bei Curitiba. In den beiden Werken in Mexiko – Puebla und Guanajuato – gelte die Maßnahme vom 30. März bis zum 12. April, verkündete der OEM. Zuvor hatten sich 40 VW-Mitarbeiter samt Familie isolieren müssen, nachdem ein Zulieferer aus Deutschland die beiden mexikanischen Werke besucht hatte und danach positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde. Bereits im Vorfeld hatte Volkswagen einen Produktionsstopp in Argentinien verkündet.

23.03.2020, 12:08 Uhr: Autohersteller unterstützen den Handel

Die Coronakrise führt zu sinkenden Absätzen im Vertrieb der Fahrzeughersteller. Nach Toyota und FCA haben zahlreiche weitere OEMs Hilfsmaßnahmen für ihre Handelspartner beschlossen. Welche Hersteller ihren Händlern zu Hilfe eilen und welche Maßnahmen sie beschlossen haben, erfahren Sie hier.

23.03.2020, 11:56 Uhr: BMW schließt US-Standort Spartanburg

Auch BMW reiht sich in die lange Liste ein: Der bayrische OEM stoppt die Produktion in seinem großen US-Werk in South Carolina. Der Standort Spartanburg soll ab dem 3. April zunächst für voraussichtlich zwei Wochen geschlossen werden.

23.03.2020, 11:25 Uhr: Volkswagen bietet Hilfe an

Volkswagen will Hersteller von Medizintechnik wie Beatmungsgeräten mit dem Bau und der Zulieferung eigener Teile unterstützen. „Medizinisches Equipment ist natürlich neu für uns“, sagte ein Sprecher dazu. „Aber sobald wir die Anforderungen kennen und die entsprechende Blaupause erhalten, können wir starten.“ Es gehe um Komponenten, die sich mit 3D-Druckern aus der Kunststoffteile- oder Prototypenfertigung herstellen ließen. Man habe bereits Anfragen von Behörden, auch zu Verbänden und Vereinen gebe es Kontakt. Die VW-Gruppe verfüge nach eigenen Angaben über mehr als 125 industrielle 3D-Drucker. Auch Hersteller wie GM, Ford und Tesla hatten bereits vergangene Woche angekündigt, die Produktion von medizinischen Produkten, etwa Beatmungsgeräten, zu prüfen.

23.03.2020, 10:31 Uhr: Daimler schließt seine US-Werke

Nach Ankündigungen für Europa und Brasilien schließt Daimler nun auch Werke in den USA. Im Mercedes-Benz-Werk Tuscaloosa soll die Produktion für zwei Wochen stillstehen und auch die Fertigung im Vans-Werk Charleston wurde temporär gestoppt. In den administrativen Abteilungen soll der Betrieb laut Daimler auf das Nötigste beschränkt werden. Mit den Maßnahmen folge man den Empfehlungen der nationalen, internationalen und örtlichen Behörden, so der OEM.

23.03.2020, 10:19 Uhr: Bertrandt zieht Jahresprognose zurück

Auch Bertrandt zieht wegen der Corona-Krise seine Prognose zurück. Unter den „gegenwärtigen dynamischen Umständen“ werde von einer neuen Vorhersage für das Geschäftsjahr 2019/20 abgesehen, heißt es vom Entwicklungsdienstleister der Auto- und Luftfahrtbranche. Das baden-württembergische Unternehmen ist nach eigenen Angaben jedoch finanziell solide aufgestellt.

23.03.2020, 10:09 Uhr: Bosch reagiert an deutschen Standorten

Zunächst hatte es nur einzelne Standorte in Italien, Frankreich und Spanien betroffen, nun reagiert Bosch auch in Deutschland: Der Zulieferer fährt seine Produktion weitgehend herunter. Betroffen sind nach Unternehmensangaben rund 35 Standorte der Mobilitätssparte sowie diverse Zentralbereiche. Das Herunterfahren soll am Mittwoch – an einigen Standorten bereits heute – beginnen. Die betroffenen Mitarbeiter sollen zunächst ihre Zeitkonten abbauen oder Urlaub nehmen. Spätestens vom 5. April an will Bosch dann Kurzarbeit einführen. Der Zulieferer reagiert damit auf die drastisch sinkende Fahrzeugnachfrage insbesondere in Europa und die damit verbundenen Produktionsstopps der OEMs. Dringend notwendige Arbeiten sollen jedoch weiterlaufen, unter anderem, um den wieder anlaufenden chinesischen Automarkt beliefern zu können und die Versorgung mit Ersatzteilen für den Transportverkehr aufrechtzuerhalten.

Für e.Go könnte es auch 2020 schwer werden, die Produktionsziele zu erreichen. Bild: e.Go Mobile

23.03.2020, 09:52 Uhr: Bei e.Go Mobile ist keine Besserung in Sicht

Der Elektroautobauer e.Go Mobile stellt als Reaktion auf den wirtschaftlichen Einfluss des Coronavirus die Produktion des Modells „Life“ am heutigen 23. März ein. „Auch wenn uns das in dieser Phase sehr hart trifft, wird die Produktion ab dem 23.03.2020 zunächst für einen Zeitraum von vier Wochen unterbrochen“, sagt Günther Schuh, CEO von e.GO Mobile. Mit dem Stopp komme man auch Produktionsengpässen zuvor, die sich in den kommenden Wochen in der Lieferkette eingestellt hätten, so das Unternehmen. Ursprünglich waren die Aachener nach dem enttäuschenden letzten Jahr für 2020 optimistisch gestimmt.

23.03.2020, 08:53 Uhr: Mahle setzt europäische Produktion aus

Auch Mahle reagiert auf die Ausbreitung des Coronavirus und die Produktionsstopps bei zahlreichen Autobauern: Alle europäischen Produktionsstandorte des Zulieferers werden demnach bis spätestens Mittwoch heruntergefahren und die Verwaltung und Entwicklung auf wenige Kernfunktionen reduziert. Die Maßnahmen betreffen europaweit rund 70 Standorte, über die jeweilige Herangehensweise, beispielsweise die Beantragung von Kurzarbeit, stimmt sich der Zulieferer laut eigenen Angaben mit den Arbeitnehmervertretern ab.

20.03.2020, 16:28 Uhr: Volkswagen muss in Argentinien pausieren

Volkswagen wird die Produktion an den beiden argentinischen Standorten in General und Córdoba bis zum 31. März einstellen. VW reagiert damit auf Vorgaben der örtlichen Regierung, die eine Ausgangssperre verhängt hat und dabei nur Ausnahmen für wenige Berufsgruppen wie Ärzte, Polizisten und Mitarbeiter in der Lebensmittel-, Pharma- und Petroindustrie vorsieht. In General Pacheco fertigt VW den Amarok, während in Córdoba Getriebe gefertigt werden.

20.3.2020, 15:10 Uhr: Boysen-Gruppe stoppt die Produktion

Die auf Abgastechnik spezialisierte Boysen-Gruppe schließt ihre Produktionsstandorte in Deutschland, Frankreich und Südafrika für drei Wochen. Dies erfolge analog zu den Produktionsunterbrechungen der Kunden voraussichtlich bis 19. April, so Rolf Geisel, Geschäftsführer des Unternehmens. „Dadurch muss gezwungenermaßen auch an unseren Entwicklungs- und Verwaltungsstandorten ein Arbeitsstopp bis einschließlich 3. April greifen – mit anschließender 50-Prozent-Besetzung für weitere zwei Wochen.“

20.03.2020, 15:00 Uhr: Daimler spendet Atemschutzmasken

Auch Daimler spendet Atemschutzmasken: Ein Unternehmenssprecher verkündete, dass der OEM „der Landesregierung Baden-Württemberg rund 110.000 Atemschutzmasken für Kliniken und Arztpraxen als Spende zur Verfügung“ stellen werden.

20.03.2020, 14:42 Uhr: Benteler stellt Betrieb teilweise ein

Benteler stellt den Betrieb vorübergehend ein. Betroffen sind gegenwärtig einige Werke in Spanien, Tschechien und Frankreich. Werke der Benteler-Stahlrohrsparte sind derzeit nicht von einem vorübergehenden Produktionsstopp betroffen. 

20.03.2020, 14:25 Uhr: Tesla pausiert scheinbar nur auf Anordnung

Während Tesla sein Werk im kalifornischen Fremont eher widerwillig schließt, läuft die Batteriezellproduktion in der Gigafactory im US-Bundesstaat Nevada weiter.​

20.03.2020, 14:12 Uhr: Entwicklungsdienstleister trotzen der Corona-Krise

Bei den Engineering-Unternehmen in der Automobilbranche schlägt die Corona-Krise nicht so vehement ein wie bei den OEMs und Zulieferern. Die Entwicklungsdienstleister versuchen, ihre Geschäfte und laufenden Projekte fortzuführen. Mehr zur Thematik erfahren Sie hier.

20.03.2020, 14:02: Die Produktion von Mitsubishi läuft weiter

Mitsubishi stellt die Organisation in der deutschen Firmenzentrale in Friedberg auf mobiles Arbeiten um. „Hiermit stellen wir sicher, dass sie sich möglichst keinem Risiko aussetzen und wir gleichzeitig unseren Service für Händler und Kunden optimal aufrechterhalten können“, erklärt Kolja Rebstock, Geschäftsführer von Mitsubishi Motors in Deutschland. Die Produktion des japanischen Herstellers laufe derzeit weiter und auch die Arbeit in allen Abteilungen der Unternehmenszentrale in Tokio sei nicht beeinträchtigt. Ebenso ist die Entwicklungszentrale in Okazaki, Japan, vollumfänglich in Betrieb. „Die Produktion in den Mitsubishi-Werken läuft weiter, und auch die Belieferung der Werke ist nicht betroffen. Bislang ist uns kein Fall von infizierten Mitarbeitern in Deutschland oder Japan bekannt, und auch die Versorgung mit Ersatzteilen ist gewährleistet“, führt Rebstock dazu aus.

