Weltpremiere: VW Caddy 5
| von Stefan Grundhoff

 

Der VW Caddy ist seit vielen Jahren deutlich mehr als ein Nutzfahrzeug allein. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurde der Hannoveraner mehr als drei Millionen Mal verkauft. Nachdem viele der Hochdachkombis mittlerweile vom Markt verschwunden sind, weil sich deren potenzielle Privatkunden in SUVs verliebt haben, bleibt Volkswagen seiner Linie treu und bietet den Caddy als Transporter und PKW mit verschiedenen Aufbauten und Radständen an. Auch in seiner fünften Generation ist der Caddy dabei ein Lademeister, variabel einsetzbar für alles und jeden, der keinen großen Transporter benötigt. Dabei sieht der neue VW Caddy moderner, zeitgemäßer aus, was insbesondere die familiären Privatnutzer interessieren sollte. Das gilt für das Äußere mit LED-Scheinwerfern vorne wie hinten sowie für die große Heckklappe, die in der schwarzen Glasfläche nunmehr nicht nur das neue VW-Signet, sondern unter dem Kennzeichen auch den verchromten Schriftzug Caddy trägt.

Im Innenraum geht es nach Vorbild von Golf und Co. puristischer und deutlich ergonomischer zu. Neben den animierten Instrumenten gibt es links ein Bedienfeld für die Lichtfunktionen. In der Mitte der Armaturentafel und leicht zum Fahrer geneigt einen Touchbildschirm, über den sich die wichtigsten Fahrzeugfunktionen bedienen und anzeigen lassen. Technisch ist der neue VW Caddy erstmals auf dem modularen Querbaukasten des Volkswagen Konzerns unterwegs und kann dessen Antriebe und Technologien nahezu uneingeschränkt nutzen. So bietet der neue VW Caddy knapp 20 neue oder verbesserte Assistenzsysteme bis hin zum Abstandstempomaten oder Totwinkelassistenten. Der Laderaum ist größer denn je; im Caddy Maxi bringt man bis zu zwei Euro-Paletten unter. Für Familien ist der VW Caddy wie bisher auch als bis zu siebensitziger Caddy Life zu bekommen.

Die Gewerbekunden interessieren sich nicht einmal am Rande für das Design. Wichtig sind ihnen allein Ladevolumen, Nutzlast, Antriebe und Unterhaltskosten. Durch die neuen, besonders sparsamen Dieselmotoren soll der VW Caddy ebenfalls Bestwerte im Segment setzen, wobei die Stickoxid-Emissionen der TDI-Motoren durch Twindosing deutlich gesenkt wurden. Das Motorenangebot des Caddy stammt dabei aus dem Konzernregal. Die meisten Kunden dürften sich erneut für den zwei Liter großen Dieselmotor entscheiden, der zwischen 75 und rund 150 PS leisten wird. Wahlweise gibt es Sechsgang-Handschaltung sowie Doppelkupplungsgetriebe und für die Topmodelle einen optionalen Allradantrieb, der sich nicht nur bei den Privatkunden, sondern auch den gewerblichen Nutzern einer zunehmend großen Beliebtheit erfreut. Neben dem 2.0 TDI wird der neue 1,5-Liter-Turbo-Benziner aus Golf und Co. angeboten.

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