Vorstellung: Toyota Prius – vierte Generation
| von Hilmar Dunker

Die vierte Generation Prius, die Toyota auf der Tokyo Motor Show (30. Oktober bis 8. November) präsentiert, setzt nicht mehr nur auf maximale Sparsamkeit. Der bei seiner Premiere 1997 zunächst als Öko-Modell belächelte, aber längst zum weltweit meistverkauften Hybridauto avancierte Elektro-Benziner soll jetzt auch Fahrspaß bieten – allerdings mit etwas weniger Motorleistung.

Die Systemleistung aus dem Zusammenspiel der Aggregate ist noch nicht bekannt. Mit 53 kW/72 PS liegt der Elektromotor 7 kW/10 PS unter dem Vorgängermodell. Der bekannte, aber komplett überarbeitete 1,8-Liter-Benziner kommt weiterhin auf 72 kW/98 PS, allerdings mit erhöhtem Wirkungsgrad. Dank Änderungen an Getriebe, Motor und Hybridantrieb verbraucht der Prius laut Toyota nun 18 Prozent weniger. Genaue Verbrauchsdaten werden noch bekannt gegeben, sie dürften aber deutlich unter der Vier-Liter-Marke liegen. Mehr Fahrspaß soll die Umstellung auf die neue Toyota-Architektur TNGA bringen. Der Prius ist das erste Fahrzeug, das auf dieser technischen Plattform basiert, weitere Modelle der Marke sollen folgen. Neben geringerem Gewicht zählt ein besseres Fahrgefühl zu den größten Vorzügen: Die Karosserie ist 60 Prozent steifer, der Antrieb sitzt tiefer und der Fahrer rückt näher an die Straße.

Darüber hinaus haben die Ingenieure dem Hybriden mit einer Weiterentwicklung der Hybridkontrolleinheit ein besseres Beschleunigungsverhalten antrainiert. Das so genannte „Gummiband-Gefühl“ – das unangenehme Aufheulen des Motors beim Beschleunigen – soll so vermindert werden, weil der Elektromotor beim Beschleunigen besser unterstützt. Außerdem hat der Prius nun auch adaptive Fahrmodi und lernt im Power-Modus den individuellen Fahrstil des Fahrers. Bei einem sportlichen Stil passt das Hybrid-System beispielsweise die Motorbremsleistung und das Ansprechverhalten an. Zudem erhält der Japaner auch aktuelle Assistenzsysteme, wie Abstandstempomat, Notbremsassistent mit Fußgänger-Erkennung oder eine automatische Einpark-Funktion. Für den aufgewerteten, weniger überladen wirkenden Innenraum mit Touchscreen und Klavierlack ist zudem ein Head-up-Display erhältlich.

Auch optisch geht der Prius neue Wege: Der extreme Fokus auf Aerodynamik weicht einer sportlicheren und gefälligeren Gestaltung. Dazu wird der Viertürer länger, breiter und flacher – ohne, dass der Innenraum an Platz einbüßt. Weil die 12-Volt-Batterie vom Koffer- in den Motorraum verlegt wurde und die Hybrid-Batterie nun unter den Rücksitzen Platz findet, konnte das Gepäckraumvolumen um rund 60 auf 502 Liter erhöht werden. sp-x7red

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