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Sollte es keinen Rettungsschirm für deutsche Händler geben, könnte es laut Stefan Reindl zu massiven Insolvenzen kommen. Bild: IfA

| von Hilmar Dunker

In Anbetracht der Corona-Krise: Was kommt auf den Handel in den nächsten Monaten zu?

Bei uns gibt es kaum Autohäuser, in denen Verkauf und Werkstatt getrennt sind. Fakt ist: Bricht der Fahrzeugabsatz ein, leidet natürlich der Handel – und davon ist jetzt auszugehen. Der Handel ist grundsätzlich mit einer Umsatzrendite in Höhe von ein bis zwei Prozent sehr dünn aufgestellt. Sollte es keine staatliche Unterstützung geben, werden die Betriebe extrem in Mitleidenschaft gezogen. Man wird deswegen nicht umhinkommen, diesen Branchenzweig zu stützen. Wir reden schließlich über 450.000 Mitarbeiter in diesem Bereich.

Wie hoch ist der prognostizierte Einbruch?

Ich würde ungern eine Zahl nennen, weil wir viele Entwicklungen derzeit nicht einschätzen können. Sicher ist: Die Nachfrage wird stark zurückgehen.

Werden wir 2020 mit einer größeren Zahl von Insolvenzen im deutschen Handel rechnen müssen?

Ja. Der Branchenzweig ist nicht sehr robust im Hinblick auf Nachfrageschwankungen. Wenn es keinen Rettungsschirm gibt, wird es zu massiven Insolvenzen kommen. Einen Monat oder zwei können die Betriebe sowas aushalten, drei oder gar sechs Monate werden zum echten Problem – dann wird es für viele eng.

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