20.03.2020, 13:51 Uhr: Volkswagen spendet Atemschutzmasken

Der Volkswagen Konzern will zeitnah fast 200.000 Atemschutzmasken der Kategorien FFP-2 und FFP-3 für die öffentliche Gesundheitsvorsorge zur Verfügung stellen. Die Spende erfolgt in enger Abstimmung mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. „Die Beschäftigten des öffentlichen Gesundheitswesens vollbringen derzeit herausragende Leistungen für die Gesellschaft. Wir sind überzeugt, dass die Schutzmasken bei ihnen aktuell am besten eingesetzt sind“, sagt Volkswagen Personalvorstand Gunnar Kilian.

In der Türkei schließt Ford unter anderem den Standort Eskisehir. Bild: Ford

20.03.2020, 12:33 Uhr: Ford weitet Maßnahmen auf Türkei aus

Ford stoppt die Produktion im türkischen Werk Golcuk, an dem unter anderem das Modell Transit gefertigt wird. Ab heute beginnt eine zweiwöchige Zwangspause. Innerhalb desselben Zeitraums soll auch die Produktion von Trucks und Motoren am Standort Eskisehir ruhen, im benachbarten Yenikoy soll die Fertigung ab dem morgen unterbrochen werden.

20.03.2020, 12:27 Uhr: Bentley legt vier Wochen Pause ein

Bentley Motors wird die Produktion am Standort im britischen Crewe von heute an für vier Wochen unterbrechen. Als Gründe hierfür nennt Bentley ebenso wie viele andere Autohersteller die Gesundheitsrisiken durch das Coronavirus sowie mögliche Unterbrechungen der Lieferkette und die sinkende Nachfrage. Grundlegende Funktionen sollen aufrechterhalten werden – entweder durch Mitarbeiter im Home Office oder mit Hilfe von Social-Distancing-Maßnahmen am Unternehmensstandort.

20.03.2020, 12:08 Uhr: JLR pausiert Produktion in Großbritannien

Jaguar Land Rover hat bestätigt, die Produktion in Großbritannien im Laufe der kommenden Woche auszusetzen. Geplanter Termin für die Wiederaufnahme der Fertigung ist der 20. April. Im slowakischen Nitra ist bereits heute der letzte Arbeitstag. Die Werke in Brasilien und Indien werden nach jetzigem Stand weiterlaufen, in China wurde die Produktion bereits im Februar wiederaufgenommen.

20.03.2020, 11:47 Uhr: Daimler will Servicenetz der Nutzfahrzeuge aufrechterhalten

Mercedes-Benz Lkw, FUSO und Daimler Buses sind derzeit bestrebt, das eigene Servicenetz in Europa flächendeckend aufrechtzuerhalten. Wo immer organisatorisch und regulatorisch möglich, plane man den weiteren Betrieb an bis zu 3.000 Stützpunkten, so der OEM „Die Kolleginnen und Kollegen in unseren Servicebetrieben leisten einen wesentlichen Beitrag, dass unsere Gesellschaft den gegenwärtigen Ausnahmezustand möglichst gut meistern kann, und wir danken diesen Helden des Alltags deshalb von ganzem Herzen“, erklärt Martin Daum, Vorstandsvorsitzender der Daimler Truck AG.

20.03.2020, 10:54 Uhr: Moia stellt den Betrieb ein

Der Ridepooling-Dienst Moia muss ab dem 1. April den Betrieb an den beiden Standorten Hamburg und Hannover vorübergehend einstellen. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie sinke die Nachfrage stetig, ein weiterer Rückgang sei zu erwarten, so Moia. Um Arbeitsplätze zu erhalten, will die VW-Tochter ab April Kurzarbeit für rund 900 Mitarbeiter beantragen. Bis zur Einstellung lässt das Unternehmen den Service mit deutlichen Einschränkungen weiterlaufen. 

20.03.2020, 10:30 Uhr: Dürr verschiebt die Hauptversammlung

Auch Dürr wird seine Hauptversammlung nicht wie geplant am 8. Mai 2020 durchführen. Damit folgt der Zulieferer einer von der baden-württembergischen Landesregierung erlassenen Verordnung, nach der Versammlungen und sonstige Veranstaltungen zunächst bis zum 15. Juni 2020 untersagt sind. Die Verschiebung führt dazu, dass die Dividende nicht wie geplant am 13. Mai 2020 ausbezahlt werden kann. Ein Ersatztermin steht noch nicht fest. Gemäß den aktienrechtlichen Vorschriften soll die Versammlung jedoch bis spätestens 31. August 2020 abgehalten werden.

20.03.2020, 10:16 Uhr: Volvo schließt Werke in Schweden und den USA

Nach der Werksschließung im belgischen Gent, wo bis zum 5. April der Betrieb eingestellt wird, schließt Volvo zwischen dem 26. März und dem 14. April auch seine Produktionsstätten Torslanda, Skövde und Olofström (Schweden) und das Werk in South Carolina (USA). „Unsere Hauptanliegen sind die Gesundheit unserer Mitarbeiter und die Zukunft unseres Geschäfts„, sagte Volvo-CEO Håkan Samuelsson. „Mit Hilfe wertvoller Unterstützungsprogramme von Regierungen und Behörden konnten wir schnell handeln.“

Zunächst hatte Volvo nur das Werk im belgischen Gent geschlossen. Bild: Volvo

20.03.2020, 10:09 Uhr: Porsche-Vorstand äußert sich zur Corona-Krise

„Wir haben bereits früh einen Expertenkreis gegründet und bewerten die Lage jeden Tag neu“, sagt Porsche-Vorstand Oliver Blume auf der Jahrespressekonferenz, die aktuell im Livestream ausgestrahlt wird. Blume: „Die Pandemie stellt uns vor Herausforderungen, die wir nur gemeinsam meistern können.“ Als Folge wird die Produktion in Leipzig und Stuttgart für zwei Wochen ausgesetzt. Porsche hat 2019 weltweit 280.8000 Fahrzeuge ausgeliefert, zehn Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Der Umsatz kletterte um elf Prozent auf 28,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen betrug 4,4 Milliarden Euro.

20.03.2020, 10:06 Uhr: Volkswagen schließt US-Werk

Die Produktion der Volkswagen-Kernmarke steht still: In Deutschland ruhen bereits der Stammsitz Wolfsburg, die Standorte Emden, Hannover, Osnabrück, Zwickau, Dresden, die Komponentenwerke Braunschweig, Salzgitter, Kassel, Chemnitz sowie die Sparte Sitech. Im spanischen Pamplona, im portugiesischen Palmela und im slowakischen Bratislava wird ebenfalls nicht mehr gearbeitet. Inzwischen hat der Produktionsstopp auch die USA erreicht. Im Werk Chattanooga, Tennessee, werden die Bänder von diesem Samstag an für zunächst eine Woche angehalten.

20.03.2020, 9:46 Uhr: Grammer beschließt Produktionsunterbrechungen

Der Vorstand des Automobilzulieferers Grammer hat beschlossen, ab Anfang kommender Woche die Produktion an seinen europäischen Standorten einzuschränken oder einzustellen. An Standorten, die Kunden außerhalb Europas oder die Nutzfahrzeughersteller beliefern, werde die Produktion entsprechend aufrechterhalten, heißt es vom Zulieferer.

19.03.2020, 14:35 Uhr: Zulieferer Schaeffler kappt Produktion im Autogeschäft

Schaeffler fährt die Produktion im Automobilgeschäft zurück. Die Anpassung erfolge standortspezifisch und unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedarfssituationen in den Sparten, teilt der Zulieferer mit. Zu dem mit Arbeitnehmervertretern verabschiedeten Maßnahmenpaket gehört neben Schließtagen, Gleitzeitkonten und Betriebsferien auch Kurzarbeit. Das Unternehmen will die Lieferketten so weit wie möglich aufrechterhalten und den Einfluss der Krise auf seine Kunden möglichst minimieren, betont Konzernchef Klaus Rosenfeld.

19.03.2020, 13:58 Uhr: ZF setzt auf Kurzarbeit in deutschen Werken

Auf das Schutzbedürfnis der Belegschaft und Produktionsstopps reagiert ZF mit Kurzarbeit in den deutschen Werken. Der Zulieferer und seine Arbeitnehmervertretung haben dazu eine Vereinbarung getroffen, die es erlaubt, Teile von Produktion und Verwaltung kontrolliert herunterzufahren und dabei die Einkommen der Mitarbeiter weitgehend abzusichern. „Das ZF-Team hat es lange mit großem Einsatz geschafft, trotz des Coronavirus unsere Kunden weiter zu beliefern“, sagt Sabine Jaskula, Vorstand Personal und Recht. „Wir gehen davon aus, dass wir die Arbeit sowohl in einzelnen Produktlinien als auch in ganzen Werken und Verwaltungsbereichen ruhen lassen werden.“ Die Regelung gelte nach ZF-Angaben bis einschließlich Juni, wobei sich die Phase der Kurzarbeit danach richte, zu welchem Zeitpunkt die Kunden von ZF ihre Werke wieder in Betrieb nehmen würden.

19.03.2020, 13:40 Uhr: Auch bei MAN ist nun Schluss

MAN hat wegen der Coronavirus-Pandemie und ausbleibender Zulieferungen seine Produktion im Stammwerk München am Donnerstag eingestellt. „In den anderen Werken wird die Produktion individuell heruntergefahren“, teilte das Unternehmen mit. Ab 23. März seien die deutschen Standorte in Kurzarbeit. Auch in den ausländischen Werken werde die Produktion zurückgefahren. Vertrieb und Service sollen „so lange es die Gesamtsituation zulässt“ aufrechterhalten werden.

