Geringe Nachfrage nach Telematik-Tarifen

Mit Pay-as-you-drive-Tarifen können Autofahrer mit umsichtiger Fahrweise Geld bei der Versicherung sparen. Bild: Axa

| von Werner Beutnagel

Das hat das Verbraucher-Portal „Finanztip“ ermittelt. Im vergangenen Jahr hatten noch 14 Versicherungen derartige Verträge im Programm.

Kunden erhalten bei Telematik-Tarifen besonders günstige Konditionen, weil sie in die elektronische Aufzeichnung ihres Fahrverhaltens einwilligen. Dazu wird ein Speichergerät im Auto installiert, das beispielsweise plötzliches Bremsen oder hektische Lenkbewegungen registriert. Wer derartige Manöver vermeidet, erhält einen finanziellen Bonus. Im europäischen Ausland sind derartige Versicherungen populärer als hierzulande. In Italien etwa nutzen sieben Millionen Versicherte Telematik-Tarife, in Deutschland sind es wenige Hunderttausend.

Neben Datenschutzbedenken hat die geringe Bedeutung der Tarife mit Fahrstilanalyse hierzulande nach Einschätzung der Finanztip-Experten auch damit zu tun, dass sich die meisten Angebote speziell an Fahranfänger wenden und so große potenzielle Kundengruppe außen vor lassen. Zudem würden Autohersteller und Versicherer weiterhin darum streiten, wem die gesammelten Daten gehören.

sp-x/hh/red