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Das Taxi-Gewerbe drängt weiter in das Online-Geschäft vor. Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

| von Yannick Tiedemann

Das deutsche Taxigewerbe hat eine gemeinsame Datenschnittstelle für die Bestellung von Taxis über Apps eingerichtet. Nach Angaben des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes (BZP) sind die Taxi-Anwendungen Cab4me, Taxi Deutschland und Taxi.eu in dem bundesweiten Bestellsystem „Deutsches Taxi-Service-Netzwerk (DTN)“ inbegriffen. „Mit unserem Deutschen Taxi-Service-Netzwerk wird der Serviceradius der angeschlossenen Taxi-Apps für Smartphones schlagartig erweitert und Taxi-Kunden erhalten in Deutschland einen flächendeckenden Service für praktisch jedes Smartphone“, sagte BZP-Präsident Michael Müller. Unabhängig von der Art der App und dem Standort des Kunden leite DTN den Kundenwunsch über ein Autobooking-System an die richtige Adresse weiter, damit das gewünschte Taxi schnell für den Fahrgast bereit stehe, so Müller weiter. Den Initiatoren zufolge wurde die Schnittstelle bereits im letzten Jahr entwickelt und hat nunmehr die Testphase abgeschlossen.

Das flächendeckende Bestellsystem scheint zudem der Positionierung gegenüber dem US-amerikanischen Konkurrenten Uber zu dienen. So stellt BZP-Präsident Müller fest: „Vermittelt werden ausschließlich Taxifahrer, die ihren Service nach den Bestimmungen der Personenbeförderungsregelungen anbieten und deren Service von einer örtlichen Taxizentrale überwacht wird. Die gemeinsame Schnittstelle stärkt internetbasierte Systeme, die aus dem Taxigewerbe heraus gewachsen sind.“ Beim Fahrdienst-Angebot UberPop müssen private Fahrer keinen Personenbeförderungsschein vorweisen. Im hatte das Landgericht Frankfurt hat eine einstweilige Verfügung gegen Uber aufgehoben, die eine Vermittlung von Fahrten über die App UberPop untersagt hatte. 

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