19.03.2020, 13:30 Uhr: GM und Daimler schließen brasilianische Werke

General Motors und Mercedes-Benz schicken ihre Mitarbeiter nun auch in Brasilien nach Hause. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge heißt es seitens GM, der Schritt sei notwendig, um die Produktion der Nachfrage anzupassen, während Mercedes-Benz den Schritt als Maßnahme gegen das Coronavirus bezeichnet. Bei GM soll die Arbeitspause vom 30. März bis zum 12. April anhalten, bei Mercedes-Benz vom 25. März bis 19. April. In Übereinstimmung mit den örtlichen Gesetzen werden die Mitarbeiter auch in der Produktionspause ihren vollen Lohn erhalten.

19.03.2020, 13:18 Uhr: Deutsche Wirtschaft auf Talfahrt

Die deutsche Wirtschaft wird wegen der Einschränkungen durch den Coronavirus in diesem Jahr um fünf bis neun Prozent schrumpfen, erwartet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel. Der konkrete Rückgang sei abhängig von der Dauer der Pandemie. Der Fahrzeugbau werde seine Produktion zeitweise um bis zu 70 Prozent einschränken, heißt es in der Untersuchung. Im kommenden Jahr erwartet das IfW aber kräftige Aufholeffekte und ein Wachstum von 7,2 bis 10,9 Prozent.

19.03.2020, 13:02 Uhr: Honda stellt Betrieb in Großbritannien ein

Honda hat die Produktion im Werk Swindon aufgrund des Coronavirus eingestellt. Ab heute steht der Standort in Großbritannien still. Nach derzeitigem Erkenntnisstand plant der japanische Hersteller, die Fertigung am 6. April wiederaufzunehmen. Entsprechende Schritte seien jedoch abhängig von den Gegebenheiten in der Lieferkette und im Markt sowie von Maßnahmen der zuständigen Behörden.

19.03.2020, 12:22 Uhr: US-Autobauer stoppen die Produktion

General Motors und Ford haben angekündigt, vorerst bis zum 30. März alle Produktionsstätten in Nordamerika zu schließen. Bereits am Dienstag hatte Ford angekündigt, die Produktion in Chicago wegen Teileknappheit vorübergehend stillzulegen. „Aus einem Übermaß an Vorsicht“ setzte schließlich auch Fiat Chrysler am Standort Sterling Heights, einem Vorort von Detroit, die Fertigung des Pick-ups RAM 1500 aus. Betroffen sind von der Schließung aller Werke der Big Three rund 150.000 Mitarbeiter an 25 Produktionsstätten. Als überbrückende Kompensation soll es Ausgleichszahlungen zusätzlich zum Arbeitslosengeld geben. Mehr zur Lage in den USA erfahren Sie hier.

19.03.2020, 11:53 Uhr: Michelin schließt einen Teil seiner Werke

Der französische Reifenhersteller Michelin streicht wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus die Jahresprognose und schließt einen Teil seiner europäischen Werke. Die Standorte auf dem Kontinent, die am meisten von der Pandemie betroffen seien, würden zunächst für eine Woche schließen. Das betreffe laut dem Unternehmen Werke in Frankreich, Spanien und Italien.

19.03.2020, 11:45 Uhr: Toyota und FCA helfen ihren Händlern

Toyota und FCA haben ein Maßnahmenpaket für ihre jeweiligen Händler beschlossen. So soll unter anderem die Toyota Kreditbank die Liquidität des Handels sichern. Das Maßnahmenpaket des japanischen OEM umfasst Zahlungsziele, Vereinfachung bei Kreditgewährung und Unterstützung für Geschäfte mit gewerblichen Kunden. Auch FCA Germany hat zusammen mit der FCA Bank ein Hilfspaket auf den Weg gebracht. Es sollen etwa Teilzahlungs- und Schlussraten für Fahrzeuge im Händlerfinanzierungsbestand verschoben, die Ziele individuell angepasst sowie Präsenztrainings und Garantieaudits ausgesetzt werden.

Ein Zulieferer nach dem anderen schließt seine Werke. Bild: Continental

19.03.2020, 11:24 Uhr: Continental fährt Produktion herunter

Der nächste große Player der Autobranche muss mit harschen Maßnahmen auf die Corona-Pandemie reagieren: Continental fährt die Produktion bis auf Weiteres herunter. Zusätzliche Informationen, etwa zur Dauer, Standorten und dem Zeitpunkt der Maßnahmen gab das Unternehmen nicht bekannt. „Die Autoindustrie durchlebt derzeit einen der heftigsten Stürme“, sagt Vorstandschef Elmar Degenhart. „Die Auswirkungen werden uns noch lange beschäftigen.“ Aufgrund der Verbreitung des Virus hatte man schon Geschäftsreisen eingeschränkt und Mitarbeitern Schutzausrüstungen geliefert. Hinzu kommt infolge der schwindenden Nachfrage nun eine Anpassung der Kostenstrukturen, heißt es vom Zulieferer.

19.03.2020, 11:05 Uhr: Asiatische Hersteller unterbrechen US-Produktion

Honda und Toyota, beide mit Fällen von COVID-19 konfrontiert, haben die Einstellung der nordamerikanischen Produktion ab dem 23. März angekündigt – bei Honda wird die sechstägige Schließung neben den USA und Kanada auch Mexiko betreffen. Bei Nissan soll ein zweiwöchiger Shutdown bereits am Freitag beginnen. Hyundai stoppte die Produktion im Werk Montgomery im US-Bundesstaat Alabama nach einem Krankheitsfall. Mehr zur Lage in den USA erfahren Sie hier.

19.03.2020, 10:28 Uhr: Autobauer könnten medizinische Geräte herstellen

Die US-Autobauer General Motors und Ford prüfen im Kampf gegen das Coronavirus die Herstellung von medizinischen Geräten. Vorstandschefin Mary Barra habe der US-Regierung signalisiert, dass GM nach Lösungen zur Unterstützung bei der Krisenbewältigung suche, teilte das Unternehmen mit. Dabei werde etwa untersucht, ob medizinische Ausrüstung wie zum Beispiel Beatmungsgeräte produziert werden können. Auch Tesla-Chef Elon Musk hatte auf Twitter angekündigt, Beatmungsgeräte produzieren zu wollen, falls diese knapp werden. Ebenso hat es seitens Ford bereits Gespräche mit den Regierungen in den USA und in Großbritannien gegeben. Medienberichten zufolge soll Letztere in Großbritannien tätige Autohersteller wie Ford, Jaguar Land Rover, Honda und PSA gebeten haben, die mögliche Herstellung medizintechnischer Geräte zu prüfen und dafür Fertigungskapazitäten zu schaffen.

19.03.2020, 10:15 Uhr: Hyundai macht in Tschechien ebenfalls dicht

Nach Škoda und dem französisch-japanischen Gemeinschaftsunternehmen TPCA schließt auch Hyundai sein Werk in Tschechien. Die Produktion in Nosovice soll ab Montag für zwei Wochen ruhen. In dem Werk, das unter anderem den i30 und seit Kurzem den Kona Elektro fertigt, arbeiten rund 2.500 Menschen. Die Beschäftigten sollen während der Betriebspause 70 Prozent ihres Durchschnittslohns erhalten.

19.03.2020, 10:07 Uhr: Auch Schaeffler verschiebt die Hauptversammlung

Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus und des damit einhergehenden Verbots von Großveranstaltungen verschiebt Schaeffler die bislang für den 17. April 2020 in Nürnberg geplante Hauptversammlung. Der neue Termin für die Hauptversammlung soll zeitnah bekanntgegeben werden und innerhalb der aktienrechtlich vorgesehenen Frist von acht Monaten des aktuellen Geschäftsjahres liegen.

19.03.2020, 10:00 Uhr: Osram zieht Kurzarbeit und Produktionsstopp in Betracht

Der Lichtkonzern Osram hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr zurückgezogen. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie könnten die Ziele „voraussichtlich nicht erreicht werden“, teilte das Unternehmen mit. Die Ausbreitung des Coronavirus wirke sich insbesondere auf die globale Automobilwirtschaft aus, die 2019 für mehr als 50 Prozent des Osram-Umsatzes verantwortlich war. Die Folgen würden sich derzeit weder hinreichend ermitteln noch verlässlich beziffern lassen. Eine neue Prognose wurde deshalb nicht gegeben. Als Reaktion auf die Krise plant Osram nun ein weiteres umfangreiches Sparpaket. Zudem zieht das Unternehmen derzeit „konkret in Betracht, Kurzarbeit an besonders betroffenen Standorten anzuordnen sowie eigene Produktionsstätten vorübergehend zu schließen“. Welche Standorte das seien, sei aber noch offen, sagte ein Sprecher.

19.03.2020, 09:54 Uhr: Nissan fährt in der Krise auf Sicht

Während die meisten Firmen in der Automobilbranche einen Produktionsstopp von mindestens zwei Wochen beschlossen haben, gibt es auch Unternehmen, die etwas mehr auf Sicht fahren. So hatte Nissan zwar schon am Dienstag das Werk im britischen Sunderland stillgelegt, den Stopp allerdings nur bis Ende dieser Woche beschlossen. Wie die Japaner weiter verfahren, ist bisher noch unklar.

19.03.2020, 09:43 Uhr: Volvo-Produktion in China, Schweden und USA läuft

Bereits seit Dienstag ruht bei Volvo die Fertigung im belgischen Gent. Diese Entscheidung gilt laut Aussage eines Unternehmenssprechers auch bis auf Weiteres. Die Volvo Cars-Werke in China, Schweden und den USA sind aktuell jedoch noch in Betrieb. Dennoch sehe man große Herausforderungen in Europa und führe einen engen Dialog mit Lieferanten und Logistikpartnern, verkündet der OEM gegenüber Automobil Produktion. Die Situation in China verbessere sich hingegen, da die Produktion hochgefahren wird und die Kunden wieder in die Ausstellungsräume zurückkehren. Die Lage könne sich aber täglich ändern, betont man bei der Geely-Tochter.

