| von Gert Reiling

Die Agritechnica in Hannover ( 12. bis 16. November 2013) als weltgrößte Messe der Landtechnik nutzt Bosch, um Produktinnovationen vorzustellen, die über Traktoren und Mähdrescher hinaus für die Fahrzeugindustrie relevant sind: der elektronisch geregelte Wischer-Direktantrieb und die intelligente Lastverteilung durch elektrisches Energiemanagement.

In einer neuen Traktorenbaureihe von Fendt geht ein Wischer-Direktantrieb erstmals in Serie. Der Antrieb kommt ohne zusätzliche Gestänge aus und erlaubt Wischwinkel bis zu 320 Grad.  Der neue Direktantrieb für Scheibenwischer von Bosch ist deutlich kleiner als herkömmliche Wischerantriebe mit Gestänge. Jeder Wischhebel wird durch einen eigenen kompakten Antrieb angetrieben und dazu direkt auf die Antriebswelle montiert. Eine elektronische Regelung synchronisiert die zwei Antriebseinheiten. Sensoren im Wischerantrieb erfassen die tatsächliche Position der beiden Wischarme.

Der Antriebsmotor reagiert auf Widerstände so sensibel, dass er daran zum Beispiel die Regenmenge auf der Scheibe erkennt und den Wischzyklus entsprechend anpasst. Der andere Extremfall sind Schneeanhäufungen, die dann automatisch zur Reduktion des Wischfelds führen und somit den Antrieb vor Überlastung schützen. Die neuen Direktantriebseinheiten sind für alle Fahrzeugscheiben baugleich. Daten wie Wischwinkel und Parkposition werden individuell nach der Montage im Werk über die Software programmiert.

Das neue elektrische Energiemanagement von Bosch sorgt zusätzlich für eine intelligente Lastverteilung und steuert die zunehmende Zahl elektrischer Verbraucher. Zentraler Bestandteil des Systems ist der Elektronische Batterie Sensor (EBS), eingebaut in der Pol-Nische der Batterie. Dieser erfasst äußerst präzise und dynamisch die Batteriegrößen Strom, Spannung und Temperatur.

Mit den gemessenen Werten ermittelt die im EBS integrierte Software zur Batteriezustandserkennung den aktuellen sowie den prognostizierten Zustand der Batterie. So kann der Ladeprozess optimiert und Tiefenentladung verhindert werden. Das System lässt sich flexibel an die jeweiligen Fahrzeuganforderungen anpassen. So ist ein flexibler Einsatz in verschiedensten Fahrzeugen möglich.

Das Body Computer Module, das zentrale Komfortsteuergerät, übernimmt darüber hinaus die Steuerung der zunehmenden Zahl von elektrischen Verbrauchern und Zusatzfunktionen. Es entstammt der Großserie, lässt sich jedoch flexibel an die Fahrzeuganforderungen anpassen. Vorteile sind die Kostenreduktion durch freie Konfiguration, optimiertes Kabelbaumdesign und kürzere Entwicklungszeiten.

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