Anhang 2

Italienische Designkunst gegen den kalifornischen Edeltechniker: Thunder Power greift Tesla an. Bilder: carIT

| von Pascal Nagel

Eine vollelektrische Reichweite von über 650 Kilometern, rund 430 PS, von null auf 100 in weniger als fünf Sekunden, eine Batterie mit einer Kapazität von 125 kWh – was wie ein neues Modell des Elektropioniers Tesla oder gar eines deutschen Premiumautobauers klingt, ist das Konzeptfahrzeug des hierzulande noch unbekannten Technologieunternehmens Thunder Power. Auf der diesjährigen IAA präsentiert das taiwanesische Unternehmen den Thunder Power Sedan zum ersten Mal der Öffentlichkeit.

Die Entwicklung der E-Limousine habe die vergangenen fünf Jahre in Anspruch genommen, teilt Thunder Power mit. Und sowohl das Design als auch die technische Entwicklung haben ihre Wurzeln in Europa: Die auffällige Optik des Thunder Power Sedan stammt aus der italienischen Designschmiede Zagato, die sich für einige bekannt Sportwagen etwa von Bugatti, Aston Martin oder Alfa Romeo verantwortlich zeichnet. Peter Tutzer, der zuvor bereits für Lotus, Bugatti und Porsche tätig war, ist Technikchef des Autobauers. Zudem stammen einige Komponenten von deutschen Branchengrößen wie Bosch.

„Die Elektro-Auto-Industrie entwickelt sich ständig weiter. Und wir wollen sicherstellen, dass wir immer einen Schritt voraus sind“, sagt Thunder Power-CEO Wellen Sham selbstbewusst. Ob der taiwanesische OEM seine Versprechen erfüllen kann, wird sich ab 2017 zeigen. Dann soll der Thunder Power Sedan in Europa erhältlich sein. Das Stammwerk wird in Shaoxing, Zhijiang in China angesiedelt sein, für Europa werde allerdings lokal produziert. Wo das europäische Werk entstehen soll, werde erst zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt. Klar ist hingegen, dass von Mailand aus die weltweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten geleitet werden.