Ford-Studie: Millennials schätzen Automobilität
| von Yannick Tiedemann

Für heute 18 bis 34-Jährige – die sogenannten Millennials – besitzt die Automobilität weiterhin einen hohen Stellenwert: Aspekte wie Carsharing, autonomes Fahren und E-Mobilität werden für die Generation Y demnach immer wichtiger. So lautet das zentrale Ergebnis der „Automotive Zeitgeist Studie 2.0“ des Frankfurter Zukunftsinstituts im Auftrag von Ford. Befragt wurden 2.000 Konsumenten in Deutschland – darunter 1.000 Millennials – zu ihrer Sicht auf die Mobilität der Zukunft.

In der Altersgruppe scheint dabei der Sharing-Gedanke das Selbstverständnis zu prägen: Demnach gefalle rund der Hälfte der Millennials die Vorstellung, den Parkplatz mit anderen zu teilen. Dabei nutze bereits jeder Zehnte, der kein eigenes Auto besitzt, Carsharing-Angebote, was auf die 18 bis 34-Jährigen in Deutschland hochgerechnet über 1,5 Millionen Nutzer entspräche.

Besonders gern gesehene intelligente Features für Millennials seien Navigationssysteme (54 Prozent), Echtzeitempfehlungen zur Umfahrung von Baustellen und Staus (41 Prozent) und eine automatische Navigation zu freien Parkplätzen (39 Prozent). Auch das autonome Fahren spielt eine immer entscheidendere Rolle: Über ein Drittel der männlichen Millennials sei bereits überzeugt, dass autonom fahrende Autos den Straßenverkehr stressfreier machen könnten; 31 Prozent der Befragten wünschen sich Autos, die selbständig einparken können.

Mit Blick auf das Auto der Zukunft stehen für Millennials allerdings keine Hightech-Wünsche im Vordergrund: So geben 63 Prozent an, dass Zuverlässigkeit in zehn Jahren das wichtigste Kriterium in Bezug auf Autos sein werde. Dabei sollen Effizienz und Sicherheit gewährleistet sein: Mehr als die Hälfte der jungen Erwachsenen wünschen sich leichte, aber langlebige Materialien zur Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs. Dennoch scheint die Bedeutung von moderner Technologie im Fahrzeug wichtiger als in älteren Kohorten: Beispielsweise sei die Integration von Apps für mehr Spaß und praktischen Nutzen beim Fahren bei den Millennials mit 28 Prozent deutlich ausgeprägter als bei älteren Generationen (17 Prozent). Darüber hinaus nutzen bereits heute 30 Prozent der Millennials ihr Smartphone im Auto.

Ein weiterer Aspekt ist das gesteigerte Umweltbewusstsein, was sich an der Einstellung zum Thema E-Mobilität ablesen lässt: 41 Prozent der Millennials finden Elektroautos „cool“ und seien der Überzeugung, dass Elektromobilität die Zukunft ist. Für 26 Prozent der Millennials stellen Elektro- und Hybridantriebe die entscheidenden Technologien dar, um das Auto „grüner“ zu machen.

Beim Kauf eines Autos stufen die 18 bis 34-Jährigen das Internet als wichtigste Informationsquelle (17 Prozent) ein. Ein Drittel möchte sein Auto nicht nur im Internet bestellen, sondern möglichst gleich kaufen und finanzieren. Zudem wolle jeder dritte Millennial sein Auto im Netz individuell konfigurieren.

Allgemein ist der Stellenwert der Automobilität in der Millennial-Kohorte vielfältig ausgeprägt: Demnach schaffe Mobilität Autonomie, da ein Auto der Garant für Flexibilität (75 Prozent), Unabhängigkeit (71 Prozent), Freiheit (57 Prozent) und Zeitgewinn (54 Prozent) sei. Die meisten nutzen ein Auto mindestens fünf Tage pro Woche (53 Prozent) und 69 Prozent besitzen mindestens ein eigenes Auto. Bei der Sicht auf Mobilität spielen auch soziale Aspekte eine Rolle: So sagen fast 80 Prozent, der wichtigste Grund ein Auto zu besitzen, seien Fahrten zur Familie, Freunden oder Bekannten, und für rund die Hälfte der Millennials scheint klar, dass ihr Sozialleben ohne Auto leiden würde.

 

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