DTM
| von Gert Reiling

Wenn beim Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) die Rennboliden an den Start gehen, haben sie wieder Technik von Bosch an Bord.  „Wir verbinden unsere Entwicklungskompetenz aus dem Automobilbereich mit den Anforderungen des Motorsports und liefern Bauteile für die DTM, die auf Höchstleistungen getrimmt sind“, erklärt Dr. Klaus Böttcher, Leiter von Bosch Motorsport.

Motorsteuergeräte für die DTM unterscheidet sich von den Steuergeräten der Großserie. Sie sind Spezialanfertigungen und werden von Grund auf neu entwickelt. Bereits von außen erkennbar sind sie am schwarzen, temperaturresistenten Gehäuse, das zudem staub- und wasserdicht ist. Besondere Steckverbindungen stellen eine optimale elektrische Verbindung auch bei extremen Vibrationen auf der Rennstrecke sicher.

„Das Herz eines jeden Steuergerätes ist die Motormanagement-Software“, erklärt Böttcher weiter. Mit ihr kann jedes Team innerhalb der Vorgaben des Reglements zahlreiche Motorfunktionen individuell festlegen, die im Serienfahrzeug vorgegeben sind. Dazu gehören zum Beispiel die bis auf Millisekunden genauen Einspritz- und Zündzeitpunkte zur Maximierung der Motorleistung. Leistungsfähige Prozessoren und Schaltelemente und speziell entwickelte Platinen garantieren die erforderliche Rechenleistung und -geschwindigkeit.

Andere Funktionen von Serienfahrzeugen, wie Klimaregelung und Tempomat, sind dagegen in den DTM- Rennboliden überflüssig. Ein weiterer Unterschied zu Seriensteuergeräten ist die Datenaufzeichnung. Alle relevanten Motor- und Fahrwerksdaten werden in den DTM-Fahrzeugen während des Rennens gespeichert. Sie werden in der Box ausgelesen, ausgewertet und die Teams erhalten wertvolle Informationen, um das Fahrzeug weiter zu optimieren.

Eine Spezialentwicklung für den Motorsport ist auch das Display der DTM- Boliden. Es ist für alle Teams einheitlich durch das Reglement vorgegeben. Was nach Standard klingt, ist frei programmierbar und sieht für jeden Fahrer unterschiedlich aus. Auf bis zu zwölf Seitenansichten kann jeder Fahrer während des Rennens alle relevanten Fahrzeugdaten abrufen.

Die Software ist auch beim Display der Schlüssel: Im Unterschied zur Serie kann jedes Team die Informationen auf den Displayseiten  individuell programmieren. Per Knopfdruck schalten die Fahrer im Cockpit zwischen den Seiten auf dem Display um.

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