| von Sebastian Ballhausen

Nicht nur die großen Automobilhersteller haben den Markt für Hybrid- und Elektroautos für sich entdeckt. Auch Exoten wittern ihre Chance. Ein Beispiel: Fisker Automotive aus Kalifornien. Das kleine Unternehmen, das dem dänischen Designer Henrik Fisker gehört, baut einen eigenen Plug-in-Hybrid, den bereits 2007 als Studie präsentierten Karma. Die exklusive Limousine (ab 85 500 Euro) ist als Plug-in-Hybrid schon an sich interessant, weil sie – wie der Chevrolet Volt – einen Range Extender zur Vergrößerung der Reichweite an Bord hat. Im Gegensatz zum Volt treibt der Verbrenner das fünf Meter lange Auto jedoch nie direkt an. Auch nicht im Sport-Modus. Dann liefert der 260-PS-Turbo-Direkteinspritzer aus dem GM-Regal seine Leistung an das 275 Kilogramm schwere 315-Zellen-Batteriepack. Damit wiederum werden die zwei 204-PS-Elektromotoren geladen, die vor und hinter dem hinteren Differenzial angeordnet sind. Es gibt nur einen Vorwärtsgang. Der Spurt auf 100 km/h dauert 5,9 Sekunden, bei 201 km/h ist Schluss. Die maximale Reichweite liegt bei 483 Kilometern – obwohl der Tank nur 36 Liter Benzin fasst. Der Standard-Fahrmodus heißt Stealth. Damit kommt der Karma rein elektrisch rund 80 Kilometer weit – mit bis zu 153 km/h. Der Clou: Bis 50 km/h wird ein eigens entwickelter Sound emittiert, der aus der Neuauflage des Kultfilms „Tron“ übernommen wurde – ein futuristischer Klang, der gut zum Karma passt. Gebaut wird der Karma in Finnland. 15 000 Stück sollen pro Jahr gefertigt werden.

Autor: SP-X/Matt Davis

Foto: Fisker

 

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