18.03.2020, 18:14 Uhr: Bosch drosselt Produktion im Ausland

Bosch drosselt wegen des Coronavirus seine Produktion an einigen Standorten im europäischen Ausland. Einzelne Werke in Frankreich, Italien und Spanien setzen derzeit vorübergehend die Produktion aus oder fahren sie herunter. Deutsche Standorte sind laut dem Zulieferer jedoch noch nicht betroffen. Produktion und Lieferketten könnten aktuell aber weitgehend aufrechterhalten und der Bedarf der Kunden gedeckt werden, so Bosch.

18.03.2020, 17:57 Uhr: Scania muss nun auf Lateinamerika setzen

Der schwedische Lkw- und Bus-Hersteller Scania stoppt in der nächsten Woche große Teile seiner Produktion in Europa. Grund ist der Mangel an Komponenten und große Störungen in der Lieferanten- und Logistikkette. Betroffen seien laut dem Unternehmen die Produktionsstätten in Schweden, den Niederlanden und Frankreich. Um den Transport von Waren nicht zu gefährden, sollen die Servicewerkstätten und Ersatzteilzentren aber geöffnet bleiben, sagte Scania-Chef Henrik Henriksson. Die Industriebetriebe in Lateinamerika, die rund ein Fünftel des Produktionsvolumens von Scania ausmachen, würden ihre ebenfalls Arbeit fortsetzten.

18.03.2020, 17:47 Uhr: Chinesischer Automarkt erholt sich nur langsam

Im Laufe des März hat sich der Absatz neuer Automobile In China im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert. In der ersten Woche des Monats ist nur rund die Hälfte der Vergleichsmenge abgesetzt worden. In der zweiten Woche stand ein Minus von 44 Prozent in den Büchern, meldet die dpa unter Berufung auf den Branchenverband PCA (China Passenger Car Association). Im Februar war der Fahrzeugabsatz wegen des Virus um 80 Prozent eingebrochen. Zudem hatten neben den Händlern auch viele Werke geschlossen. Inzwischen haben Hersteller wie Volkswagen, Daimler und BMW ihre Fabriken wieder weitgehend hochgefahren. Nun hoffen sie, dass auch die Nachfrage seitens der Kunden schnell ansteigt.

18.03.2020, 16:55 Uhr: IHS Markit prognostiziert Rezession

Die Marktforscher von IHS Markit rechnen für 2020 mit einer Rezession in den Vereinigten Staaten, Kanada, Europa und Großbritannien. „Das ist eine gravierende Änderung des Prognose Inputs, die sich natürlich auch auf die Absatzprognose auswirken wird. Stand heute haben wir die Absatzprognosen für die USA und Europa angepasst. Weitere Anpassungen werden wir in den nächsten Tagen vornehmen. Also es wird noch weiter nach unten gehen“, sagt Henner Lehne, Vice President of Global Vehicle Forecasting. IHS geht von einem weltweiten Absatz von rund 82,5 Millionen Fahrzeugen im laufenden Jahr aus, ein Minus in Höhe von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.

18.03.2020, 16:20 Uhr: Audi führt Kurzarbeit ein

Audi hat für die Standorte Ingolstadt und Neckarsulm mittlerweile Kurzarbeit angekündigt. In beiden deutschen Werken stehen die Bänder ab nächster Woche still. Vor allem Beschäftigte aus Produktion und Logistik sollen ab nächster Woche kurzarbeiten. Allerdings müsse an Prüfständen und der Zulassung neuer Modelle weitergearbeitet werden, damit es nach der Krise sofort weitergeht, heißt es beim Unternehmen.

Die Produktion des Model Y in Fremont verzögert sich. Bild: Tesla

18.03.2020, 16:13 Uhr: Tesla erlebt einen herben Rückschlag

Der wochenlange Produktionsausfall im kalifornischen Hauptwerk Fremont ist für den Elektrobauer Tesla ein herber Rückschlag. Obwohl Unternehmer Elon Musk mit dem Kompakt-SUV Model Y die Offensive im Massenmarkt forcieren will und dafür eigentlich rasch die Produktion in Fremont hochfahren müsste, wird die Arbeit nun bis zum 7. April niedergelegt. Der OEM hatte bis zuletzt bekräftigt, weiterproduzieren zu wollen. Tesla musste bereits zeitweise sein Werk in Shanghai schließen.

18.03.2020, 15:26 Uhr: Rheinmetall bewertet Zwangspausen als „vorgezogene Werksferien“

Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen hält der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall die Folgen des Coronavirus derzeit für beherrschbar. Wenn der Produktionsstillstand in der Automobilbranche nur zwei Wochen dauere, „könnten das auch vorgezogene Werksferien sein“, sagte Vorstandschef Armin Papperger. Dann ließe sich der Ausfall aufholen. Rheinmetall werde mit der Automobilsparte nicht in die roten Zahlen rutschen, betonte Papperger. In Europa und Amerika laufe die Produktion derzeit stabil, die chinesischen Werke seien zu 70 Prozent wieder hochgefahren.

18.03.2020, 15:20 Uhr: Rolls-Royce kombiniert Schließung mit Osterpause

Rolls-Royce wird die Produktion im britischen Werk Goodwood ab dem 23. März ebenfalls für zwei Wochen ruhen lassen. Anschließend ist eine zweiwöchige Osterpause für Wartungsarbeiten vorgesehen. Mitarbeiter außerhalb der Produktion werden das operative Geschäft am Hauptsitz Goodwood oder im Home Office fortsetzen.

18.03.2020, 14:51 Uhr: Hella erwägt Werksschließungen

Trotz des Coronavirus-Ausbruchs hat Zulieferer Hella das Geschäftsjahr 2019/20 (1. Juni 2019 bis 29. Februar 2020) mit stabilen Zahlen beendet. Der portfoliobereinigte Umsatz sank von fünf auf 4,7 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT-Ergebnis von 410 auf 347 Millionen Euro. Dennoch ist das Unternehmen laut eigenen Angaben im dritten Quartal mit einer deutlich geringeren Kundennachfrage konfrontiert gewesen. Zusätzlich zum bestehenden Kostenkontrollprogramm wurde daher ein weiteres Maßnahmenpaket zur Einsparung von Personal- und Sachkosten beschlossen. An den inländischen Standorten ist derzeit Kurzarbeit in Vorbereitung, ebenso zieht das Management die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten in Betracht. Aufgrund möglicher Unterbrechungen der Lieferketten und der nachlassenden Nachfrage geht Hella nicht mehr davon aus, den erwarteten Umsatz von 6,5 bis sieben Milliarden Euro im aktuellen Geschäftsjahr zu erreichen.

18.03.2020, 14:42 Uhr: Porsche setzt die Produktion aus

Nachdem Porsche die Produktion gestern noch aufrecht halten wollte, verkündet heute auch der Premiumhersteller eine Auszeit von zwei Wochen. Das Stammwerk Zuffenhausen und der Produktionsstandort Leipzig werden demnach ab Samstag den 21.3.2020 geschlossen. Neben dem primären Schutz der Belegschaft lassen auch Engpässe bei globalen Lieferketten eine geordnete Produktion derzeit nicht mehr zu, heißt es aus Stuttgart.

18.03.2020, 14:35 Uhr: Waymo, Cruise und Argo pausieren Tests autonomer Fahrzeuge

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wollen die Autonomes-Fahren-Spezialisten Waymo, Cruise und Argo sämtliche Fahrzeugtests, die einen sogenannten Backup-Fahrer benötigen, vorerst auf Eis legen. Selbstlenkende Fahrzeuge ohne solch einen Fahrer operieren laut Waymo weiterhin in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona. Tests in Kalifornien werden hingegen vollständig pausiert, so die Google-Schwesterfirma. Die General-Motors-Tochter Cruise Automation wolle dem Bericht zufolge ihre Erprobungsfahrten für die kommenden drei Wochen aussetzen. An den Tests beteiligte Mitarbeiter würden für die Zeit, in der sie in diesen Wochen gearbeitet hätten, vollständig entlohnt. Argo, das Autonomes-Fahren-Startup von Ford, hat ebenso angekündigt, seine Testfahrten zu pausieren, obwohl der Coronavirus momentan keinen signifikanten Einfluss auf die Arbeit von Argo habe, so der Bericht.

18.03.2020, 14:22 Uhr: Kirchhoff Automotive klagt über Auftragsmangel

Jahrzehntelang hat die Automobilindustrie die zeitsynchronisierte Anlieferung von Komponenten und Teilen direkt an das Montageband perfektioniert. Doch die Gegebenheiten ändern sich Schlag auf Schlag. „Natürlich sind die Auftragseingänge unserer Kunden zurzeit stark rückläufig“, sagt J. Wolfgang Kirchhoff vom gleichnamigen Hersteller komplexer Metall- und Hybridstrukturen für Rohkarosserie und Fahrwerk. Da die Werke der Automobilhersteller nach und nach ihre Produktion einstellen, werden auch die Produkte von Kirchhoff Automotive nicht mehr angenommen. Größere Fertiglagerbestände können aber nicht vorgehalten werden, da das Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen relativ großvolumige Baugruppen herstellt. Konsequenz: Kirchhoff fährt die Produktion an den meisten seiner weltweit verteilten Standorte zurück. Nur im Werk Iserlohn sollen bestimmte Produktionsbereiche weiterarbeiten, weil dort Fahrzeugteile für Abnehmer in den USA und China produziert werden. „Wir erwarten für dieses Jahr einen Rückgang der Verkaufszahlen in allen drei großen Märkten dieser Welt. Dieser wird jedoch phasenverschoben sein. China läuft wieder hoch, Europa läuft gerade runter und Nordamerika wird dem folgen“, prognostiziert J. Wolfgang Kirchhoff.

