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Zukünftig kann das Fahrzeug eine schwache Batterie selbst erkennen und dies dem Fahrer frühzeitig mitteilen, zum Beispiel per Smartphone-App.

| von Gert Reiling

900 000mal rückten die „Gelben Engel“ im Jahr 2012 laut ADAC Pannenstatistik aus, weil Fahrzeuge auf Grund einer entladenen oder defekten Batterie ihr Fahrzeug nicht mehr starten konnten. Damit ist die Batterie unangefochtene Pannenursache Nummer eins – und das schon seit Jahren. Ein kleiner Sensor soll das ändern

Der intelligente Batteriesensor (IBS) wird schon seit 2008 vom internationalen Automobilzulieferer Continental produziert. ,,Kaum so groß wie eine Streichholzschachtel, überwacht unser intelligenter Batteriesensor wichtige Batteriekennwerte und ist mit jeder Standardbatterie kombinierbar.

Damit können Pannen, die auf ein Batterieproblem zurückzuführen sind, in Zukunft auch bei steigender Anzahl an elektrischen Verbrauchern im Bordnetz deutlich reduziert werden“, erläuterte Dr. Lutz Kühnke, Leiter des Segments Advanced Sensors & Satellites bei der Continental-Division Chassis & Safety.

Der IBS analysiert kontinuierlich den Ladezustand der herkömmlichen 12-Volt-Bleisäure-Batterie und liefert Informationen über die wichtigen Batteriekennwerte Ladezustand, Leistungsfähigkeit und Batteriealterung. Damit ist er auch ein unverzichtbarer Baustein für den zuverlässigen Betrieb von Auto-Start-Stopp Systemen: Der IBS gibt seine Information darüber, ob genug Energie in der Batterie vorhanden ist, an ein übergeordnetes Steuergerät, wie zum Beispiel die Motorsteuerung.

Damit wird gewährleistet, dass der Motor automatisch abgestellt und wieder gestartet werden kann und dass während der Stopp-Phase alle elektrischen Verbraucher wie Radio oder Lüftung weiter betrieben werden können.

Eingebaut wird der Intelligente Batteriesensor direkt an der Batterie. Er passt am Minuspol genau in die Aussparung rund um den Batteriepol, der „Pol-Nische“. Er kann deshalb bei allen Standard-Batterien zum Einsatz kommen. Neben seiner Fähigkeit die Batterie zu überwachen, hilft der IBS auch dabei, defekte Elektronik-Komponenten im Fahrzeug sicher aufzuspüren –  dank Überwachung des Ruhestroms.

So verbessert der Sensor die Diagnosefähigkeit des Autos und kann dadurch auch vor möglichen Pannen warnen, die nicht durch die Batterie selbst verursacht werden. Darüber hinaus trägt der IBS durch eine verbesserte Ladestrategie dazu bei, die Lebensdauer der Batterie um 10 bis 20 Prozent zu verlängern.

Die Continental-Ingenieure arbeiten parallel bereits an einem Hochvoltstromsensor für Lithium-Ionen Hochvoltbatterien in Hybrid- und Elektrofahrzeugen. Mit zunehmender Vernetzung des Fahrzeugs werden Autofahrer nach der Einschätzung von Continental immer Pannen erleben. Fahrzeuge werden zukünftig immer mehr Defekte selbst erkennen und diese dem Fahrer frühzeitig mitteilen – zum Beispiel im Kombiinstrument oder über eine App auf dem Smartphone.

Der Fahrer könnte so auch direkt einen Termin mit der Werkstatt vereinbaren, die nötige Ersatzteile bereits im Vorfeld bereitstellen kann. Dadurch wird nicht nur die Nervenbelastung der Autofahrer geschont, sondern auch die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht.

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