| von Gert Reiling

Die zunehmende Vernetzung der Fahrzeuge macht Hacking-Angriffe auf Autos zu einer ganz realen Gefahr. Die secunet Security Networks AG entwickelt deshalb für den Automotive-Markt Sicherheitslösungen, die Fahrzeuge vor unbefugtem Zugriff auf die empfindlichen Systeme schützen.
Wie leicht Hacking-Angriffe auf Autos möglich sind, demonstrierte jüngst ein Forschungsteam in den USA. Die Experten hackten den Online-Zugang des Fahrzeugs und brachten es so vollständig unter ihre Kontrolle. Diie Manipulationen im Test reichten von beliebigen Anzeigetexten im Fahrzeug-Cockpit bis hin zur willkürlichen Deaktivierung der Bremse – der Fahrer war zu Eingriffen nicht in der Lage.  Solche Angriffe auf die Elektronik eines modernen Fahrzeugs sind über die Standard-Diagnoseschnittstelle ebenso möglich wie über entsprechend präparierte iPods.
Immer mehr Fahrzeuge werden mit Infotainment ausgestattet, wodurch der Bedarf an geeigneten Sicherheitsmechanismen noch weiter steigt. Die Bordsysteme werden sich in Zukunft noch stärker in Richtung offener Plattformen entwickeln, wie man sie bereits aus dem Bereich der Smartphones kennt. Solche Systeme bieten deutlich mehr Angriffsfläche und müssen entsprechend besser geschützt werden.
,,Wir haben schon vor einiger Zeit erkannt, dass die ständig zunehmende Konnek-tivität im Auto zu solchen Problemen führen würde und entwickeln seit Jahren gemeinsam mit namhaften Zulieferern der Automobilindustrie Lösungen, die diese Sicherheitslücken verhindern oder schließen“, erklärt Dr. Marc Lindlbauer, Bereichsleiter embedded Security bei secunet.  ,,So ermöglichen wir eine kontrollierte Öffnung der Fahrzeuge, beispielsweise für Internet-Anwendungen.“
Dazu werden Schnittstellen mit unterschiedlicher Vertrauenswürdigkeit voneinander getrennt und nicht manipulierbare Verfahren eingesetzt, um ausschließlich zulässige Daten weiterzuleiten. Wird eine unzulässige Kommunikation entdeckt, wird die Quelle der schädlichen Daten sofort beseitigt.