18.03.2020, 14:11 Uhr: Tesla wird zum Produktionsstopp gezwungen

Der US-Autobauer Tesla ist von den zuständigen Behörden angewiesen worden, die Produktion am kalifornischen Standort Freemont auszusetzen. Mit diesem Schritt sind alle „nicht-essenziellen“ Aufgaben beendet worden. Der Autobauer hatte zuvor angekündigt, die Produktion fortzusetzen zu wollen und lediglich Mitarbeiter mit Krankheitssymptomen auszuschließen.

18.03.2020, 13:57 Uhr: A.T.U schließt seine Filialen

Die Werkstattkette A.T.U schließt wegen der Corona-Pandemie seine Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

18.03.2020, 13:53 Uhr: Konzernergebnis bei VW wird sich „mindestens halbieren“

Im ersten Quartal dürfte sich das operative Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum wohl „mindestens halbieren“, sagte Volkswagens Finanzchef Frank Witter. Eine verlässliche Jahresprognose sei „aktuell schlichtweg unmöglich“, so der Manager. Was von den vor gut zwei Wochen angekündigten Zielen übrigbleibe, wisse man derzeit nicht. „Die Coronakrise ist beispiellos und wird ohne Zweifel einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben“, erklärte auch Alexander Seitz, Finanzchef der Marke Volkswagen.

18.03.2020, 13:45 Uhr: Renault verkündet weitere Schließungen

Renault weitet seine Werksschließungen auf ganz Europa aus und stoppt die Produktion in Rumänien, Portugal, Slowenien sowie in Marokko. Bereits am Montag hatte der OEM seine Werke in Frankreich geschlossen.

18.03.2020, 13:36 Uhr: Uber und FreeNow machen weiter, Flixbus stellt Betrieb ein

Neben Autoherstellern und Zulieferern müssen auch die neuen Mobilitätsdienstleister auf die Corona-Krise mit angemessenen Maßnahmen reagieren. Die großen Fahrdienstvermittler Uber und Lyft haben in den USA und Kanada ihre Pooling-Angebote bis auf Weiteres eingestellt, in Deutschland laufen Ubers Dienste erst einmal weiter. Man beobachte die Lage aktiv und treffe Maßnahmen zum Schutz der Nutzer, sagt ein Uber-Sprecher auf Nachfrage von carIT. Ubers deutscher Konkurrent FreeNow hält sein Taxi- und Ridehailing-Angebot derweil aufrecht, verzeichnet jedoch bereits einen deutlichen Rückgang der Buchungen, heißt es gegenüber carIT. Zu einem kompletten Erliegen des Betriebes kam es hingegen auf Seiten der Fernbusanbieter. Sowohl Marktführer Flixbus als auch der französische Anbieter Blablabus haben seit heute alle Fahrten von und nach Deutschland eingestellt.

18.03.2020, 12:56 Uhr: Neuwagenmarkt wird im April zum Erliegen kommen

Branchenexperten schätzen die Aussichten für Europas Automarkt nach dpa-Angaben derzeit als düster ein. Nach zwei starken Rückgängen der EU-weiten Neuzulassungen um 7,5 Prozent im Januar und noch einmal 7,4 Prozent im Februar geht etwa die Beratungsfirma EY auch in naher Zukunft von drastischen Rückgängen aus. „Der März wird sehr schwach werden, im April wird der Neuwagenmarkt praktisch zum Erliegen kommen“, heißt es von den Analysten.

18.03.2020, 12:47 Uhr: Volkswagen stoppt Produktion in deutschen Werken

Ab Donnerstag schließt Volkswagen seine deutschen Fabriken für zwei Wochen. Neben dem gesundheitlichen Schutz der Mitarbeiter wolle man auch „dem sich abzeichnenden Einbruch der Nachfrage auf den Automobilmärkten“ begegnen, so der Konzern. Man nehme an, die Aussetzung in Deutschland mit Kurzarbeitergeld überbrücken zu können. Für die USA sah das Management zuletzt keine Konsequenzen. In Spanien (Pamplona), Portugal (Palmela) und der Slowakei (Bratislava) wird ebenfalls nur noch bis einschließlich Donnerstag gearbeitet.

Der ID-Anlauf am Standort Zwickau wird durch die Corona-Krise auf eine harte Probe gestellt. Bild: Volkswagen

18.03.2020, 12:18 Uhr: Toyota schließt Werke auf unbestimmte Zeit

Toyota setzt nun ebenfalls Produktion in Europa aus. Die Maßnahmen betreffen die Werke in Onnaing (Frankreich), Burnaston und Deeside (Großbritannien), Walbrzych und Jelcz-Laskowice (Polen), Kolin (Tschechien) sowie Sakarya (Türkei). Das französische Toyota-Werk ist bereits geschlossen worden, die Standorte in Polen und Großbritannien sollen heute, das tschechische Werk morgen folgen. Im türkischen Sakarya sollen die Bänder erst ab dem 21. März stillstehen. Im Vertrieb richte man sich nach den Vorgaben lokaler Behörden, heißt es beim OEM.

18.03.2020, 12:07 Uhr: BMW rechnet mit deutlicher Belastung des Kerngeschäfts

Angesichts des Coronavirus geht BMW von einer deutlichen Belastung des Kerngeschäftes aus. Im laufenden Jahr dürfte die operative Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern im Automobilbau nur noch zwischen zwei und vier Prozent liegen, teilt der Konzern mit. Die Münchener gehen von einer Belastung der operativen Marge im Autogeschäft von rund vier Prozentpunkten aus. „Dabei ist unterstellt, dass sich die Absatzsituation in allen Märkten jeweils nach einigen Wochen wieder normalisieren wird“, sagte Finanzchef Nicolas Peter. Im laufenden Jahr rechnet Peter damit nur mit bis zu 6,4 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern. Ohne die Corona-Krise hätte der Konzern einen deutlich steigenden Vorsteuergewinn angepeilt.

18.03.2020, 11:56 Uhr: TPCA schließt Gemeinschaftswerk in Tschechien

Das Gemeinschaftswerk des japanischen Autobauers Toyota und der französischen PSA-Gruppe im tschechischen Kolin stellt vorübergehend die Produktion ein. Der Termin dafür sei auf Mittwochabend vorgezogen worden, teilte ein Sprecher des Unternehmens TPCA mit. Betroffen sind alle drei Kleinstwagen-Modelle, die normalerweise am Standort in der Nähe von Prag vom Fließband laufen – Toyota Aygo, Peugeot 107 und Citroën C1. Ein Datum, wann die Produktion wieder anlaufen soll, wurde laut dpa nicht genannt.

18.03.2020, 11:47 Uhr: BMW unterbricht Produktion für vier Wochen

Während BMW die chinesischen Werke zuletzt wieder hochgefahren hat und die Händler dort zu großen Teilen wieder ihre Tore öffnen, trifft es nun den heimischen Markt der Münchner. Der Autobauer stoppt seine Produktion in Europa für vier Wochen. Vorstandschef Oliver Zipse sagte dazu am Mittwoch: „Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant.“

18.03.2020, 11:25 Uhr: Autohändlern droht ohne Rettungsschirm die Insolvenz

Handelsexperte Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA), geht in seinem Interview mit carIT davon aus, dass der Autohandel durch die Corona-Krise in eine wirtschaftliche Schieflage gerät. Reindl plädiert daher für einen Rettungsschirm, der die Autohäuser schützen und Insolvenzen so gut es geht vermeiden soll.

18.03.2020, 10:51 Uhr: MAN beantragt Kurzarbeit

Der zur VW-Tochter Traton gehörende Lastwagenbauer MAN führt die Produktion nach dpa-Angaben derzeit weiter fort. Der Hersteller hat allerdings Kurzarbeit für seine deutschen Werke beantragt. Die Regelung soll ab Montag den 23.03.2020 für einen Großteil der Beschäftigten an den produzierenden Standorten gelten. „Aufgrund der unklaren Gesamtsituation und der sich nahezu stündlich ändernden Ereignisse erwartet MAN in den kommenden Tagen weitere und auch zunehmende Engpässe sowohl bei der Belieferung der Produktion als auch bei der Fahrzeug- und Teileauslieferung“, betonte ein Unternehmenssprecher. Auch in Werken außerhalb Deutschlands soll die Produktion zurückgefahren werden. „MAN setzt alles daran, den Betrieb der Vertriebs- und Servicestandorte weltweit, so lange es die Gesamtsituation zulässt, in vollem Umfang aufrechtzuerhalten, um die Versorgungsketten sicherzustellen“, hieß es vom Unternehmen weiter.

18.03.2020, 10:25 Uhr: Goldman Sachs senkt Kursziele für Autofirmen

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Kursziele für zahlreiche Auto-Unternehmen (zum Teil drastisch) nach unten korrigiert. Das Ziel für Valeo hat sich demnach von 31 auf 16 Euro fast halbiert, der Wert für Continental sinkt von 115 auf 78 Euro, der für Hella von 50 auf 36 Euro. Das Kursziel für Renault beträgt nunmehr 19 statt 41 Euro, der Wert für Daimler liegt bei 32 (statt 38) Euro. Angesichts der vom Coronavirus-Ausbruch ausgelösten Lieferketten- und Nachfrage-Unterbrechungen habe er seine Gewinn- und Absatzschätzungen für die europäische Automobilbranche im Jahr 2020 gekürzt, schrieb Analyst George Galliers in einer Branchenstudie. Wichtig sei aber die Feststellung, dass die Konzerne wesentlich besser positioniert sind als im Jahr 2007 vor der Finanzkrise.

