Brian Morrison, Co-Founder, CTO, and President -1

Brian Morrison: „Der Markt wird in Kürze feststellen, dass Wasserstoff sehr einfache, leistungsstarke und sichere Alternative für den Elektroantrieb darstellt.“ Bild: Alakai

| von Werner Beutnagel

Im Juni 2019 stellte das Startup Alakai erstmals das Flugtaxi vor. Als Partner des ambitionierten Projektes ist BMW Designworks mit am Start. Im Interview mit carIT spricht Co-Founder und CTO Brian Morrison über die Argumente für die Brennstoffzelle, die Zusammenarbeit mit BMW Designworks und die wichtigsten Märkte der Technologie.

Das Modell Skai soll mit Brennstoffzellen angetrieben werden. Warum ist die Wahl gerade auf diese Form des Antriebs gefallen?

Als wir 2012 zum ersten Mal den Weg Richtung Mobilität in der Luft eingeschlagen haben, waren Batterien was die Stromversorgung betrifft ganz oben auf unserer Liste. Wir sind der Meinung, dass Elektroantriebe anderen überlegen sind. Sie bieten Fahrzeugen mit Luftmobilität eine Reihe von Vorteilen. Allerdings merkten wir, dass die Batterieleistungen unterschiedliche Einschränkungen hatten, nachdem wir verschiedene Nutzungsszenarien durchgeführt hatten. Auch das langsame Tempo bei der Entwicklung störte uns. Daher haben wir alternativen Quellen umgesehen.

Der Markt wird in Kürze feststellen, dass Wasserstoff sehr einfache, leistungsstarke und sichere Alternative für den Elektroantrieb darstellt. Wir hatten in dem Sinne keine Erleuchtung, sondern wir evaluierten die Möglichkeiten und trafen pragmatische Entscheidungen, um die bestmögliche Lösung für unsere Fahrzeuge zu finden.

In der Konzeption von Skai ist BMW Designworks mit von der Partie gewesen. Wie ist es zu dieser Kooperation gekommen und welche gemeinsamen Schritte sind mit Autoherstellern wie BMW in Zukunft geplant?

Als Unternehmen besteht unsere Mission darin, auch externe Ressourcen bei der Entwicklung einzubeziehen – wir können damit einfach effizienter arbeiten. Wir sind damit beispielsweise in der Lage, die Erfahrungen diese Unternehmen zu nutzen und so effektivere Lösungen zu entwickeln. Designworks ist ein gutes Beispiel für diese Art der Zusammenarbeit.
Wir hatten das Glück, Designworks kennenzulernen und wurden uns sehr schnell hinsichtlich der Perspektiven des Skai Systems einig.

Das Ergebnis haben wir beim offiziellen Launch im Mai vorgestellt – ebenso wie kürzlich auf der BMW Next/Gen Veranstaltung in München. Designworks ist Teil der BMW Group. Unsere Teilnahme am Next/Gen Event basiert ausschließlich auf Kooperation mit Designworks. Wir sprechen mit einer Reihe interessanter Unternehmen über künftige Entwicklungen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es aber nichts, was wir schon erzählen könnten. Alle Gespräche sind natürlich vertraulich.

Welche konkreten Einsatzszenarien sehen Sie für Skai und in welchen Märkten halten Sie einen schnellen Serienstart für wahrscheinlich?

Unser Hauptaugenmerk liegt auf Märkten, die bereits über Wasserstoff als künftige Kraftstofflösung nachdenken oder bereits entsprechende Lösungen entwickeln. Gute Beispiele sind der US-Bundesstaat Kalifornien, Deutschland und Japan. Diese Regionen oder Länder sind international führend. Eine Reihe weiterer Länder beschäftigen sich verstärkt mit Wasserstoff. Verschiedene Länder erkennen nach und nach, dass die langfristige Tragfähigkeit einer wasserstoffbasierten Energieversorgung eine Reihe von Vorteilen hat. Die IEA veröffentlichte kürzlich eine aufschlussreiche Studie zu diesem Thema, die als Referenz über den zunehmenden Fokus von Wasserstoff dient. In den USA gibt es genügend Ressourcen und Marktenergie, die einen guten Start gewährleisten. Allerdings sehen wir auch die Marktchancen anderer wasserstofforientierter Unternehmen weltweit und wir arbeiten daran, diese zu nutzen.