VW ID. 4 (1)

Der ID.4 könnte zum Nachfolger des Tiguan werden. Bild: Volkswagen

| von Stefan Grundhoff

Mit zahlreichen Studien versucht Volkswagen seiner elektrischen ID-Familie in den Sattel zu helfen. Noch bevor mit dem ID.3 das erste Modell auf den Straßen unterwegs ist, zeigen die Wolfsburger den neuen ID.4 als Serienversion des ID.Crozz. So langsam kommt man mit den zahllosen Studien nicht mehr so ganz nach. Überraschenderweise kommt auch der VW ID.4 zunächst nur mit einem elektrischen Hinterradantrieb. Erst dann legt Volkswagen den standesgemäßen Allradantrieb nach. „Analog zum ID.3 wird auch der ID.4 als bilanziell CO2-neutrales Fahrzeug auf den Markt kommen“, so die Ankündigung von Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer von Volkswagen. „Produzieren und verkaufen werden wir den ID.4 in Europa, China und den USA.“

Die Plattform und der Antrieb entsprechen dabei weitgehend dem ID. 3, der zunächst ebenfalls nur mit Hinterradantrieb und Leistungsvarianten von 93 und 150 kW beziehungsweise 125 und 204 PS verfügbar ist. Für den VW ID.3 gibt es Batterien mit 45 kWh, 58 kWh und 77 kWh nutzbarem Energieinhalt. Die möglichen Reichweiten betragen bis zu 550 Kilometer. Die Allradversion des kommenden VW ID.4 dürfte daher rund 300 PS leisten. Das Design des emissionsfrei fahrenden SUV ist besonders aerodynamisch ausgelegt. Ralf Brandstätter: „Die gute Aerodynamik senkt den Luftwiderstand und vergrößert die Reichweite des ID.4 je nach Antriebs-Package auf bis zu 500 Kilometer.“

Wie die anderen Fahrzeuge auf Basis der MEB-Plattform wird auch der ID.4 dank der kompakten E-Antriebstechnik viel Platz im Innenraum bieten. Komplett digitalisiert ist dabei das Cockpit, wobei die Bedienung weitgehend über Touch-Flächen und eine intelligente Sprachsteuerung erfolgen soll. Marktstart in Europa soll im vierten Quartal 2020 sein. In den USA und Asien dürfte der ID.4 – dann jeweils auch lokal produziert – erst 2021 auf den Markt kommen.