18.03.2020, 10:14 Uhr: Zulieferer Leoni verschiebt Hauptversammlung

Der Autozulieferer und Kabelspezialist Leoni verschiebt seine Hauptversammlung. Das Aktionärstreffen soll nun voraussichtlich Ende Juli stattfinden, gibt das Nürnberger Unternehmen bekannt. Ursprünglich war die Veranstaltung für den 7. Mai angedacht. Die Dividendenzahlung verschiebt dadurch allerdings nicht. Das Unternehmen hatte die Zahlung für das vergangene Jahr ausgesetzt, um das Geld für die laufende Sanierung zusammenzuhalten.

18.03.2020, 09:47 Uhr: Daimler legt ebenfalls eine Zwangspause ein

Auch Daimler wird von dieser Woche an einen Großteil der Produktion in Europa aussetzen. Betroffen sind sowohl die Pkw- und Transporter- als auch die Nutzfahrzeug-Produktion. Bis zum Ende dieser Woche sollen die Werke heruntergefahren werden. Zudem wird die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen unterbrochen. Auch die Lieferketten, die derzeit nicht komplett aufrechterhalten werden könnten, sollen überprüft werden. Die Maßnahme soll zunächst für zunächst zwei Wochen gelten. Eine Verlängerung hängt laut dem Unternehmen von der weiteren Entwicklung der Lage ab. Wo der Betrieb aufrechterhalten werden müsse, würden Vorkehrungen zum Schutz der Mitarbeiter getroffen, betonte Daimler. Die wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen ließen sich laut Daimler derzeit noch nicht beziffern. Sollte sich die Lage entspannen, wird der Betrieb laut dem Hersteller wieder vollständig aufgenommen.

Škoda schließt seine Werke – unter anderem in Mladá Boleslav. Bild Škoda

18.03.2020, 09:36 Uhr: Škoda legt Werke in Tschechien still

Nach der Konzernmutter Volkswagen hat auch das tschechische Tochterunternehmen Škoda einen vorübergehenden Produktionsstopp beschlossen. Die Werke Mlada Boleslav, Kvasiny und Vrchlabi sollen am Mittwochabend heruntergefahren werden. Die Maßnahme gilt laut dpa zunächst für rund zwei Wochen. Die Beschäftigten erhalten zu Beginn des Produktionsstopps 70 Prozent ihres Durchschnittseinkommens, in der zweiten Woche 75 Prozent.

17.03.2020, 16:42 Uhr: Ford schließt nahezu alle Standorte in Europa

Auch Ford stellt seine Produktion in Europa vorerst ein. Ab Donnerstag sollen an den deutschen Standorten in Köln und Saarlouis sowie anderen Standorten in Europa die Bänder stillstehen. Eine Ausnahme seien laut dpa-Informationen die Motorenwerke in Großbritannien. Wie lange der Produktionsstopp anhalten werde, sei noch unklar, sagte ein Ford-Sprecher. Der Autobauer hatte bereits im Februar Kurzarbeit für das Kölner Werk beantragt, ob diese Maßnahme auch für weitere Standorte geplant sei, konnte das Unternehmen zunächst nicht bestätigen.

17.03.2020, 16:02 Uhr: Magna Steyr pausiert Gesamtfahrzeugproduktion

Magna Steyr meldet den Mangel an verfügbaren Teilen für die Gesamtfahrzeugproduktion in Graz. Im Vergleich zu den Komponentenwerken, aus denen Teile an Kunden geliefert werden, sei die Situation dort sehr speziell, teilte der österreichische Hersteller mit. Die Werksleitung wird, in Absprache mit den Arbeitnehmervertretern, die Gesamtfahrzeugproduktion deshalb vom 17. März bis zum 30. März 2020 vorübergehend einstellen. Alle anderen Bereiche werden vorerst weiterarbeiten. Dass die Kunden des Unternehmens von vielen Planänderungen und in einigen Fällen auch Betriebsschließungen betroffen sind, könnte die Situation jedoch weiter verschärfen. In China hat ein Großteil der Werke hingegen die Produktion wiederaufgenommen und die Mitarbeiter seien an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt, verkündete ein Sprecher gegenüber carIT.

17.03.2020, 15:05 Uhr: Schaeffler produziert trotz fünf infizierter Mitarbeiter

Noch läuft die Produktion bei Schaeffler: Der Zulieferer verzeichnet unter seinen Mitarbeitern fünf Corona-Fälle in Deutschland. Alle Dienstreisen – auch zwischen den Standorten – sind inzwischen untersagt. Mitarbeiter sind angehalten, im Home-Office zu arbeiten. Externe Besuche sind nicht mehr möglich. Die lokalen Krisenstäbe des Unternehmens sind bereits europaweit aktiviert, so ein Sprecherin gegenüber carIT.

17.03.2020, 14:24 Uhr: Bosch muss den Betrieb nicht pausieren

Bosch evaluiert die momentane Situation und bereitet sich auf verschiedene Szenarien vor. Dafür stehe der Zulieferer mit Kunden, Partnern und Lieferanten im regelmäßigen Austausch. „Derzeit können wir den Betrieb an unseren Produktionsstandorten weitgehend aufrechterhalten. Gleiches gilt für die Lieferketten. Die Auswirkungen auf unser Geschäft hängen stark von den weiteren Entwicklungen ab, die sehr dynamisch sind“, sagte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage von carIT.

17.03.2020, 14:13 Uhr: Porsche hält Produktion aktuell aufrecht

Seit Montag wurde bei Porsche das mobile Arbeiten ausgeweitet. Insofern es die betrieblichen und persönlichen Voraussetzungen zulassen, sollen Mitarbeiter des Autobauers mobil arbeiten. „In Baden-Württemberg schließen die Kindergärten und Schulen am Dienstag, in Sachsen am Mittwoch. Deshalb dürfen Mitarbeiter, die nicht mobil arbeiten können, an diesem Tag zuhause bleiben. Dies soll ihnen helfen, die persönlichen Belange wie beispielsweise die Betreuung für die folgenden Tage zu organisieren“, erläutert ein Porsche-Sprecher gegenüber carIT. Die Produktion hält der Premiumhersteller aktuell weiter aufrecht. Dienstreisen seien bis auf Weiteres allerdings grundsätzlich zu vermeiden.

17.03.2020, 14:08 Uhr: Audi sagt Jahrespressekonferenz ab

Audi hat seine für Donnerstag geplante Jahrespressekonferenz angesichts der momentanen Situation komplett abgesagt. Auch der als Notlösung geplante Webcast mit dem scheidenden Vorstandschef Bram Schot findet laut dem Autobauer nicht statt. Jahresabschluss und Geschäftsbericht werden laut dpa-Quellen am Donnerstag um 10.00 Uhr zusammen mit Presseinformationen veröffentlicht.

17.03.20, 13:45 Uhr: ZF setzt auf globale Task-Force

Bei ZF ist seit Ausbruch des Corona-Virus eine globale Task-Force im Einsatz, um frühzeitig Empfehlungen zu geben und Maßnahmen einzuleiten, so ein Unternehmenssprecher gegenüber carIT. Um mitzuhelfen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, hat ZF verschiedene Maßnahmen eingeleitet. Dazu zählt beispielsweise eine Home-Office-Regelung. Interne Präsenzveranstaltungen sind derzeit abgesagt, Besprechungen und Meetings finden virtuell statt. Hinzu kommt das generelle weltweite Verbot von Geschäftsreisen. Die Lieferketten sind derzeit – Stand 17. März 2020 – stabil, aber Beschränkungen des Verkehrs und Kontrollen an den Grenzen erschweren beziehungsweise verzögern die Warenlieferungen. Wie sich eine mögliche Ausweitung der Risikogebiete auf die Lieferketten und die Produktion auswirkt, lasse sich aktuell nicht absehen, aber die wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus werden spürbar sein, so das Unternehmen.

17.03.2020, 12:35 Uhr: Audi macht die Schotten dicht

Die VW-Tochter Audi fährt ihre Werke in Ingolstadt, Neckarsulm, Belgien, Mexiko und Ungarn bis Ende dieser Woche schrittweise komplett herunter. Ab Montag wird die Produktion in diesen Werken ausgesetzt. Produktions- und Logistikvorstand Peter Kössler sagte: „Die aktuelle Lage zwingt uns nun zu den angekündigten Maßnahmen und wird uns weiterhin viel Flexibilität und Solidarität abverlangen.“ Der Schritt sei mit dem Betriebsrat und dem Volkswagen-Konzern abgestimmt. Angesichts der deutlich verschlechterten Absatzlage und der sich abzeichnenden Unsicherheit der Teileversorgung „wird es an den meisten Standorten des Volkswagen-Konzerns zu Produktionsunterbrechungen kommen“, zitiert die dpa das Unternehmen.

17.03.2020, 12:23 Uhr: Trumpf bereitet sich auf Verzögerungen vor

Laserhersteller Trumpf hält sich auf die Frage nach möglichen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Produktion in Deutschland und Europa bedeckt. „Der Zentraleinkauf evaluiert laufend die weltweiten Lieferketten, um gegebenenfalls Lieferengpässe rechtzeitig identifizieren zu können“, sagte ein Sprecher gegenüber carIT. Klar ist aber auch: „Wie inzwischen die Branche allgemein bereitet sich auch Trumpf auf Verzögerungen vor – sowohl in der Lieferkette wie auch in der Produktion.“ Zentrale, lokale und fachbezogene Krisenstäbe arbeiten gemeinsam daran, um die Folgen der sich ausbreitenden Virusinfektionen möglichst gering zu halten. In China ist nach dem offiziellen Ende der behördlich verlängerten Neujahrsferien die Produktion bei Trumpf am 10. und 12. Februar wieder angelaufen. Trotz der schwierigen Umstände wurden dort bereits über 90 Prozent der normalen Produktionskapazität wieder erreicht.

