Interview Firma ZF Friedrichshafen Thorsten Gollewski

Unter der Leitung von Torsten Gollewski hat sich die Zukunft Ventures zum Katalysator für neue Technologien entwickelt. Bild: Uli Regenscheit

| von Claas Berlin

carIT: Welche Rolle spielt das von Ihnen geführte Tochterunternehmen Zukunft Ventures, wenn es darum geht, in neuen Geschäftsmodellen zu denken und den strategischen Wandel von ZF zu beschleunigen?

Innerhalb von ZF sind wir der Beschleuniger und Transformator für neue Technologiekompetenzen. Das meint aber nicht nur die Arbeit in neuen Geschäftsmodellen. Durch Partnerschaften sowie Beteiligungen sichern wir uns den sofortigen Zugriff auf vielversprechende Technologien und gleichen strategische Richtungen miteinander ab. Allerdings wollen wir dabei unter allen Umständen den unternehmerischen Geist unser Technologiepartner erhalten. Es hat keinen Sinn, diese Akteure an die Abschleppstange des Großkonzerns zu hängen. Das ginge auf Kosten von Agilität und Geschwindigkeit.

Wenn Sie neue Technologiepartner andocken, gucken Sie dann nur, was die Unternehmen können, oder nimmt ZF auch Einfluss darauf, was die Partner künftig tun?

Wir machen grundsätzlich beides. Es gibt immer eine Absprungbasis, aber wir haben natürlich eine klare Vorstellung, wo sich das Unternehmen strategisch hin entwickeln soll. Daher steigen wir im Gegensatz zu anderen Corporate Ventures auch mit signifikanten Beteiligungen in diese Partnerschaften ein, um die Richtung mitgestalten zu können. Aber das alles mit unternehmerischer Verantwortung in den Beteiligungsgesellschaften. Schließlich sollen die Partnerschaften am Ende des Tages uns als ZF insgesamt in den verschiedenen Technologiefeldern beschleunigen. 

Ist die Zukunft Ventures ein Konstrukt auf Zeit oder eine dauerhafte Einrichtung?

Ich bin überzeugt davon, dass es eine dauerhafte Einrichtung innerhalb des Konzerns bleibt. Denn bisher nimmt die Marktentwicklungsgeschwindigkeit eher zu als ab. In diesem Umfeld ist Zukunft Ventures ein wichtiger Baustein in unserer Gesamtstrategie. Dennoch möchte ich nicht grundsätzlich ausschließen, dass wir Beteiligungen unterhalb unserer Zukunftssparte nicht auch einmal in den Konzern integrieren oder gar ein neues Geschäftsfeld aufbauen, wenn es strategisch Sinn ergibt.

Das komplette Interview mit Torsten Gollewski lesen Sie in der kommenden Ausgabe der carIT, die am 26. Februar erscheint.