| von Hilmar Dunker

Lohn des elektrischen Fahrens sind potentiell sehr niedrige Verbräuche. Der NEFZ-Verbrauchszyklus reflektiert das mit einem Wert von nur 1,9 Litern pro 100 Kilometer (49 g/km). Wie viel wirklich verbraucht wird, hängt maßgeblich von den Fahrgewohnheiten des Besitzers ab. Wer nur elektrische Kurzstrecken fährt, braucht praktisch überhaupt keinen Sprit; wer andererseits auf Langstrecke unterwegs ist, ohne die Akkus zwischendurch an der Steckdose aufladen zu können, wird nur wenig Verbesserung gegenüber einem regulären D5 notieren können. In jedem Fall sollte der Plug-In Hybrid abends an die Steckdose – denn nur so wird der Akku wieder voll aufgeladen und das Potential des Konzepts genutzt.Seinen Sonderstatus dokumentiert der Plug-In Hybrid durch eine individuell konfigurierbare Instrumentierung, einen Hybrid-Informations-Bildschirm, spezielle Felgen, Flaps an der Frontschürze und mehrere Plaketten, die auf das Antriebskonzept hinweisen. Das Platzangebot ist ordentlich, der Kofferraum wegen des hohen Batteriepacks leider von 430 auf 304 Liter geschrumpft; immerhin lässt er sich auf 1120 Liter erweitern. Um bei der Kritik zu bleiben: Das Bremsgefühl ist im Vergleich zum regulären V60 wenig ansprechend, und beim Fahrverhalten macht sich das Mehrgewicht von 300 Kilogramm durchaus bemerkbar. Dennoch: Der V60 D6 Plug-In Hybrid ist ein besonders faszinierendes Auto auf dem Markt. Und mit einem Mehrpreis von lediglich 5.000 Euro gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten D5 AWD kommt die umweltfreundliche Mehrleistung nicht einmal besonders teuer. sp-x/JM

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