17.03.2020, 11:55 Uhr: Dräxlmaier vertraut auf eigenen Krisenstab

Bereits mit Beginn des Corona-Virus-Ausbruchs hat Dräxlmaier eine Task Force gegründet und diese mittlerweile in einen Krisenstab überführt, so das Unternehmen gegenüber carIT. Der Zulieferer delegiert damit die neuen Herausforderungen in Bezug auf das Monitoring der Lieferketten, besonders auch in Risikogebieten, das Ausarbeiten alternativer Logistikstrecken, um abgeriegelte Grenzübergänge zu umgehen, sowie neue Schichtmodelle und die Desinfektion der Arbeitsplätze zwischen den Schichten.

17.03.2020, 11:15 Uhr: Conti will Werke nur auf behördlichen Beschluss schließen

Nach derzeitigem Erkenntnisstand bewegt sich die Anzahl der Infizierten bei Continental weltweit im unteren einstelligen Bereich. „Seit Ausbruch des Coronavirus in der Provinz Hubei gilt unser Hauptaugenmerk der Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie der Aufrechterhaltung unserer Lieferfähigkeit. Um den Produktionsbetrieb in dem erforderlichen Maße aufrechterhalten zu können, treffen wir derzeit an allen Standorten entsprechende Maßnahmen“, teilte der Zulieferer auf Nachfrage von carIT mit. Im Einzelfall könne dies bedeuten, dass die Produktion aufgrund notwendiger Desinfektionsmaßnahmen kurzfristig für die Dauer weniger Tage unterbrochen wird. Die vorrübergehende Schließung von Werken sei allerdings die Ultima Ratio und erfolge nur in Extremfällen sowie auf behördlichen Beschluss.

17.03.2020, 11:00 Uhr: Mahle schickt Headquarter ins Home-Office

Mahle vermeldet jeweils einen Corona-Fall in Cannstatt und Feuerbach. Am Standort Kornwestheim wurden nach Aussagen des Zulieferers aus Stuttgart alle Mitarbeiter nach Hause geschickt. Im Headquarter arbeitet der größte Teil der Belegschaft bereits im Home-Office. „Die Dynamik ist enorm, seriöse Prognosen können wir keine machen“, so ein Sprecher gegenüber carIT. „Wir richten uns streng nach den Vorgaben des Robert Koch-Instituts.“

17.03.2020, 10:07 Uhr: VW-Betriebsrat kritisiert zögerliches Handeln

Die Mitarbeitervertretung bei Volkswagen kritisiert die für Freitag den 20. März geplante Aussetzung an zahlreichen Standorten als zu spät. Nach dpa-Angaben verlangt der Betriebsrat vom Vorstand mehr Klarheit und Verantwortung bei den angekündigten Schließungen: „Wir erwarten jetzt einen geordneten Ausstieg aus der Fertigung.“ Das Management müsse detaillierte Pläne für die einzelnen Werke vorlegen, schrieben Betriebsratschef Bernd Osterloh und seine Stellvertreterin Daniela Cavallo an die Belegschaft. „Dazu zählt insbesondere das Werk in Zwickau, wo die Kolleginnen und Kollegen den ID-Anlauf stemmen. Wir erwarten hier eine Lösung – denn einige im Vorstand wollen ihrer Verantwortung offenbar nicht gerecht werden.“ Der Betriebsrat könne nicht nachvollziehen, warum die Mitarbeiter „ohne eine klare Ansage und ohne klare Worte aus dem Management für ein paar hundert Autos mehr eine Ansteckung riskieren sollen“.

17.03.2020, 09:25 Uhr: Produktion des VW-Konzerns wird lahmgelegt

Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus will der VW-Konzern die Produktion in zahlreichen Werken vorübergehend aussetzen. An den allermeisten Standorten des VW-Konzerns soll an diesem Freitag die letzte Schicht laufen. Dies verkündete die dpa in Bezugnahme auf den Betriebsrat in Wolfsburg. Aus Sicht der Mitarbeitervertreter des OEMs reicht die beschlossene Unterbrechung der Fertigung bisher aber nicht aus. Am vergangenen Wochenende waren Krankheitsfälle im Werk Baunatal bei Kassel sowie im Stammwerk Wolfsburg bekannt geworden.

17.03.2020, 07:00 Uhr: VW-Konzern legt Zahlen vor und blickt voraus

Der Volkswagen Konzern hat das Geschäftsjahr 2019 mit verbesserten finanziellen Ergebnissen fast aller Marken erfolgreich abgeschlossen. Dennoch blickt Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, mit Skepsis auf das laufende Geschäftsjahr: „2020 ist ein sehr schwieriges Jahr. Die Corona-Pandemie stellt uns vor ungekannte operative und finanzielle Herausforderungen. Zudem sind nachhaltige Konjunktureinflüsse zu befürchten. Durch die Bündelung unserer Kräfte, eine enge Zusammenarbeit und gute Moral im Konzern wird es uns gelingen, die Corona-Krise zu bewältigen.“

16.03.2020, 17:15 Uhr: VW plant Produktionsstopp in der Slowakei

Die Produktion aller drei VW-Werke in der Slowakei soll vorübergehend eingestellt werden. Eine endgültige Entscheidung wurde laut einer Unternehmenssprecherin jedoch noch nicht getroffen. Sie erläuterte gegenüber der dpa, dass die Standorte in Bratislava, Martin und Stupava diesen Montag noch in Betrieb waren, um eine schrittweise und geordnete Stilllegung der Produktion zu ermöglichen. Innerhalb des Konzerns nimmt vor allem der Standort Bratislava eine Schlüsselposition ein, da dort Autos von fünf Marken zugleich hergestellt werden und das Werk bei Bedarf in der Lage ist, auch Produktionen anderer internationaler Standorte zu übernehmen.

16.03.2020, 16:20 Uhr: Groupe PSA schließt europäische Werke

Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus, Versorgungsschwierigkeiten und dem Rückgang der Automobilmärkte wird die Groupe PSA vorrübergehend Werke in Europa schließen – dies betrifft auch das Tochterunternehmen Opel. Bereits am heutigen Montag werden die Werke in Mulhouse (Frankreich) und Madrid (Spanien) geschlossen. Am Dienstag folgen die Standorte Poissy, Rennes und Sochaux in Frankreich, Eisenach und Rüsselsheim (Deutschland), Saragossa (Spanien), Ellesmere Port (Vereinigtes Königreich) sowie Gliwice (Polen). Ab Mittwoch stehen dann auch in Hordain (Frankreich), Vigo (Spanien) und Mangualde (Portugal) die Bänder still. Abschließend folgen am Donnerstag die Werke Luton (Vereinigtes Königreich) und Trnava (Slowakei). Die Maßnahmen sollen bis 27. März in Kraft bleiben. Neben den Fahrzeugproduktionsstätten werden ebenfalls die Komponenten- und Motorenwerke geschlossen.

Auch die Motorenwerke der Groupe PSA sind aufgrund des Virus geschlossen. Bild: Groupe PSA

Die Maßnahmen der Automobilindustrie im Überblick

Nachdem Porsche die Produktion zunächst aufrecht halten wollte, verkündete inzwischen auch der Premiumhersteller eine Auszeit von zwei Wochen. Das Stammwerk Zuffenhausen und der Produktionsstandort Leipzig werden demnach ab Samstag den 21.3.2020 geschlossen.

Während BMW die chinesischen Werke zuletzt wieder hochgefahren hat, trifft es nun den heimischen Markt der Münchner. Der Autobauer stoppt seine Produktion in Europa für vier Wochen. Vorstandschef Oliver Zipse sagte dazu am Mittwoch: „Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant.“ Der OEM musste bereits einen Krankheitsfall in seinem Münchner Forschungs- und Entwicklungszentrum verzeichnen, konnte den Betrieb aber ohne Einschränkungen fortsetzen.

Auch Daimler setzt einen Großteil der Fertigung in Europa aus. Betroffen sind sowohl die Pkw- und Transporter- als auch die Nutzfahrzeug-Produktion. Zudem wird die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen unterbrochen. Die Maßnahme soll zunächst für zunächst zwei Wochen gelten.Ebenso nach Hause geschickt werden die Mitarbeiter in Brasilien: Dort soll die Arbeitspause vom 25. März bis zum 19. April gelten.

Die Produktion der Volkswagen-Kernmarke steht still: In Deutschland ruhen bereits der Stammsitz Wolfsburg, die Standorte Emden, Hannover, Osnabrück, Zwickau, Dresden, die Komponentenwerke Braunschweig, Salzgitter, Kassel, Chemnitz sowie die Sparte Sitech. Im spanischen Pamplona, im portugiesischen Palmela und im slowakischen Bratislava wird ebenfalls nicht mehr gearbeitet. Inzwischen hat der Produktionsstopp auch die USA erreicht. Im Werk Chattanooga, Tennessee, werden die Bänder von diesem Samstag an für zunächst eine Woche angehalten.

Zudem hat der Volkswagen-Konzern die Fertigung von Lamborghini und Bugatti in Italien bis zum 25. März eingestellt. In Spanien steht die Produktion in den Werken Martorell und Navarra still, nachdem die spanische Regierung den Ausnahmezustand verhängt hat: Produziert werden dort unter anderem Fahrzeuge der Marke Seat. Auch bei Škoda wurde ein vorübergehender Produktionsstopp beschlossen. Die tschechischen Werke in Mlada Boleslav, Kvasiny und Vrchlabi wurden heruntergefahren. Die Maßnahme gilt zunächst für rund zwei Wochen. In den drei slowakischen Werken ruht die Produktion ebenfalls. Die VW-Tochter Audi fährt ihre Werke in Ingolstadt, Neckarsulm, Belgien, Mexiko und Ungarn komplett herunter. Ab dem 23. März wird die Produktion ausgesetzt. „Während sich die Situation in China stabilisiert, wird sie in Europa schwieriger. Die Aufrechterhaltung der Lieferketten wird immer komplizierter“, fasst ein VW-Konzernsprecher die Lage zusammen.

