BMWZ4.carIT
| von Werner Beutnagel

Neues Einstiegs-Triebwerk ist ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit lediglich 115 kW/156 PS Leistung, aber einem strammen Drehmoment von 240 Nm. Dieses steht schon bei 1.250 Touren zur Verfügung, was einen kraftvollen Durchzug vom Start weg verspricht. Trotzdem klafft zu den Fahrleistungen der anderen Modelle eine ordentliche Lücke: Mit 7,9 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 benötigt der neue sDrive18i eine Sekunde länger als der nächstgrößere Vierzylinder mit 135 kW/184 PS. Bei der Endgeschwindigkeit ist das Limit bei 221 km/h statt bei 235 km/h erreicht. In der Praxis dürfte das dem Fahrzeug durchaus angemessen sein – auch Audi TT und Mercedes SLK bieten in der Basisversion nicht deutlich bessere Werte. Überprüfen ließ sich das bei ersten Fahrtests in München nicht, dort stand lediglich das bekannte Top-Modell sDrive 35si zur Verfügung.

Schade, aber zumindest zeigt die Spitzenversion des Roadsters doch zumindest prototypisch die optischen Änderungen im Zuge der Modellpflege. So etwa die neue Lackfarbe Valencia-Orange, die im Rahmen des ebenfalls neuen Designpakets „Pure Traction“ mit entsprechendem Ledergestühl angeboten wird, das sich durch Zierstreifen in einem ähnlichen Farbton auszeichnet. Der Preis für das Paket beläuft sich auf 3.550 Euro.

Darüber hinaus gibt es nur kleinere Änderungen, wie etwa neue Materialien im Innenraum, ein erweitertes Felgenprogramm oder ein leicht geändertes Scheinwerferdesign. Der Z4 bleibt also, was er war: ein fahraktiver Roadster mit gutem Raumangebot für die Passagiere, agilem Handling und präziser Lenkung.

In der Top-Version sDrive 35si kommen noch Fahrleistungen auf höchstem Niveau hinzu. Der 250 kW/340 PS starke Sechszylinder-Turbo wuchtet ein Drehmoment von 500 Nm auf die Hinterachse und beschleunigt den Zweisitzer in 4,8 Sekunden auf Tempo 100. Die spielend leicht wirkende Beschleunigung wird aus einem schön orchestrierten Motorsound untermalt. Vom heiseren Kreischen unter Volllast bis zum entspannten Glucksen bei der Gaswegnahme ist alles dabei, was das Offenfahren auch zum akustischen Vergnügen macht. Da lässt sich auch der kaum einhaltbare Normverbrauch von 9,0 Litern verkraften.

Die wenigen Kritikpunkte bleiben allerdings genauso bestehen wie die positiven Aspekte. So ist der Kofferraum bei geöffnetem Dach nur sehr umständlich zu beladen. Das eh schon straffe Fahrwerk wird in Verbindung mit den großen Options-Felgen auf schlechten Straßen geradezu ruppig. Wer sich daran nicht stört, findet im Z4 den sportlichsten Vertreter im deutschen Roadster-Trio mit Mercedes SLK und Audi TT.sp-x/hh

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