Die Groupe PSA hat beschlossen, eine Vielzahl europäischer Werke schrittweise vorübergehend zu schließen – dies betrifft auch das Tochterunternehmen Opel. Betroffen sind die Standorte Mulhouse, Poissy, Rennes, Sochaux und Hordain in Frankreich, Madrid, Saragossa und Vigo in Spanien, Eisenach, Kaiserslautern und Rüsselsheim in Deutschland, Ellesmere Port und Luton im Vereinigten Königreich sowie Gliwice in Polen, Mangualde in Portugal und Trnava in der Slowakei. Die Maßnahmen sollen bis 27. März in Kraft bleiben. Neben den Fahrzeugproduktionsstätten werden ebenfalls die Komponenten- und Motorenwerke geschlossen.

Renault weitet seine Werksschließungen auf ganz Europa aus und stoppt die Produktion in Rumänien, Portugal, Slowenien sowie in Marokko. Bereits am Montag den 16.03.2020 hatte der OEM seine Werke in Frankreich geschlossen.

General Motors wird vorerst bis zum 30. März alle Produktionsstätten in Nordamerika schließen und ordnet vom 30. März bis zum 12. April zudem eine Arbeitspause in Brasilien an.

Nachdem Ford auf Anfrage von carIT mitgeteilt hat, dass einzig der Betrieb im Werk Saarlouis ein- statt zwei-schichtig erfolgt, stellt der Autobauer nun seine europäische Produktion vorerst ein. Die einzige Ausnahme in Europa seien laut dpa-Informationen die Motorenwerke in Großbritannien. Wie lange der Produktionsstopp anhalten werde, sei noch unklar, sagte ein Ford-Sprecher. Zudem werden bis zum 30. März alle Produktionsstätten in Nordamerika schließen. Zuvor hatte Ford angekündigt, die Produktion in Chicago wegen Teileknappheit vorübergehend stillzulegen. 

Der US-Autobauer Tesla ist von den zuständigen Behörden angewiesen worden, die Produktion am kalifornischen Standort Freemont auszusetzen. Der OEM hatte zuvor angekündigt, die Produktion fortzusetzen zu wollen, wird die Arbeit aber nun bis zum 7. April niederlegen. Tesla hatte wegen des Virus schon zeitweise sein Werk in Shanghai schließen müssen.

Fiat Chrysler Automobiles und Maserati setzen die Produktion in sechs italienischen Werken sowie jeweils in einem Werk in Serbien und Polen aus. Die vorübergehende Maßnahme soll bis zum 27. März gelten. Vision-Mobility meldete allerdings, dass die Arbeit in den Werken Pomigliano, Melfi, Atessa und Cassino nicht niedergelegt, sondern nur an zwei weiteren Tagen ruhen soll. FCA hatte die Produktion des Fiat 500L im serbischen Kragujevac bereits im Februar pausiert, da die Komponentenversorgung aus China unterbrochen war. Am US-Standort Sterling Heights, einem Vorort von Detroit, wird außerdem die Fertigung des Pick-ups RAM 1500 ausgesetzt.

Auch der italienische Sportwagenhersteller Ferrari schließt seine beiden Werke in Maranello und Modena für zwei Wochen. Die Probleme in der Lieferkette würden eine weitere Produktion nicht zulassen, teilte Ferrari mit.

Rolls-Royce wird die Produktion im britischen Werk Goodwood ab dem 23. März für zwei Wochen ruhen lassen. Anschließend ist eine zweiwöchige Osterpause für Wartungsarbeiten vorgesehen.

Nach der Werksschließung im belgischen Gent, wo bis zum 5. April der Betrieb eingestellt wird, schließt Volvo zwischen dem 26. März und dem 14. April auch seine Produktionsstätten Torslanda, Skövde und Olofström (Schweden) und das Werk in South Carolina (USA).

Hyundai schließt sein Werk in Tschechien. Die Produktion in Nosovice soll ab dem 23. März für zwei Wochen ruhen. Außerdem stoppte der Hersteller nach einem Krankheitsfall die Fertigung des Werkes Montgomery im US-Bundesstaat Alabama.

Nissan hat sein Werk im britischen Sunderland bereits am Dienstag den 17.03.2020 stillgelegt, den Stopp allerdings nur bis Ende der Woche beschlossen. Wie die Japaner weiter verfahren, ist bisher noch unklar. In den USA soll beim OEM ab 20. März ein zweiwöchiger Shutdown beginnen. 

Honda hat die Produktion im britischen Werk Swindon eingestellt. Nach derzeitigem Erkenntnisstand plant der japanische Hersteller, die Fertigung am 6. April wiederaufzunehmen. Ebenso hat der OEM die Einstellung der Produktion in den USA, Kanada und Mexiko ab dem 23. März angekündigt.

Toyota setzt die Produktion in Europa schrittweise aus: Die Maßnahmen betreffen die Werke in Onnaing (Frankreich), Burnaston und Deeside (Großbritannien), Walbrzych und Jelcz-Laskowice (Polen), Kolin (Tschechien) sowie Sakarya (Türkei). Bis auf das Werk im türkischen Sakarya, dessen Schließung für den 21. März vorgesehen ist, wurden bereits alle Standorte stillgelegt und auch die nordamerikanische Produktion wird ab dem 23. März ruhen.

Das Gemeinschaftswerk des japanischen Autobauers Toyota und der französischen PSA-Gruppe im tschechischen Kolin stellt vorübergehend die Produktion ein. TPCA produziert dort den Toyota Aygo, Peugeot 107 und Citroën C1. Ein Datum, wann die Produktion wieder anlaufen soll, wurde nicht genannt.

Magna Steyr meldet den Mangel an verfügbaren Teilen für die Gesamtfahrzeugproduktion in Graz. Das Werk des österreichischen Herstellers soll deshalb vom 17. März bis zum 30. März 2020 geschlossen bleiben. Alle anderen Bereiche werden vorerst weiterarbeiten. In China hat ein Großteil der Werke hingegen die Produktion wiederaufgenommen und die Mitarbeiter seien an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt, verkündete ein Sprecher gegenüber carIT.

Der schwedische Lkw- und Bus-Hersteller Scania stoppt in der nächsten Woche große Teile seiner Produktion in Europa. Betroffen sind die Produktionsstätten in Schweden, den Niederlanden und Frankreich. Um den Transport von Waren nicht zu gefährden, sollen die Servicewerkstätten und Ersatzteilzentren aber geöffnet bleiben, sagte Scania-Chef Henrik Henriksson. Die Industriebetriebe in Lateinamerika würden ihre ebenfalls Arbeit fortsetzten.

MAN hat seine Produktion im Stammwerk München am Donnerstag eingestellt. „In den anderen Werken wird die Produktion individuell heruntergefahren“, teilte das Unternehmen mit. Ab 23. März seien die deutschen Standorte in Kurzarbeit. Auch in den ausländischen Werken werde die Produktion zurückgefahren. Vertrieb und Service sollen „so lange es die Gesamtsituation zulässt“ aufrechterhalten werden.

Schaeffler fährt die Produktion im Automobilgeschäft zurück. Die Anpassung erfolge standortspezifisch und unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedarfssituationen in den Sparten, teilt der Zulieferer mit. Zu dem Maßnahmenpaket gehört neben Schließtagen, Gleitzeitkonten und Betriebsferien auch Kurzarbeit.

ZF setzt in den deutschen Werken auf Kurzarbeit und rechnet mit Produktionsstopps. „Wir gehen davon aus, dass wir die Arbeit sowohl in einzelnen Produktlinien als auch in ganzen Werken und Verwaltungsbereichen ruhen lassen werden“, hieß es vom Zulieferer.

Continental fährt die Produktion bis auf Weiteres herunter. Zusätzliche Informationen, etwa zur Dauer, Standorten und dem Zeitpunkt der Maßnahmen gab das Unternehmen nicht bekannt.

Bosch drosselt seine Produktion an einigen Standorten im europäischen Ausland. Einzelne Werke in Frankreich, Italien und Spanien setzen derzeit vorübergehend die Produktion aus oder fahren sie herunter. Deutsche Standorte sind laut dem Zulieferer jedoch noch nicht betroffen.

Kirchhoff Automotive fährt die Produktion an den meisten seiner weltweit verteilten Standorte zurück. Nur im Werk Iserlohn sollen bestimmte Produktionsbereiche weiterarbeiten, weil dort Fahrzeugteile für Abnehmer in den USA und China produziert werden.

Ab Anfang kommender Woche will Grammer die Produktion an seinen europäischen Standorten einschränken oder einstellen. An Standorten, die Kunden außerhalb Europas oder die Nutzfahrzeughersteller beliefern, werde die Produktion entsprechend aufrechterhalten, heißt es vom Zulieferer.

Der französische Reifenhersteller Michelin schließt einen Teil seiner europäischen Standorte. Die Maßnahme betrifft laut dem Unternehmen Werke in Frankreich, Spanien und Italien.

Der Lichtkonzern Osram plant ein umfangreiches Sparpaket. Das Unternehmen zieht derzeit „konkret in Betracht, Kurzarbeit an besonders betroffenen Standorten anzuordnen sowie eigene Produktionsstätten vorübergehend zu schließen“. Welche Standorte das seien, sei aber noch offen, sagte ein Sprecher.

An den inländischen Standorten von Hella ist derzeit Kurzarbeit in Vorbereitung, ebenso zieht das Management die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten in Betracht.

Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall hält die Folgen des Coronavirus derzeit für beherrschbar. In Europa und Amerika läuft die Produktion nach Unternehmensangaben derzeit stabil und die chinesischen Werke sind zu 70 Prozent wieder hochgefahren.

mit Material der dpa